Posts mit dem Label mediterran werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label mediterran werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 3. Juli 2022

Video: Nizza-Salat

Nizza-Salat oder salade niçoise ist ein toller Sommersalat. Er braucht etwas Vorbereitung, ist aber eine vollständige Mahlzeit. Probiert ihn aus. 

Natürlich ist da nicht der richtige salade niçoise, aber was heißt schon der richtige? Jeder Esser interpretiert richtig echt anders. Das ist meine Interpretation hier in Kurzform im Video zu sehen.



Zutatenliste:

Romanasalat
Gurke
Tomaten
Kartoffeln
Bohnen
hartgekochte Eier
Thunfisch in Olivenöl
Oliven
Dressing mit Dijonsenf

Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe

Montag, 17. Juni 2019

Pasta Puttanesca - Nudeln mit Zutaten aus dem Schrank

Pasta alla Puttanesca ist ein herzhaftes, leicht scharfes Nudelgericht, dass angeblich in Süditalien gerne von Damen im horizontalen Gewerbe gekocht wurde, da es mit Zutaten zubereitet wird, die man meist schon im Schrank hat: Dosentomaten, Kapern, Oliven, Anchovis, Chili, Knoblauch, Pasta. Die Übersetzung lautet dementsprechend "Pasta nach Hurenart". Mir gefällt Nigellas Version "Slut's Spaghetti" richtig gut, die mich auch hiermit inspiriert hat, das Rezept auszuprobieren. Die Sauce ist fertig, wenn die Nudeln gar sind und so muss es sein. Dieses Rezept muss man einfach teilen.

Rezept für Puttanesca Küchenelfe
Pappardelle alla Puttanesca nach Küchenelfenart

Dies ist meine Version, die keinesfalls den Anspruch erhebt authentisch zu sein. Jede Nudelart schmeckt gut mit dieser Sauce. Ich bevorzuge lange wie Linguini oder Pappardelle. Die meisten nehmen wohl Spaghetti, die ich nie im Schrank habe. Schwarze Oliven sind ideal, ich verwende gerne eine Mischung. Beim Kauf von schwarzen Oliven muss man allerdings aufpassen, dass sie nicht nur gefärbt sind. Die Kapern lasse ich meist weg. Die Anchovis geben einen erdigen Geschmack, sie verschmelzen mit der Sauce. Ein leckeres, günstiges und schnelles Gericht.

Rezept für Pasta Puttanesca

für 2 Personen

Zutaten:
250g Pasta (ich nehme hier Pappardelle)
Olivenöl
3 Zehen Knoblauch, gehackt
4 Anchovi-Filets ohne Ol, gehackt
1 Dose gehackte Tomaten
100g Oliven (ich nehme gemischte, nicht gefüllte)
Kapern (optional)
1TL Oregano
Pepperoncini (ich nehme 1/2 TL Chilipulver) nach Geschmack
Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Basilikum oder Petersilie fürs Finish

Zubereitung:
1. Pasta in Salzwasser nach Packungsanweisung kochen.

2. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Kleingehackte Anchovis kurz im Öl schmelzen, dann Knoblauch hinzufügen. Dosentomaten hinzugeben. Die Dose maximal zur Hälfte mit stärkehaltigen Pastawasser füllen, schwenken und in die Pfanne gießen. Oliven und Kapern hinzufügen. Mit Salz, Pfeffer, Pepperoncini-Chili und Oregano würzen und abschmecken.

3. Die Nudeln abgießen, in die Pfanne zur Sauce geben und schwenken. Auf Tellern anrichten und mit Kräutern servieren.

Samstag, 31. Januar 2015

Sauerkrauteintopf: Deftig und wärmend

Sauerkraut ist ja bekanntlich sehr gesund. Dieser Sauerkrauteintopf ist mal etwas anderes. Ich habe die Idee aus einer kleinen Broschüre von Alnatura - ich fand die Idee super und habe das Rezept ein bisschen für harmonischere Geschmacksbalance angepasst. Vorher habe ich Sauerkraut nur klassisch gekannt oder eben roh mit probiotischer Wirkung. Dieser deftige und vegetarische Eintopf wirkt fast mediterran und ist schön wärmend in der kalten Jahreszeit. Ideales Essen bei Schneetreiben und noch eines dieser Gerichte, das aufgewärmt fast noch besser schmeckt.

Rezept Sauerkrauteintopf deftig


Rezept für Sauerkrauteintopf


Für 3-4 Portionen

Zutaten:
etwas Olivenöl
1 mittlere Zwiebel
2 Knoblauchzehen
450g Bio-Kartoffeln
500ml Gemüsebrühe (hefefrei, wenn nicht hausgemacht)
2 Bio-Paprikaschoten, rot
1 Dose Tomatenstücke
1 EL Agavendicksaft oder brauner Zucker
2 TL Paprikapulver, edelsüß
8 Wacholderbeeren
2 Lorbeerblätter, getrocknet
Salz (nicht jodiert) und schwarzer Pfeffer aus der Mühle
ca. 200g Bio-Sauerkraut
1 EL Apfelessig

Zubereitung:
Zwiebeln, Kartoffeln und Knoblauch schälen, Paprika von Strunk und Gehäuse befreien. Zwiebeln, Kartoffeln und Paprika würfeln.

Zwiebeln in Olivenöl kurz andünsten. Knoblauch hinzupressen. Kartoffeln hinzugeben und kurz anbraten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und Paprikawürfel sowie Tomatenstücke aus der Dose hinzufügen.

Abschmecken mit Salz und Pfeffer, Agavendicksaft bzw. braunem Zucker, Paprikapulver, Wacholderbeeren sowie Lorbeerblättern. Deckel drauf und ca. 10 Minuten garen lassen. Sauerkraut und Apfelessig hinzufügen und weitere 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.

Der Eintopf ist gar, wenn die Kartoffeln weich sind. Ich nehme zum Testen die Fleischgaben, die ich irgendwie niemals für Fleisch verwende (das gibt es ja sowieso selten bei mir). Nochmal abschmecken, eventuell mit Salz, Pfeffer, Süßungsmittel und Essig für die ideale Geschmacksbalance nachjustieren. Danach noch schön heiß servieren.

Sauerkraut im Eintopf


Dazu Bauernbrot, rustikales Baguette, Zwiebelbrot oder Zwiebelseelen reichen. Probiert es mal aus - sehr lecker und schnell gemacht.

Sonntag, 10. August 2014

Wassermelonen-Schafskäse-Salat mit Oliven: Ein erfrischender Sommersalat inklusive Salatschüssel

Die Kombination von Wassermelone und Schafskäse ist sicher vielen aus der türkischen Küche bekannt. Dieser Sommersalat greift diese leckere Kombi auf und es entsteht ein erfrischender Salat, der sich im Sommer wunderbar als Grillbeilage und zu einem leichten Sommeressen (z.B. Gemüse und Kartoffeln aus dem Ofen) eignet. Probiert ihn doch einfach mal aus. Sehr lecker, wenn man auf diese Kombination steht.

Achtung beim Kauf von schwarzen Oliven


In diesen Salat gehören für mich ein paar schwarze Oliven. Beim Kauf von schwarzen Oliven muss man genau aufpassen: Vielfach handelt es sich bei schwarzen Oliven aus dem Supermarkt um gefärbte grüne Oliven, die natürlich nicht so intensiv schmecken. Deshalb hier genau auf die Zutatenliste gucken. Oder gleich beim Olivenhändler des Vertrauens kaufen.





Rezept für Wassermelonen-Schafskäse-Salat mit Oliven

Rezept für ca. 4 Personen oder als Beilagensalat zum Grillen

Zutaten:
1 schöne Wassermelone (ca. 2,5kg, kriegt man auch gut in türkischen Supermärkten)
200g Schafskäse (am besten den runden aus der Dose vom Türken, notfalls Feta)
ca. 100g schwarze Oliven (bitte keine geschwärzten)
1 kleinen Salatgurke, in Würfeln
für das Dressing:
4 großzügige EL (ich nehme den Löffel vom Salatbesteck) natives Olivenöl
2 großzügige EL Wasser
3 großzügige  EL Zitronensaft oder Limettensaft
Salz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
eine Prise Zucker (oder etwas Agavendicksaft, den ich hier bevorzuge)
eine Hand voll gehackter, frischer Minze
außerdem: einen Melonenausstecher (ein Löffel tut es auch)

Zubereitung:
Melonendeckel zackenförmig ausschneiden und abheben. Melone mit dem Melonenformer sauber aushöhlen, bis man auf das weiße Innere stößt (weiße Stellen entfernen, da sie nicht genießbar sind). Die ausgehöhlte Wassermelone kann als Salatschüssel verwendet werden, daher Vorsicht beim Aushöhlen des Boden, damit keine Locher entstehen.

Schaftskäse und Salat klein schneiden, Oliven in Ringe schneiden.

In einer großen Rührschüssel die Zutaten für das Dressing verrühren, zum Abmessen nehme ich den Löffel vom Salatbesteck und verrühre die Geschichte mit der Salatbesteckgabel. Wassermelonenbällchen, Schafskäse, Romanasalat und Oliven hinzufügen und vermengen. Evtl. kühl gestellt etwas durchziehen lassen.

Zurück in die ausgehöhlte Wassermelone füllen und servieren. Lecker, erfrischend und optisch ein Hingucker auf jeder Sommertafel!

Donnerstag, 19. Juni 2014

Pasta mit Erbsen

Manchmal, ach was, meistens muss es schnell gehen. Pasta mit einer schnellen Sauce ist da eine wunderbare Lösung, gerade wenn man nur für sich alleine kocht. Ich nehme tiefgefrorene Erbsen für die Sauce und die Erbsen werden nicht zerkocht, sondern bleiben frisch und grün und knackig und süß. Als Pasta verwende ich gerne jede Art von Bandnudeln oder Bavette oder Linguini. Eigentlich geht jede Art von Pasta, auch Farfalle (siehe Foto auf Instagram), Penne, Spagetti oder Fusilli. Pasta mit Erbsen ist ein schönes Gericht für alle die Erbsen mögen. Meiner Mutter brauche ich dieses Gericht gar nicht erst servieren, die mag keine Erbsen. Wie gesagt, es koche diese Pastavariation mit cremiger Sauce gerne nur für mich als "solitary pleasure" (wie Nigella Lawson sagen würde). Lecker!

Küchenelfe Pasta mit Erbsen


Rezept für Pasta mit Erbsen


Rezept für eine hungrige Person

Zutaten:
150g Pasta nach Wahl (ich nehme hier Linguini, gerne die von Alnatura oder dm)
1 Tasse (ca. 200g) junge Erbsen, tiefgefroren
1 Scharlotte (oder eine kleine Zwiebel)
etwas Olivenöl
ca. 100ml Sahne
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle & nicht jodiertes Salz
etwas Muskatnuss, gerieben
ca. 1 TL Oregano oder italienische Kräuter, getrocknet
ein Spritzer Zitronensaft
ein Stückchen Butter
ca. 2 EL Parmesan, von Hand gerieben

Zubereitung:
Wasser in für Pasta im Wasserkocher zum Kochen bringen. Nudeln in einem Topf nach Packungsanleitung in dem gesalzenen Wasser kochen.

Schalotte schäle und in Würfelchen schneiden. In einer tiefen Pfanne in etwas Olivenöl die Schalotten glasig dünsten. Gefrorene Erbsen dazugeben, einmal umrühren und ein Schöpfkelle Pastawasser auf die Erbsen geben. Solange köcheln, bis das Wasser fast ganz zerkocht ist und die Erbsen gar sind. Das dauert nur wenige Minuten. Jetzt die Sahne hinzugießen und die Hitze reduzieren. Dann mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Oregano würzen.

Die Nudeln abgießen und schnellstmöglich in die Erbsensauce geben - wenn dabei etwas Nudelwasser in die Pfanne kommt, wird die Sauce noch ein bisschen flüssiger. Zitronensaft, die Butter und den Parmesan dazugeben. Kurz schwenken und rasch servieren. Noch etwas Pfeffer über die Pasta mahlen.
Und schon fertig! Schnelle Pasta geht doch immer!

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Kürbisgnocchi - gruselig und lecker aus Butternusskürbis

Um Hallowe'en herum gibt es überall reichlich Kürbisse zu kaufen. Meine scharfe Kürbissuppe nach indischer Art mache ich um diese Zeit besonders häufig. Man kann so viel mit Kürbis anstellen und es gibt so viele unterschiedliche Arten. Kürbisgnocchi waren ein Rezept, mit dem ich in der Küche experimentiert habe. Ich habe dafür Butternusskürbis (engl. butternut squash) verwendet. Das Ergebnis erinnert eher an orange Klößchen, weil sie sehr im Wasser aufgegangen sind - war aber unheimlich lecker. Sie sind eine wunderbare Beilage. Ich habe dazu lediglich mein Ofengemüse ohne Kartoffeln und Feta serviert. Hier ist das Ergebnis meines Experiments.




Rezept für Kürbisgnocchi aus Butternusskürbis


Als Beilage für 2 bis 3 Personen

Zutaten:
1 mittlerer Butternusskürbis
2-4 warme Bio-Kartoffeln
etwas Olivenöl
2 Eigelb
150-200g Mehl
Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Muskat
1 TL Italienische Kräuter
außerdem: etwas Butter zum Schwenken
evtl. frischer Salbei

Zubereitung:
Ofen auf 200°C vorheizen. Butternusskürbis unten und oben vom Strunk befreien und mit einem Sparschäler sorgsam schälen - dabei die grünen Faser wegschälen. Den Kürbis quer halbieren, so dass das runde Unterteil und der Hals getrennt werden. Die beiden Hälften erneut halbieren und mit einer Gabel sowie einem Esslöffel  die Kerne und das Kerngehäuse aus dem runden Unterteil entfernen. Die Kürbisviertel erneut halbieren und die Kürbisstreifen salzen und pfeffern. Mit Olivenöl benetzen und im Backofen bei 200°C für ca. 30 Minuten weich garen.

Kartoffeln in Schale kochen, schalen und ebenfalls zerstampfen. Mit Kürbispüree vermengen und mit Salz, Pfeffer, Muskat zuzüglich Kräuter würzen und etwas auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit Wasser mit Hilfe des Wasserkochers zum Kochen bringen und leicht salzen.

Kartoffelkürbispüree und soviel Mehl vermengen. Teig abschmecken und ggf. nachwürzen. Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu fingerdicken Strängen rollen und in Gnocchi schneiden. Wer will, kann die Gnocchi noch über ein Gnocchibrett oder den Rücken von Gabelzinken rollen, um das geraffelte Muster zu erhalten. Ich habe mich nicht damit aufgehalten - vielleicht beim nächsten Gnocchi-Experiment.

Die Kürbisgnocchi portionsweise im siedenden Salzwasser ca. 5 Minuten köcheln lassen bis sie oben schwimmen. Mit einem Schöpflöffel entnehmen und gut abschütteln.

Butter in einer großen Pfanne schmelzen und Salbei kurz darin andünsten. Die fertigen Gnocchi darin schwenken und servieren. Happy Hallowe'en!

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Tomatencremesuppe mit Grilled Cheese Sandwiches

Tomatencremesuppe gehört zu meinen Lieblingsgerichten - vor allem, wenn es kälter wird. In den USA gilt Tomatensuppe mit Grilled Cheese Sandwiches als comfort food und dieses Gericht ist wirklich Futter für die Seele. Natürlich verwende ich keine geschmacksverstärkerverseuchte Dosensuppe - wie in Amerika durchaus üblich - sondern mache sie selbst. Dafür verwende ich reife, italienische, geschälte Tomaten aus der Dose, denn die haben mehr Geschmack als die Gewächshaustomaten in der kalten Jahreszeit.

Grilled Cheese Sandwich - mehr als nur Käsetoast


Natürlich kann man auch Baguette oder Kräuterbaguette zur Suppe reichen. Ich finde, das pfannengegrillte Käsesandwich passt wirklich hervorragend zur mediterran angehauchten, sämigen und wärmenden Suppe. Statt Toast habe ich Brioche verwendet und statt American Cheese oder Cheddar habe ich auf italienischen Provolone und Gorgonzola zurückgegriffen. So incredibly yummy - thanks to the cheesy goodness and the butter! Mein Bruder meinte, er könne eine ganze Platte voll mit den Grilled Cheese Ecken verdrücken. Hier nun meine Version dieses schnellen amerikanischen Klassikers.




Rezept für mediterrane Tomatencremesuppe mit Grilled Cheese Sandwiches


Rezept für 2 Personen
Wie viel Zeit muss ich einplanen? ca. 20 Minuten

Zutaten
Für die Suppe:
1 mittlere Zwiebel, geschält und fein gewürfelt
1 bis 2 Knoblauchzehen, geschält und in Scheibchen geschnitten
Olivenöl zum Anbraten
1 Dose geschälte Tomaten in Tomatensaft (Dosentomaten sind meistens schön reif und geschmacksvoller als frische Tomaten in der kalten Jahreszeit, außerdem sind sie geschält)
ca. 400ml Gemüsebrühe (hefefrei, zum Abmessen Tomatendose vollmachen und
somit Tomatenreste rausholen - nix verschwenden)
1 TL Kräuter der Provence oder Italienische Kräutermischung
1 TL Oregano, gerebelt
eine Prise Chilipulver für Schärfe
eine Kräftige Prise Zucker (essentiell, gegen die Säure der Tomaten)
Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 gehäufter EL Schmand
Für die Grilled Cheeses deluxe:
mind. 4 Scheiben Weißbrot oder Toastbrot - ich nehme Brioche
genügend weiche Butter
4 Scheibe Provolone (italienischer Schnittkäse) - oder anderer interessanter Käse
ca. 100g Gorgonzola - ich nehme den milden
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zum Servieren: einige Blätter frischen Basilikums, klein gehackt

Zubereitung
Zwiebelwürfel in Olivenöl glasig andünsten und dann den Knoblauch hinzugeben. Die getrockneten Kräuter und die Tomaten hinzufügen und umrühren. Die Gemüsebrühe angießen (die Tomaten sollten gut bedeckt sein) und einmal aufkochen lassen. Hitze etwas reduzieren und alles mit Chili, Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Ca. 10 Minuten leicht köcheln lassen. Mit einem Purierstab oder in einem Standmixer zu einer
Suppe pürieren. Abschmecken und vor dem Servieren im Topf noch einmal aufkochen lassen.

Weißbrotscheiben buttern. Je 2 Scheiben Provolone-Käse auf eine Weißbrotscheibe legen - dabei nicht über den Rand kommen, pfeffern und mit weiterer Scheibe bedecken. Gorgonzola halbieren und auf zwei Brotscheiben verstreichen, ebenfalls bedecken. Sandwiches von außen auf beiden Seiten auch gründlich Butter und in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze von beiden Seiten goldbraun grillen bis der Käse geschmolzen ist. Ein Deckel auf der Pfanne hilft dabei, eine ofenähnliche Atmosphäre für das Schmelzen zu kreieren. Vorsicht, das Brot verbrennt so schnell wie Croque Monsieur in der Pfanne.

Vor dem Servieren den Schmand unter die Suppe rühren und in der Suppenschale mit den Basilikumfetzen garnieren. Grilled Cheese Sandwiches diagonal halbieren. Man kann das knusprige Grilled Cheese wunderbar in die Suppe tunken oder gar versenken. Servierten sind von Vorteil. Enjoy!

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen gehört für mich einfach zur Herbstküche. Er wird gerne bei Weinfesten serviert. Meine mediterran-angehauchte Version mache ich nicht - wie traditionell - mit gelben Zwiebeln und Kümmel sondern mit den hübscheren roten Zwiebeln und Thymian. Dazu ein Glas Federweißer oder auch Suser und die Welt ist in Ordnung. Meinen Zwiebelkuchen kann man sowohl in der Springform als auch auf dem Backblech zubereiten.

Zwiebelkuchen - die Teigfrage


Zwiebelkuchen hat vornehmlich in den deutschen Regionen Tradtion, in denen Wein angebaut wird (z.B. Franken, Pfalz, Baden, an Rhein und Mosel). Somit ergeben sich viele regionale Unterschiede in der Zubereitung, v.a. in Bezug auf den Teig. Für diese Spezialität kann man sowohl Mürbeteig, als auch Hefeteig verwenden. Auch Blätterteig und Quark-Öl-Teig habe ich in modernen Rezepten gesehen. Ich mache gerne die fränkische Variante mit einem Hefeteig. Zwiebelkuchen erinnert manche Leute an Flammkuchen (mein Flammkuchenrezept hier), dessen Teig dünner ist oder an Quiche Lorraine, die deutlich weniger Zwiebeln und mehr Speck enthält. Auf jeden Fall ist Zwiebelkuchen ein wunderbares und sättigendes Herbstgericht.

Rezept für Zwiebelkuchen aus Hefeteig mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln aus Springform


Zubereitungszeit: insgesamt mind. 2 1/4 Stunden

Kochzeit: 40 bis 50 Minuten

Portionen: 4-6 Portionen

Zutaten

Für den Teig:

  • 350g Mehl
  • 20g (1/2 Würfel) frische Hefe
  • 200ml lauwarme Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 50g weiche Butter

Für den Belag:

  • 50g Butter oder Butterschmalz
  • 1 - 1,5kg Zwiebeln - ich nehme 1kg rote Zwiebeln wegen der Farbe
  • 1 TL Kümmel - ich nehme stattdessen 2 TL Thymian
  • 100g Speckwürfel (optional)
  • 3 Bio-Eier
  • 1 Becher (200g) Schmand
  • einen Schuss (gut 50ml) Sahne
  • Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Kräutersalz
  • Muskat, gerieben
  • 1 Msp. Dijon-Senf
  • 200g geriebener Käse (optional) – ich nehme Edamer
außerdem: ein Backblech oder eine Springform (Ø 26cm)

Zubereitung

  1. Für den Teig die Hefe in Milch mit Zucker auflösen und etwas stehen lassen, bis Schaum entsteht. Mehl in eine Rührschüssel sieben und mit Salz vermengen. Das Hefegemisch hinzufügen und mit den Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine durchkneten. Schließlich die Butter einarbeiten und den Hefeteig dann einige Minuten mit den Händen durcharbeiten. In der Schüssel zugedeckt an einem zugfreien Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

  2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, quer zur Wurzel halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

  3. Den Teig entweder auf dem Blech ausrollen oder zu einem Kreis (Ø30cm) ausrollen und in der gefetteten und bemehlten Springform andrücken. Zugedeckt nochmals gehen lassen, biss die Füllung fertig ist.

  4. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten. Das kann mind. 10 Minuten in Anspruch nehmen. Die Zwiebeln mit Salz, Pfeffer und dem Thymian würzen, abschmecken und in eine Schüssel zum Abkühlen geben. Wer will kann die Speckwürfel auch nochmal knusprig anbraten – ich habe sie nur zu den Zwiebeln in die Schüssel gegeben.

  5. Eier mit Schmand, Sahne, Salz, Kräutersalz, reichlich Pfeffer, Muskat und Senf verquirlen und abschmecken. Den Rand in der Springform nochmal etwas andrücken. Die Zwiebeln auf den Teig geben, mit Käse bestreuen und mit dem Schmandguss übergießen.

  6. Im Ofen auf unterster Schiene bei 175°C Unter-/Oberhitze ca. 40 bis 50 Minuten backen. Nach dem Backen den Zwiebelkuchen vorsichtig aus der Springform lösen und vor dem Anschneiden ca. 5 bis 10 Minuten ruhen lassen.

Servierhinweis/Tipp

Man kann den Zwiebelkuchen mit Federweißer bzw. Suser (angegorener Traubenmost) und grünem Salat servieren. Ich trinke dazu auch gerne ein Glas Cidre (Apfelmost) und hinterher eine Tasse Fenchel-Kümmel-Anis-Tee, um Blähungen vorzubeugen. Guten Appetit!


Anschnitt roter Zwiebelkuchen in Backform von Küchenelfe

Schaut hier bei mir vorbei:

Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Donnerstag, 15. August 2013

Mediterranes Ofengemüse: Sommerlich lecker

Mein mediterranes Ofengemüse zählt zu den absoluten Lieblingsgerichten meiner anspruchsvollen Mutter. Ein Muss für dieses ausgewogene vegetarische Gericht sind der gebräunte Feta - Schafskäse oder Ziegenkäse aus der Dose vom Türken schmeckt auch wunderbar dazu - und ein Schmand-Dip als Beilage zu den knusprigen Kartoffeln.

Frisches, saisonales Gemüse - einfach in den Ofen


Für das mediterrane Ofengemüse verwende ich Gemüse, das gerade saisonal in Deutschland verfügbar. Ich bemühe mich, stets Gemüse zu verarbeiten, das aus Deutschland stammt. Das lässt sich nicht immer bewerkstelligen, ist es geschmacklich aber wert. Bei der Gemüseauswahl sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt - man könnte auch Auberginen, Fenchel und Kohlrabi mit aufs Blech schnibbeln. Wichtig ist, dass das Blech nicht zu überladen ist. Für mehrere Personen empfiehlt es sich, die Kartoffeln auf einem separatem Blech zu garen. In meinem Rezept ist natürlich das Gemüse verzeichnet, das mir mundet.




Rezept für Mediterranes Ofengemüse mit Kartoffeln und Feta

für 2 Personen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Zutaten:
ca. 6 mittlere Bio-Kartoffeln (3-4 Kartoffeln pro Person), festkochend
ca. 2-3 Karotten
1 Zucchini
1 Paprikaschote, rot
2 Tomaten oder einige halbierte Cherry-Tomaten
2-3 Knoblauchzehen, nicht geschält
einige frische Rosmarinnadeln, einige frische Thymianblättchen
1 großes Stück Feta (aus Schafs- und Ziegenmilch), gewürfelt
für die Gewürzmischung:
ca. 1 gestrichenen EL Meersalz, nicht jodiert
ca. 1 gestrichenen EL Paprikapulver, edelsüß
ca. 1 TL Currypulver, mild
mind. 1 TL Oregano, gerebelt
ca. 2 TL Kräuter der Provence oder italienische Kräuter, getrocknet
etwas Chilipulver
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
für den Schmand-Dip:
1 Becher (200ml) Schmand
1 TL Bio-Mayonnaise
etwas Kräutersalz
bunter oder weißer Pfeffer aus der Mühle
etwas frischer Schnittlauch
außerdem: ein Backblech (Fettpfanne)

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

1. Schritt: Gemüse und Gewürzmischung vorbereiten
Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Gemüse waschen und in gefällige Stücke schneiden.
Bio-Kartoffeln mit der Gemüsebürste und Wasser von der Erde befreien und vierteln.
 Die Gewürze in eine große Schüssel geben und mit mind. 4 EL Oliven verrühren.

2. Schritt: Kartoffeln in den Ofen
Die Kartoffelspalten in die Schüssel mit der Gewürzmischung geben und darin schwenken. Die Kartoffeln mit dem Knoblauch auf das Backblech geben und ca. 10 Minuten bei 180°C Umluf im Ofen vorbacken, da die Kartoffeln am längsten garen müssen.

3. Schritt: Gemüse, Feta und Rosmarin dazu
Die Gemüsestücke, den frischen Rosmarin und den Thymian in die Schüssel mit der restlichen Gewürzmischung geben und noch einen Schuss Olivenöl dazu gießen. Erneut schwenken und komplett mit Ölgemisch auf dem Blech mit den vorgegarten Karfoffeln verteilen. Fetawürfel auch auf das Blech streuen. Im Backofen bei 180°C Umluft weitere 20 Minuten backen. Nach insgesamt ca. 30 bis 35 Minuten sollte das Gemüse knusprig, die Kartoffeln durchgegart und der Feta gebräunt sein.

4. Schritt: Schmand-Dip
Während das Gemüse im Ofen gart, kann man nicht nur schnell die Küche sauber machen, sondern auch den universell einsetzbaren Schmand-Dip anrühren. Dazu in einem Schüsselchen den Schmand mit der Mayo und den Gewürzen verrühren, sowie den Schnittlauch mit der Schere hineinschneiden.

5. Schritt: Genießen
Wir servieren das mediterrane Ofengemüse mit dem Blech auf dem Tisch. Dazu den leckeren Schmand-Dip und man hat eine leckere, vegetarische und einfache Sommermahlzeit.

Info: In Griechenland bereitet man ein ähnliches Gericht namens Briam zu.

Mittwoch, 24. Juli 2013

Pasta con Pesto Rosso - rotes Pesto mit getrockneten Tomaten à la Küchenelfe schnell auf den Tisch

Dieses Gericht ist nicht nur schnell und einfach gezaubert, sondern erinnert auch an Sommerurlaub in Italien. Auf den wunderbaren Märkten in Italien gibt es sie an fast jedem Gemüsestand für ca. €7,99 pro Kilo: sonnengetrocknete Tomaten oder pomodori secchi! Die geben vielen Gerichten den richtigen mediterranen Kick. Sie müssen nur mit etwas kochendem Wasser übergossen werden und nach 10 Minuten sind sie wieder zum Leben erweckt (das Einweichwasser sollt man besser danach weggießen). Zu beachten ist, dass die getrockneten Tomaten ziemlich salzig sind, so dass neben dem Parmesan zusätzlich kein Salz im Pesto notwendig ist.

Pesto - so geht es


Pesto ist so einfach selber zu machen. Die Problem die ich bei gekauftem Pesto sehe, sind mannigfaltig: zumeist werden minderwertiges Öl, minderwertiger Käse (eben italienischer Hartkäse, gerieben) und minderwertige Nüsse verwendet. Zudem sind oft Aromastoffe, Konservierungsstoffe und wie immer viel zu viel Salz enthalten. Das folgende Rezept habe ich mir - angelehnt an diverse Pestoanleitungen - ausgedacht, als ich die getrockneten Tomatenberge in Italien sah und unbedingt etwas damit kochen wollte.

Pesto geht am besten im Zerkleinerer - einer Mini-Küchenmaschine mit richtig Power, die man meist an seinen Pürierstab anschließen kann. Meiner ist von Braun und lässt sich an meinen Mixer (Braun Multimix M4642 M830) anschließen. Mit einem Pürierstab kann man - gerade in der Studentenküche - auch Pesto machen, der tut sich nur beim Zerkleinern von Kräutern, Tomaten und Nüssen manchmal etwas schwer. Bei der Nusswahl sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt: Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Pinienkerne, Mandeln, Haselnüsse, etc. Überhaupt kann man sehr kreativ sein, verschieden Kräuter verwenden und Mengenangaben sind v.a. Geschmackssache. Seine Sämigkeit erhält Pesto mit einem Schuss guten Olivenöls und etwas von dem stärkehaltigen Nudelwasser. Da das Pesto nicht gekocht werden muss, ist es in der Zeit fertig, in der die Nudeln gekocht sind. Buon Appetito!




Rezept für Pasta con Pesto Rosso à la Küchenelfe

Rezept für 2 Personen
Zubereitungszeit: ca. 15 Minuten

Zutaten:
Für das Pesto:
ca. 50g getrocknete Tomaten
ca. 25g Kürbiskerne oder andere Nüsse nach Wahl
1 kleine Knoblauchzehe, gehackt
einige Blätter frischer Oregano oder die getrocknenete Variante
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
italienische Kräuter, getrocknet
1 TL Agavendicksaft oder Zucker
2 EL kalt gepresstes Olivenöl
ca. 2 EL selbst geriebener Parmesan oder Pecorino
Für die Pasta:
250g Pasta z.B. Spaghetti, Linguini, Fusilli, Penne - ich habe hier Fusilli Longhi genommen
etwas nicht-jodiertes Meersalz
außerdem: Zerkleinerer (oder Pürierstab)

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

1. Schritt: Tomaten einweichen
Die Tomaten in eine Schüssel geben, mit kochendem Wasser und mind. 10 Minuten einweichen lassen. Man kann auch eingelegte Tomaten hierfür verwenden. Der Geschmack ist dann etwas anders und ich würde sie gründlich abtropfen lassen, da sie oft in billigem Rapsöl eingelegt sind, das nicht ins Pesto gehört.

Getrocknete Tomatenberge auf einem Markt in Italien


2. Schritt: Pasta kochen
Die Pasta in ausreichend gesalzenem, kochendem Wasser nach Packungsanleitung kochen. Die Pasta sollte al dente sein, da sie im Pesto noch etwas nachgart. Von dem stärkehaltigen Nudelwasser ca. 2 Schöpflöffel entnehmen und für das Pesto zur Seite stellen.

3. Schritt: Nüsse toasten
Die Kürbiskerne in einer fettfreien Pfanne bei hoher Hitze vorsichtig anrösten - das bringt das nussige Aroma noch mehr hervor. Zwischendurch schwenken und dann in den Zerkleinerer geben. Den Nüssen sollte man seine gesamte Aufmerksamkeit schenken, denn sie sind schnell verbrannt und dann meist ungenießbar.

4. Schritt: Pesto zubereiten
Auf die Nüsse im Zerkleinerer den Knoblauch und die abgetropften Tomaten geben. Dann Oregano, Pfeffer, italienische Kräuter und Agavendicksaft hinzufügen. Olivenöl und etwas Nudelwasser einlöffeln, dann zerkleinern bzw. in einem hochstehenden Gefäß pürieren bis die gewünschte Konsistenz entsteht. Ich mag es gerne etwas feiner. Zuletzt den Parmesan mit einem Löffel unterrühren.

Die fertige Pasta abseihen und rasch zurück in den Topf geben. Dann schnell das Pesto, etwas Nudelwasser und ggf. etwas Olivenöl hinzufügen. Umrühren, abschmecken - fertig!

5. Schritt: Genießen
Die Pasta con Pesto Rosso à la Küchenelfe in schönen Pastatellern servieren. Dazu reiche ich einen frischen Sommersalat mit Gemüse aus der Region.

Tipp: Mit einem Zerkleinerer kann man wunderbar Nüsse und Zwiebeln hacken, Pesto pürieren und Saucen wie Guacamole zubereiten.

Mittwoch, 10. Juli 2013

Flammkuchen rustikal mit Kartoffeln, Fenchel und Schafskäse

Schon als Heranwachsende mochte ich Flammkuchen - damals kannte ich nur die tiefgefrorene Variante (Speck & Zwiebeln oder Apfel-Zimt) mit dem geflochtenen Rand. Wenigstens waren, anders als bei Fertigpizza, keine Geschmacksverstärker in der Sauce. Richtigen Elsässer Flammkuchen oder tarte flambée alsacienne aus dem Holzofen habe ich das erste Mal auf einer Studienfahrt in der Oberstufe nach Straßburg genossen. Er war hauchzart, knusprig und klassisch mit Speck und Zwiebeln belegt. Das es für Flammekueche bzw. Franzosenpizza viel mehr Möglichkeiten gibt als nur den klassischen Belag habe ich erst in meinem Auslandssemester in Paris erfahren. Dort liefert der Pizzadienst nach Wunsch Pizza mit Crème fraîche anstatt Tomatensauce. Und dort habe ich während der Einführungstage in einem alten Pariser Gewölbekeller im 1er Arrondissement eine wahre Flammkuchenorgie mit holzofenfrischen Flammkuchen miterlebt. Als wir dachten wir könnten kaum mehr von den auf Holzbretter servierten herzhaften Flammekueche (mit allem Erdenklichen: Hackfleisch, Speck, Kartoffeln, Gemüse jeder Art, Ziegenkäse mit Honigglasur, Pilze, Reibekäse, etc.) verdrücken, wurde auch schon der Nachtisch-Flammkuchen serviert (Apfel-Zimt, Birnen, Banane-Schokolade, etc.). Es war unglaublich!

Nach meiner Rückkehr nach Deutschland habe ich versucht dieses Geschmackserlebnis nachzukreieren. Einiges Experimentieren war nötig, um die Mischung für den knusprigen Teig zu finden. Der Teig ist wirklich super schnell zusammengerührt und lässt sich wunderbar hauchdünn ausrollen. Beim Belag sind einem ja keine Grenzen gesetzt. Für meinen ersten, hoffentlich inspirierenden Rezepte-Post auf meinem Blog habe ich mir eine rustikale Variante mit Kartoffeln, Fenchel und Schafskäse ausgesucht, die ich sehr gerne mag. Voilà.




Rezept für Flammkuchen mit Kartoffeln, Fenchel und Schafskäse

Rezept ergibt ein Blech, für 2 Personen
Zubereitungszeit mit Backzeit: ca. 35 Minuten 

Zutaten:
Für den Teig
250g Mehl - ich nehme Bio-Dinkelmehl Typ 630
125ml lauwarmes Wasser
2 EL mildes Pflanzenöl
eine gute Prise Salz
Für die Sauce
1 Becher (200g) Crème fraîche
Kräuter der Provence, Pfeffer
Für den Belag
3 mittlere Bio-Pellkartoffeln, gerne vom Vortag, festkochend
eine kleine Fenchelknolle
200g Schafskäse (gerne den vom Türken)
2 EL natives Olivenöl
Salz & Pfeffer
Kümmel, Fenchelsamen
außerdem: Backblech, Backpapier

Zubereitung in 5 Schritten:
1. Schritt: Teig herstellen
Zutaten für den Teig zu einem geschmeidigen Teig verkneten (eine Küchenmaschine mit Knetkaken hilft zu Anfang - geht aber auch mit der Hand), Teig zu einem Ballen formen und abgedeckt ca. 10 Minuten ruhen lassen. Währenddessen Sauce und Belag vorbereiten. Nach der Ruhezeit Teig noch einmal mit der Hand durchkneten und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Backblech ausrollen (ich nehme gerne eine saubere Bierflasche zum Ausrollen).

2. Schritt: Sauce aus Crème fraîche
Crème fraîche mit Kräutern der Provence und frisch gemahlenem Pfeffer verrühren und auf dem Teig mit einem Esslöffel verstreichen. Dabei einen Rand von ca. 1cm lassen. Wer es etwas fettarmer will, kann statt Crème fraîche auch Schmand verwenden (der findet sich nicht im Kühlregal, sondern zumeist bei der Kondensmilch). Schmand (20% Fett) habe ich eigentlich immer da - ist super für Kräuterdips.

3. Schritt: Belag vorbereiten
Fenchel säubern, vierteln und in dünne Scheiben schneiden und mit dem gewürfelten oder grob zerbröckelten Schafskäse auf dem Blech verteilen. Kartoffeln, falls gewünscht, pellen und in gefällige Scheiben schneiden. Olivenöl mit ordentlich Salz, Pfeffer und etwas Kümmel in einer Schüssel verrühren, Kartoffelscheiben hinzufügen und schwenken. Das dient dazu, dass die Kartoffeln schön bräunen und nicht fade schmecken. Die Kartoffelscheiben ordentlich mit der Schnittfläche nach oben über dem Flammkuchen verteilen und Fenchelsamen darüberstreuen. Der Belag sollte nicht zu dick sein.





4. Schritt: Backen
Blech in den vorgeheizten Backofen schieben und bei 180°C Umluft (oder 200°C Ober-/Unterhitze) ca. 15-20 Minuten backen, bis der Belag und der Teig an den Rändern schön gebräunt ist.

Wunderbar soll auch ein Pizzastein funktionieren - leider habe ich damit noch keine Erfahrungen gemacht. Würde dafür den Teig in mehrere kleinere Portionen aufteilen.

5. Schritt: Genießen
Den Flammkuchen vom Backpapier lösen und am besten auf einem großen Holzbrett servieren. Dazu passt ein frischer Salat und ein guter Wein. Lecker! Bon appétit ! 

Was würdet ihr auf den Flammkuchen tun? Birnen und Gorgonzola oder Zucchini, Tomaten und honigglasierter Ziegenkäse?  Was fällt euch noch ein?