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Sonntag, 11. August 2024

Lemonies: Zitronen-Blondies

Kennt ihr das auch? Manchmal hat man einfach Lust auf etwas Frisches und Leichtes. Dann sind Lemonies genau das Richtige! Direkt zum Rezept für Lemonies springen. 


Lemonies von Küchenelfe sind Zitronenbrownies

Ist euch eher nach Schokolade? Dann probiert Nigellas Notfallbrownies. Sonst lest weiter. Lemonies sind wie Brownies, nur ohne Schokolade – hier nicht Blondies mit Vanille - sondern mit Zitrone. Da ich für dieses Rezept den Abrieb verwende, achte ich auf Bio-Qualität. Wenn das Leben dir Bio-Zitronen gibt, mach Lemonies draus.

Steht dir der Sinn nach Zitrone? Mein Zitronentart-Rezept ist ähnlich erfrischend, nur etwas aufwendiger: Zum Rezept für Zitronentarte

Lemonies sind ein bisschen schneller fertig. Diese Lemonies sind wunderbar fluffig. Meine Empfehlung für die fluffige Textur: Die trockenen Zutaten für die Zitronen-Blondies nicht zu lange oder heftig unter die flüssigen Zutaten rühren. Hier ist mein Rezept.


Rezept für Lemonies


Stapel Lemonies neben Zitronen, das es zitronige Blondies sind

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Backzeit: ca. 22-25 Minuten

Portionen: ergibt 9 Lemonies

Zutaten:

Für den Lemonie-Teig:
  • 250g geschmolzene Butter
  • Saft von 2 Bio-Zitronen minus 2 EL für den Guss aufbewahren
  • 1 gehäufter EL Zitronenabrieb von Bio-Zitronen
  • 3 große Bio-Eier
  • 200g Zucker
  • 360g Bio-Dinkelmehl (nehmt Weizenmehl, wenn ihr das vertragt)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanilleextrakt oder 1/2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (bitte kein Vanillin)
  • 1 gute Prise Meersalz
Für den Zitronenguss:
  • 100g Puderzucker, gesiebt 
  • 2 EL Zitronensaft
  • restlicher Zitronenabrieb
Außerdem (Equipment):
  • Brownie-Backform (Empfehlung: Zenker, ca. 26x27cm) oder Auflaufform, gebuttert und mit Backpapier ausgekleidet
  • Empfehlung: Microplane für Zitronenabrieb

Zubereitung:

  1. Butter schmelzen und auskühlen lassen.
  2. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Mit den Butterresten aus dem Topf die Ofenform ausfetten mit Backpapier einkleiden und das Papier mit noch etwas Butter bepinseln.
  4. Eier mit Zucker schaumig rühren, bis die Masse cremefarben ist. Das geht mit dem Handmixer oder noch besser mit einer Küchenmaschine mit Rührbesen am schnellsten. Es sei denn, ihr braucht ein Arm-Work-Out.
  5. Dinkelmehl mit Backpulver und Salz vermengen.
  6. In die schaumige Mischung die Butter, die Vanille, die trockenen Zutaten, Zitronensaft sowie -abrieb kurz einrühren. Nicht zu lange rühren.
  7. Teig in die gefettete Auflaufform geben.
  8. Backen: Bei 180°C nach ca. 22 Minuten an der höchsten Stelle testen, ob durchgebacken (jeder Ofen ist anders). Gebt den zitronigen Blondies bis zu 25 Minuten. 
  9. In der Zwischenzeit den gesiebten Puderzucker nach und nach bis zu 2 EL Zitronensaft gießen und zu einen zähflüssigen Guss verrühren.
  10. Lemonies ca. 10 Minuten auskühlen lassen. Dann mit dem Guss bedecken und mit dem restlichen Zitronenabrieb bestreuen.

Tipps: 

  • Mit der Microplane ist der Zitronenabrieb am ergiebigsten. Hierbei darauf achten, dass ihr nicht das weiße Innere der Zitrone mit abreibt.
  • Für fluffige Lemonies die trockenen Zutaten kurz und sanft unter die flüssigen Zutaten rühren.



Schaut hier bei mir vorbei:


Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Sonntag, 13. Oktober 2019

Kaiserschmarrn - eines Kaisers würdige Mehlspeise

Kaiserschmarrn schmeckt nicht nur auf einer Hütte in den Alpen oder auf den Volksfesten. Kaiserschmarrn kann man eigentlich immer essen: als Nachtisch, als Snack oder als Hauptgericht. Mein Rezept würde auch Sissi und ihrem Franzerl schmecken - ich serviere ihn gerne als Hauptspeise.

Schneller Kaiserschmarrn ohne Abwiegen von Küchenelfe


Das Einfache an diesem Rezept ist, dass man nichts abwiegen muss. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl für die richtige Konsistenz. Die Zubereitungsweise mit Eisschnee, Butterschmalz und ohne Rosinen hat mich meine liebe Tante A. gelehrt.

Rezept für Kaiserschmarrn


Als Hauptspeise für 2 Personen (einfach hochskalierbar, ich rechne 2-3 Eier pro Person)

Zutaten:
6 Bio-Eier
12 EL Mehl (ich nehme Dinkelmehl)
6 EL Milch, evtl. Mehr
6 EL Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (möglichst Bio-, kein Vanillin!)
2 EL Mandelblättchen
Butterschmalz oder Ghee zum Ausbacken
Puderzucker zum Servieren
Suppenkelle, 2 Holzpfannenwender

Zubereitung:
1. Eier trennen. Eiweiß mit Salz mit einer Küchenmaschine oder einem Handmixer in einer sauberen, fettfreien Schüssel steif schlagen. Ich nehme die Küchenmaschine für das Eiweiß und den Handmixer für die weiteren Zutaten.

2. Eigelb und Zucker sowie Vanillezucker mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine so lange schlagen, bis die Masse eine hellgelbe Farbe annimmt. Abwechselnd Mehl und Milche einrühren. Wenn der Teig zu zäh wirkt, noch etwas Milch hinzugeben. Zum Schluss den Eischnee unterheben. Hierbei erst 1/3 des Eischnees einrühren, dann die restlichen 2/3 vorsichtig unterheben.

3. Butterschmalz oder Ghee in einer beschichteten bei mittelhoher Hitze schmelzen lassen. Gut 2 Suppenkellen von dem luftigen Teig in die Pfanne geben. Von unten bräunen lassen. Dann den dicken Pfannkuchen wenden, dabei zum besseren Manövrieren ruhig schon mal mit den beiden Holzpfannenwendern in zwei Teile rupfen.

4. Jetzt die Mandelblättchen hinzufügen und den Pfannkuchen zerrupfen. Mit Holzpfannenwendern geht das am einfachsten - bitte kein Metall in der beschichteten Pfanne benutzen, Silikon nur wenn es hitzefest ist. Zuletzt etwas Puderzucker unterrühren und in der Pfanne karamellisieren lassen.

5. Den Kaiserschmarrn auf einer vorgewärmten Platte oder in einer vorgewärmten Auflaufform warmhalten, bis man die weiteren Portionen in der Pfanne fertig gebacken hat. Zuletzt mit Puderzucker bestäuben.

Kaiserschmarrn mit Puderzucker und Apfelmus


Zum Kaiserschmarrn schmecken Apfelmark bzw. Apfelmus, Apfelkompott, Pflaumenkompott oder jede Art von Kompott. Wie wäre es mit einer einfachen selbstgemachten Vanillesauce zum Kaiserschmarrn? Hier findet ihr mein Rezept: Zu meinem Buchteln mit Vanillesauce

Samstag, 28. Februar 2015

Minimuffins wie Zimtdonuts

Ich habe mir bei Aldi eine neue Minimuffinform zugelegt, die ich sogleich testen musste. Da ich nicht nur in der Karnevals-/Faschingszeit auf Berliner bzw. Krapfen bzw. Pfannkuchen und auch Donuts esse, fand ich dieses Rezept sehr schön, um mit Teigmenge und Backzeit für diese Form zu experimentieren.

Ich esse für mein Leben gerne frittiertes Gut, frittiere aber selbst überhaupt nicht gerne (vielleicht weil ich in einer Großküche aufgewachsen bin). Dieses Rezept kommt ohne Fritteuse oder Hefe aus, der Geschmack ist ähnlich.

Hier nun mein Rezept für Minizimtdonutmuffin - keine Angst ich komme jetzt nicht mit so einem Hybridnamen daher. Sie sind klein, lecker, fluffig und mit zwei Bissen im Mund verschwunden.

Minimuffins Zimt Rezept


Rezept für Minimuffins


Für 24 Minimuffins

Zutaten:
Trockene Zutaten:
210g Mehl (ich nehme wie immer Dinkelmehl)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Prise Meersalz
1 Msp. Muskatnuss, gerieben
1/2 TL Zimt
Feuchte Zutaten:
150g Zucker
1 Bio-Ei
75ml neutrales Öl (ich nehme Bio-Sonnenblumenöl)
180ml Milch
Zum Wenden nach dem Backen:
ca. 150g Butter, geschmolzen
100g Zucker
1 gestrichener TL Zimt

Zubereitung:
Zunächst den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Muffinform gut ausfetten. Ich verwende hierzu etwas von der Butter, in der ich nach dem Backen die Muffins wende. Man kann aber etwas neutrales Pflanzenöl verwenden. Wer mit einer Silikonbackform arbeitet, der muss eigentlich die Form nur einfetten, wenn er sie zuvor in die Spülmaschine gesteckt hat. Ich empfehle aber auch hier zumindest den Boden gut einzufetten

Muffins gelingen am besten, wenn man die trockenen und feuchten Zutaten erst getrennt und dann erst zusammen vermischt, wobei man nicht zu lange rühren darf. Dadurch werden die Muffins luftiger.

Also Mehl mit Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben und Gewürze hineinrühren. Die feuchten Zutaten und dazu den Zucker verrühre ich gründlich mit einem Handrührgerät. Dann gebe ich die Mehlmischung hinzu und rühre mit einem Löffel mit Loch oder einem Teigschaber nur so lange, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind (deshalb siebe ich Mehl und Backtriebmittel vorher). 

Der Teig ist sehr flüssig, deshalb fülle ich ihn mit meinem Eisportionierer (den habe ich nur deshalb gekauft) in die vorbereiteten Muffinformen. Ich fülle sie bis knapp unter den Rand (generell sagt man, dass so bis 2/3 der Mulde befüllt sein sollen).

Die Minimuffins kommen in den vorgeheizten Ofen und werden bei 175°C Unter-/Oberhitze auf mittlere Schiene und werden für ca. 20 Minuten golbbraun gebacken. Ich mache hier dann gerne die Stäbchenprobe, ob sie auch im Inneren gar sind.

Währenddessen die Butter schmelzen und Zimt und Zucker vermengen. Die noch heißen Muffins aus der Form holen und mit der flüssigen Butter benetzen. Schließlich in der Zimtzuckermischung wälzen und auf einer Platte servieren.

Samstag, 13. Dezember 2014

Zimtschnecken mit Dinkelmehl: Zwischen Cinnamon Rolls und Kanelbullar

Weihnachtszeit ist Zimtzeit. Was passt da nicht besser als eine Ladung leckerer Zimtschnecken?! Zimtschnecken sind mir erst durch Laura Vitale's amerkanisches Rezept ein Begriff geworden, bevor ich dann die schwedische Version bei IKEA verkostet habe. Hier gibt es meine Version des Klassikers.

Die amerikanische Version der Cinnamon Rolls enthält viel zu viel Zucker für mich, deshalb ist die Menge in meiner Version schon reduziert, jedoch habe ich den leichten Zuckerguss geklaut.

Der Kardamom ist in der schwedischen Version Kanelbullar eine essentielle Zutat, kann aber auch weggelassen werden.

Ich füge der Zimt-Zucker-Mischung vor dem Verteilen auf dem gebutterten Hefeteig etwas chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver hinzu - für mehr Geschmackstiefe und um die penetrante Süße des Zimts zu nehmen.Wer diese Gewürzmischung aus Zimt, Fenchelsamen, Sternanis, schwarzem Pfeffer und Nelken nicht hat oder dem das zu exotisch ist, kann auch die weglassen.

Egal ob Zimtschnecken, Cinnamon Rolls oder Kanelbullar genannt, sie sind ein leckeres Gebäck (nicht nur für die Weihnachtszeit), das man mal probiert haben sollte.

Zimtschnecken Cinnamon Rolls auf Deutsch Kanalbullar


Rezept für Zimtschnecken


Rezept für 24 Zimtschnecken

Zutaten:
Für den Teig:
40g Butter
125ml Bio-Milch
15g frische Hefe
40g Zucker
1 gute Prise Salz
1 Msp. Kardamom, gemahlen (optional)
270g Dinkelmehl
Für die Füllung:
75g weiche Butter
50g Zucker
50g brauner Zucker
1 gestrichener EL Zimt
1 Msp. Fünf-Gewürze-Pulver (optional)
Zum Bepinseln:
1 Bio-Ei
1 TL Bio-Milch
Für den Zuckerguss:
2 EL Puderzucker
ca. 1 TL Zitronensaft

Zubereitung:
Butter in Milch bei mittlerer Hitze zerlassen und Zucker und Salz hinzufügen. Mehl in eine Schüssel sieben, Kardamom hinzufügen und Hefe hineinbröckeln. Die flüssigen Zutaten hinzufügen und zusammenkneten. 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Teig mit der Hand durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen auf ein Rechteck von 40x30cm. Weiche Butter mit einem Pinsel oder Löffel darauf verstreichen und die Mischung aus Zucker, braunem Rohrzucker, Zimt und Fünf-Gewürze-Pulver gleichmäßig über die Fläche streuen.

Teigplatte von der Längsseite her fest aufrollen und mit Teigrad oder Pizzaschneider oder scharfem Messer in Zimtrollen scheiden, dabei die Rolle erst halbieren, dann nochmal, dann nochmal und dann in 3 Teile Teilen, so dass 24 Zimtrollen entstehen. Mit der Schnittfläche nach unten in eine gebutterte Auflaufform geben. Erneut 30 Minuten gehen lassen, dabei mit einem Handtuch bedecken.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Milch mit dem Ei verquirlen. Nach der Gehzeit die Zimtschnecken mit der Eiermilch bepinseln und im Ofen für ca. nur 12-15 Minuten (je nach Ofen) backen. Bei mir waren sie nach 13 Minuten fertig und haben die neue Küchenelfen-Wohnung mit einem wunderbaren Duft erfüllt.

Die fertigen Zimtschnecken in der Form voneinander trennen und etwas abkühlen lassen. Den Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Zitronensaft zusammenrühren und über die Zimtschnecken träufeln. Fertig sind die Zimtschnecken nach Küchenelfen-Art, mit leicht schwedischen und leicht amerikanischem Touch.

Zimtschnecken halten sich in einer luftdichten Plastikbox einige Tage.

Montag, 9. Juni 2014

Zitronentarte: erfrischend und nicht zu süß

Im Frühling und Sommer mache ich gerne diese Zitronentarte. Zwar stehen die meisten Menschen bei großer Hitze draußen nicht gerne am heißen Backofen, jedoch will ich auf selbstgebackenen Kuchen nicht verzichten. Vor allem, wenn er so cremig und erfrischend ist. Diese Zitronentarte mit Mürbeteig und fluffiger Frischkäse-Zitronencrème ist leicht und nicht zu süß. Zudem ist sie schnell gemacht. Sie erinnert ein wenig an Omas Käsekuchen und an American Cheescake, nur eben mit Französischem Touch und weniger süß. Man kann sie lauwarm und kalt genießen.

Zitronentarte mit Mürbeteig


Rezept für Zitronentarte


Dieser Kuchen ergibt ca. 12 Stücke

Zutaten:
Für den Mürbeteig:
250g Mehl
75g Zucker
2 Bio-Eier
125g geschmolzene Butter, flüssig
1 Prise Salz, nicht jodiert
ca. 1 TL Zitronenabrieb von 2 Bio-Zitronen
Für die Frischkäse-Zitronenfüllung:
4 Bio Eier
120 Frischkäse, Doppelrahmstufe
1 EL Schmand oder Saure Sahne
1 Päckchen (bitte nicht mit Vanillin) oder 1 EL Vanille-Zucker 
Saft von 2 Bio-Zitronen
Rest vom Zitronenabrieb 
Außerdem: Eine Tarteform mit lösbaren Boden oder ein 26er Springform
Zum Servieren: 1 gehäufter EL Puderzucker oder Agavensüße

Zubereitung:
Bio-Zitronen abreiben, aufschneiden und auspressen.

Mürbeteig herstellen. Dazu alle Zutaten rasch zu einem geschmeidigen Ball verkneten und in Folie gewickelt im Kühlschrank für ca. 30 Minuten ruhen lassen. 

Backofen auf 200°C Unter-/Oberhitze vorheizen. Form ausfetten (ich nehme dazu einen Pinsel oder Küchenrolle und den Rest der geschmolzenen Butter aus dem Topf).

Den entspannten Teig in der Form verteilen. Ich habe in der Springform den Rand bis zur Hälfte hoch gezogen. Den Mürbeteig im Ofen für 10 Minuten vorbacken.

Währenddessen die Füllen herstellen. Eier, Frischkäse, Schmand, V-Zucker, Zitronensaft und -abrieb mit einem Handmixer oder in einer Küchenmaschine zu einer fluffigen Masse rühren. Die Masse auf dem vorgebackenen Mürbeteig verteilen und glatt streichen.

Im Ofen bei 200°C Unter-/Oberhitze für ca. 30 Minuten backen. Danach etwas auskühlen lassen und mit Puderzucker o.ä. bestäuben.

Eine schöne frische Tarte für die Kaffeetafel oder als Nachtisch.

Sonntag, 20. April 2014

Dinkelhefezopf - duftend und fluffig

Was wären Frühstückstisch und Kaffeetafel zu Ostern ohne einen leckeren Hefezopf? Auch ich habe mich dieses Jahr an zum ersten Mal an einem Hefezopf versucht. Letztes Jahr ist leider die Ofenscheibe um die Osterzeit zersprungen und hat meinen österlichen Backplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Rezept für meinen Hefezopf eignet sich hervorragend jeden Frühstückstisch und jede Kaffeetafel im Frühling. Man muss nur etwas Zeit investieren. Direkt zu meinemm Rezept springen.

Ich mache meinen Hefetopf natürlich wie meistens mit Dinkelmehl und flechte ihn aus Briocheteig. Für diese franzözische Variante des angereichterten Hefeteiges (vgl. hierfür meine Buchteln mit Vanillesauce) wird ein Vorteig hergestellt, der erstmal gehen muss. Dann wird er mit den restlichen Zutaten verrührt und zuletzt werden langsam erst die Milch und zuletzt die Butter untergeknetet. Der Teig muss erneut gehen und wird danach in Form gebracht. Durch diese Mühen ist der Briocheteig wunderbar geschmeidig und sollte überhaupt nicht kleben. Der Zopf muss dann mit Ei bepinseln erneut gehen, bevor vollends bepinselt in den Ofen wandert. Der Duft wandert durchs ganze Haus. Er schmeckt wunderbar mit viel Rohmilchbutter und Marmelade oder Schokocrème oder Schinken/Leberwurst/Lachs, etc.

Man kann den Teig natürlich auch ungeflochten in einer Kastenform backen. Aus eventuellen Resten lassen sich wunderbar Grilled Cheese Sandwiches und French Toast Deluxe zaubern. Zu lecker!


Rezept für Dinkelhefezopf aus Briocheteig


Hefezopf aus Dinkelmehl

Zubereitungszeit: Vorbereitung mit Gehzeit: ca. 100 Minuten

Backzeit: Backzeit: ca. 25 Minuten

Rezept für einen großen oder zwei kleine Hefezöpfe

Zutaten:

Für den Vorteig:
  • 100g Bio-Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 EL Zucker
  • 30 frische Hef
  • 125ml warme Bio-Frischmilch
Für den restlichen Briocheteig:
  • 400g Bio-Dinkelmehl (Typ 1050, alternativ: Typ 630)
  • 80g Zucker (minus 1EL für Vorteig)
  • 2TL Bourbonvanillezucker (kein Vanillinzucker, bitte!)
  • 2 Bio-Eier
  • 1 gestrichener TL Salz (nicht jodiert!)
  • etwas Zitronenabrieb (optional)
  • 125ml  leicht warme Bio-Frischmilch
  • 100g weiche Butter
Zum Bestreichen:
  • 1 verquirltes Bio-Ei
  • optional: Hagelzucker

Zubereitung:

  1. Zutaten für Vorteig verkneten und zugedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen. Der Vorteig muss ein Knistern hören lassen, bevor man ihn weiter verarbeitet. Die Milch darf dafür nicht zu kalt oder gar zu heiß sein, sonst wird die Hefe nicht aktiviert bzw. gekillt.

  2. Das Mehl mit Zucker, V-Zucker, Salz, Eiern und Zitronenabrieb mit dem Vorteig in eine Küchenmaschinen geben und mit dem Knethaken zusammenkneten. Dann die restliche Milch hinzugeben und ca. 5 Minuten durchkneten lassen. Ich empfehle hierzu eine Bosch Küchenmaschine oder eine KitchenAid, mit einem Handmixer mit Knethaken laufen Motor und Armmuskeln zu heiß. Zum Schluss die Butter unterkneten und 5 Minuten weiterkneten lassen bis sich der Teig von alleine vom Rand der Schüssel löst. Den angereicherten Hefeteig abgedeckt für ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

  3. Jetzt den Ofen auf 180°C Unter-/Oberhitze vorheizen. Den geschmeidigen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals per Hand durchkneten. Zu 3 oder 6 gleichmäßigen Strängen rollen und zu einem Zopf flechten - dabei die Enden unter dem Zopf verschwinden lassen. Ich habe ihn mit 6 Strängen geflochten und dabei immer den äußersten Strang über drei innere gelegt (6 über 5, 4 und 3; 1 über 2, 3 und 4). Fischgrätzopf ist leider technisch hier nicht möglich.

  4. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech hieven und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit etwas Honig in das restliche verquirlte Ei einrühren. Den Dinkelhefezopf nach der letzten Gehzeit mit dem Ei einpinseln und bei 180°C Unter-/ Oberhitze für ca. 25 Minuten goldbraun backen. 

  5. Auf dem Backblech etwas auskühlen lassen. Und das fluffige Prachtexemplar genießen.

Dinkelhefezopf Innenleben

















Dinkelhefeteig ist etwas trockener – passt also gut auf, dass der fluffige Laib vom Zopf nicht austrocknet.

Tipp: Den Briocheteig kann man auch, wie eingangs erwähnt, in eine bebutterte und bemehlte oder bebackpapierte Kastenform füllen. Für ca. 35-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C Unter-/Oberhitze goldbraun backen, leicht auskühlen lassen und herausstürzen. Das Bild zeigt die Krumenstrukturanalyse der Kastenformversion ohne Eierbepinselung nach meinem Test mit der KitchenAid.


Folge Küchenelfe auch hier: linktr.ee/kuechenelfe 

Sonntag, 22. Dezember 2013

Weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung

Ich liebe Bratäpfel in der kalten Jahreszeit. Leider mag ich kein Marzipan in der Füllung und ich bin kein Fan von Rosinen. Ich finde die Kombination aus Spekulatius und Mandeln ist eine wunderbare und würzige Alternative als Füllung, auf die ich einfach durch Experimentieren gekommen bin. Bei ersten Ausprobieren des Rezeptes habe ich die Äpfel etwas zu lang im Ofen gelassen, so dass wir Bratapfel-Scheiterhaufen essen mussten. Hat auch geschmeckt, aber meiner Familie ist etwas Biss im Bratapfel lieber. Wer ein weichere Konsistenz bevorzugt, kann die Äpfel einfach ein paar Minuten länger im Ofen lassen. Hier ist nun mein Rezept für weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung - ein schöner winterlicher Nachtisch oder ein fruchtige Alternative für die weihnachtlich Kaffeetafel. Allen Lesern frohe, entspannte und leckere Festtage und ein gesundes Jahr 2014!


Rezept für weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung


Ergibt 4 Portionen

Zutaten:
4 gleich große Äpfel (ich nehme Boskop)
50g Spekulatius, zertrümmert (ich nehme Dinkel-Spekulatius von Alnatura)
4 EL gehackte Mandeln (ich mach das in meinem Zerkleinerer)
1 EL geschmolzene Butter
1 TL Rum 
1 TL Honig
1 TL brauner Zucker
etwas Zimt
eine kleine Prise Salz
etwas geschmolzen Butter zum Einfetten der Form und Bepinseln der Äpfel

Zubereitung:
Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einem Nudelholz o.ä. zertrümmern. Zertrümmerte Spekulatius mit gehackten Mandeln, geschmolzener Butter, Rum, Honig, Zucker, Zimt  und Salz zu der Füllung vermischen. Füllung abschmecken.

Äpfel mit einem Apfelausstecher vom Kerngehäuse befreien, dabei das Loch etwas vergrößern. Auflaufform buttern. Ausgehöhlte Äpfel mit der Füllung befüllen und in der Auflaufform platzieren. Zum Füllen nehme ich eine Jogurtlöffel mit langem Stiel, mit dem ich die Füllung tiefer stopfen kann. Mit der Spitzen eines Küchenmesser ein paar Löcher in die Äpfel stechen, damit der Dampf entweichen kann. Zuletzt die Apfel mit der restlichen flüssigen Butter bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten lang garen.

Dazu passt Vanillesauce (mein Rezept für selbstgemachte eifreie Vanillesauce gibt es hier).

Bratapfelbild fotografiert von zoneofpictures.jimdo.com/ 
Tipp: Gerade kurz vor Weihnachten sind gekaufte Spekulatius schwer zu haben. Man kann auch gut alte Plätzchen in der Füllung verwerten. Mit Vanillekipferln ist die Füllung auch super lecker.

Freitag, 22. November 2013

Grießauflauf mit Quark und Äpfeln

Ich stehe nicht so auf Nachtisch. Wenn man liebe Menschen zu Gast hat, will man ihnen manchmal etwas Gutes tun. Etwas Süßes zum Nachtisch rundet für viele ein gelungenes Mahl ab. Ich probiere eigentlich nur darum gerne Nachtischrezepte aus, eben um meine Repertoire zu erweitern. Dieses Rezept hat auch mir geschmeckt und meine Gäste haben nichts übrig gelassen.

Locker und fluffig und ohne Abmessen zusammengerührt


Ich mag diesen Quark-Grieß-Auflauf, weil er schnell ohne langwieriges genaues Abwiegen zusammen gerührt werden kann. Zudem kann man ihn auch mit anderen Obstsorten wie z.B. mit Waldbeeren variieren. Mit Äpfeln ist dies ein wunderbarer, lockerer und fluffiger Nachtisch - nicht nur für die kalte Jahreszeit. Auch zum Kaffee ist dieser Auflauf, der wie eine Kombination aus Clafoutis und Omas Käsekuchen ohne Boden anmutet, lecker.

Quark-Grieß-Auflauf


Rezept für Grießauflauf mit Quark und Äpfeln


Nachtisch für ca. 4 Personen

Zutaten
2 ganze Bio-Eier
1 Eiweiß
1 Prise Salz
2 EL Zucker
1 TL Bourbon-Vanillezucker
250g Quark, Vollfettstufe (Magerquark schmeckt mir nicht)
1 EL Schmand
1 EL Zitronensaft
2 EL Weichweizengrieß
2 Bio-Äpfel
etwas brauner Zucker
außerdem: Puderzucker zum Bestreuen
Quiche- oder Auflaufform

Zubereitung
Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Eier trennen. Die 3 Eiweiße mit einem Handmixer und einer Prise Salz in einem fettfreien hohen Gefäß schaumig schlagen. Dann einen EL Zucker hinzufügen und steif schlagen.

Eigelbe mit dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel schaumig rühren. Quark, Schmand und Zitronensaft einrühren. Dann den Grieß unterrühren. Zuletzt den Eischnee mit einem Teigschaber oder Geizhalz vorsichtig unterheben.

Die Äpfel waschen und entkernen. Ich schäle sie nicht, kann man aber machen, wenn einen die Schale stört. Äpfel in Spalten schneiden und in der Form verteilen. Ich nehme meine geliebte Quicheform. Fluffigen Teig darüber verteilen und etwas braunen Zucker darüber verstreuen.

Im Ofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 30-35 Minuten backen. Nach dem Backen etwas abkühlen lassen.

Noch schön lauwarm mit Puderzucker bestreut servieren. Süß und fluffig.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig

Es gibt viele schöne Apfelrezepte. Ich liebe Apfeltaschen in jeder Form. Hier ist eine Variante mit Quark-Öl-Teig - schnell zusammengerührt und voller Geschmack.

Quark-Öl-Teig für die Apfeltaschen


Quark-Öl-Teig ist wie eine Mischung aus Mürbeteig und Hefeteig, der relativ schnell hergestellt ist. Wenn man den Zucker weglässt, kann man denen Teig auch für herzhafte Taschen verwenden. Ich esse Apfeltaschen auch gerne mit Blätterteig aus der Kühlung. Zwar habe ich den Kandidaten bei meiner britischen Lieblings-Back-TV-Sendung The Great British Bake-Off (auf BBC2) oft zugesehen, wie sie sich mit Blätterteig abgemüht haben, habe aber selber noch nicht die Zeit und Mühe investiert, selbst Blätterteig zu zaubern. Irgendwann vielleicht mal. Fertig-Blätterteig ist eine schnelle Option - mit Quark-Öl-Teig werden in meiner Apfeltaschen aber auch regelmäßig gemacht. Sie sind knusprig und wunderbar krümelig.




Rezept für Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig


Ergibt ca. 10 bis 12 kleine Apfeltaschen
Wie viel Zeit sollte ich einplanen? ca. 1 Stunde inkl. 30 Minuten Ruhezeit

Zutaten
Für den Quark-Öl-Teig:
75g Magerquark, abgetropft
50g weiche Butter
50ml neutrales Pfanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
5 EL Vollmilch
3 EL Zucker
1 Prise Meersalz
250g Mehl
1/2 TL Backpulver
Für die Füllung:
1 großer Apfel - ich nehme Golden Delicious
1 - 2 EL Zucker - ich nehme braunen Zucker
ca. 2 EL Wasser
Zimt, nach Geschmack
eine Msp. Vanillemark
evtl. andere Gewürze (z.B. Bratapfelgewürz, Pumpkin Pie Spice Blend)
evtl. Zitronensaft
zum Bestreichen: etwas Milch oder ein kleines Ei
zum Garnieren: Puderzucker oder ein Zuckerguss
außerdem: ein Backblech, mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung
Für den Quark-Öl-Teig Quark mit Butter, Ol, Milch, Zucker und Salz mit dem Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine verrühren. Mehl und Backpulver einsieben und verrühren bis eine Konsistenz wie nasser Sand entsteht. Danach mit den Händen am Schüsselrand zusammendrücken. Dann auf eine leicht bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten bis ein glatter und geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig in Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit Wasser, Zucker, Zimt, Vanille und Zitronensaft für einige Minuten dünsten und somit vorgaren. Dann in einer Schüssel etwas abkühlen lassen.

Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Nach der Ruhezeit den Teig einige Millimeter dick ausrollen. Wenn der Teig zu dünn ist, reißt er schnell und die Füllung quillt raus. Mit einem Glas oder passendem Ausstecher (10cm Ø) ausstechen und auf das Backblech geben.

Ränder mit Milch oder Ei als Kleber bepinseln. Ungefähr ein TL von der etwas abgetropften Füllung in die Mitte eines runden Teiglings geben und zu einer Tasche zusammenfalten. Erst mit den Fingern am Rand andrücken, dann mit den Zacken einer Kuchengabel versiegeln. Die fertigen Apfeltäschchen mit Milch oder Ei bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Nach der Backzeit die Apfeltaschen etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker oder erprobtem Zuckerguss (mir persönlich zu süß) garnieren und am besten noch warm servieren. Lecker!




Tipp: Wer lieber Blätterteig verwenden will, sollte den Backofen auf mind. 200°C vorheizen und die Blätterteigtaschen nach spätestens 15 Minuten kontrollieren.

Mittwoch, 11. September 2013

Pflaumen Claufoutis: Französischer Nachtisch zwischen Auflauf und Kuchen

Die Pflaumensaison muss man ausnutzen. Letzte Woche habe ich euch meinen Pflaumen Crumble vorgestellt - diese Woche ist Pflaumen Clafoutis dran: ein französischer Nachspeisen-Klassiker. Die erste Clafoutis, die ich vor Jahren probiert habe, war eine Schokoladenclafoutis und ich war von der Konsistenz begeistert.

Die Clafoutis, die Clafoutis


Die Clafoutis ist in Frankreich ein sehr beliebter Nachtisch und es gibt sie in vielen Varianten. Man serviert sie noch warm, mit Puderzucker bestäubt und evtl. dazu noch Vanilleeis. Die Clafoutis ist ein Hybrid aus Auflauf und Kuchen. Der Teig ist fast so flüssig wie ein Crêpeteig, wird aber im Ofen wunderbar fest und fluffig. Hier ist meine Version mit Pflaumen - ein leckerer und schneller Nachtisch.




Rezept für Clafoutis mit Pflaumen

Rezept für ca. 6 Portionen
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Zutaten:
750g frische, feste Pflaumen
3 Bio-Eier
75g Zucker - ich nehme Roh-Rohrzucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
1 Becher (200ml) Sahne
50ml Vollmilch
45g Mehl - ich nehme Dinkelmehl Typ 630
Backform: Auflaufform (20 x 30cm) oder eine hohe runde Form - ich nehme eine Quicheform
außerdem: 1/2 EL Butter und 1 EL Zucker zum Auskleiden der Form, Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Zuerst den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Mit der Haut nach unten in die gebutterte und gezuckerte Backform geben.

Eier mit Salz, Zucker und Vanillezucker mit einem Mixer schaumig schlagen, bis die Mischung eine hellgelbe Farbe angenommen hat. Dann Milch und Sahne hinzugießen und nochmals durchmixen. Zum Schluss das Mehl hineinsieben und unterrühren.

Den sehr flüssigen Teig vorsichtig in die vorbereitete Form mit den Pflaumen gießen. Im Backofen auf mittlerer Schiene bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.

Die Clafoutis noch warm mit Puderzucker servieren. Wenn die Clafoutis kalt wird fällt sie in sich zusammen, da keine Backtriebmittel im Teig sind und der Teig allein durch die Eier hochgeht. Darum nach dem Backen rasch servieren. Bon appétit !

Mittwoch, 4. September 2013

Pflaumen Crumble - das Beste vom Streuselkuchen

Im Altweibersommer ist Pflaumen- und Zwetschgenzeit. Mein Pflaumen-Crumble-Rezept schmeckt wunderbar im Spätsommer und wenn es langsam etwas kälter wird. Die Pflaumen kann man auch gegen jede beliebige Frucht austauschen - Bananen und Birnen kann ich aber eher nicht empfehlen.

Der Crumble - ein französisch-deutsch-britisches Rezept indeed


Ein Crumble ist eine wunderbare Erfindung: schnell und einfach und soo lecker. Ich habe dieses Rezept zum ersten Mal in Schottland gegessen. In meiner WG in Edinburgh war dies unser Standardnachtisch und ist super bei unseren größtenteils französischen Gästen angekommen und auch die Schotten waren begeistert. Crumble ist in Großbritannien sehr beliebt. Das Rezept hatte mein damaliger französischer Mitbewohner auf Französisch irgendwo aus den Tiefen des Internets und ich habe es mir abgeschrieben. Der Crumble aux prunes natürlich durch meinen deutschen Einfluss entstanden, weil ich sehr gerne Pflaumen essen. Well then, tuck in and enjoy the plum crumble!




Rezept für Pflaumen Crumble

für 4 bis 6 Portionen (je nach Hunger)
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten (mit Backzeit und Saubermachen)

Zutaten:
ca. 1kg schöne, reife Pflaumen
150g Mehl - ich nehme Dinkelmehl
150g braunen Zucker - ich nehme Roh-Rohrzucker
125g Butter
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
eine Prise Salz
Zimt & Zucker (nach Geschmack), gemischt
Form: eckige Auflaufform oder Quicheform

Zubereitung:
Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Die Pflaumen in der Auflauf- oder Quicheform verteilen bis der Boden bedeckt ist. Mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen - wenn die Pflaumen saurer sind, kann man etwas mehr verwenden.

Mehl, Zucker, V-Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Butter sollte kalt, aber nicht zu hart sein. Butter in Würfel schneiden und zu den trockenen Zutaten geben. Mit einer Gabel, einem Holzlöffel mit Loch, den Knethaken eines Handmixers oder den Finger einarbeiten, bis krümelige Streusel entstehen. Wenn man den Crumble zu lange mit den Händen bearbeitet, wird die Butter weich und die Streusel werden nicht so schön. Deshalb greif ich lieber zu Gabel oder Holzlöffel.

Die Streusel über den vorbereiteten Pflaumen verteilen und im Backofen ca. 25-30 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze backen. Die Streusel sollen schön gebräunt sein und die Pflaumen ihren Saft abgegeben haben.

Man serviert den Crumble warm mit Schlagsahne, gutem Vanilleeis oder custard (britische Vanillesauce, Rezept für meine schnelle Vanillesauce hier). Ich esse den Crumble am liebsten pur. Der Crumble ist ein schöner Nachtisch für kalte Tage (toll nach einer Suppe oder einem Curry) und exzellent für die Kaffetafel geeignet. Ich esse eventuelle Reste auch lauwarm zum Frühstück. Enjoy!


Wie sang schon Adele: When the sky falls, then eat crumbles...

Mittwoch, 17. Juli 2013

Buchteln mit selbstgemachter Vanillesauce - klassischer Germteig nach Familienrezept

Das folgende Rezept für Buchteln oder Germknödel ist von meiner Oma. Meine Oma ist genau wie mein Vater ein großes Vorbild für mich in der Küche. Sie ist ohne präzise elektronische Waagen und Messbecher aufgewachsen. Sie vertraut mit wenig Geduld lieber auf ihr Augenmaß und ihren untrüglichen Instinkt für die richtige Konsistenz des Teiges. Ich bin da anders. Beim Backen halte ich mich sklavisch genau an die Mengenangaben, auch bei Rezepten meiner Oma. Dank meiner Oma weiß ich aber, wie sich der Teig anfühlen und verhalten soll, damit das Rezept gelingt.

Germteig und keine Sauce aus der Tüte


Buchteln sind eine Süßspeisenspezialität, die in Süddeutschland, Österreich und Böhmen sehr beliebt ist. Dort wird Hefeteig auch Germteig genannt. Für die Buchteln stelle ich einen mit Fett, Milch und Ei angereicherten Hefeteig her. Meine Oma nimmt Vanillepuddingpulver für ihre Vanillesauce. Ich versuche auf Fertiggerichte aus der Tüte aufgrund von Preis, schädlichen Geschmacksverstärkern, zu viel Zucker und Salz, künstlichen und natürlichen Aromen sowie Farbstoffen zu verzichten. Das Rezept für die Vanillesauce habe ich durch Experimentieren herausgefunden. Vielleicht ist das Sößchen für manche Leute zu hell, da ich kein Ei benutze. Wer will, kann dem durch eine Messerspitze Kurkumapulver (Gelbwurz) Abhilfe verschaffen. Ich verwende Kurkuma lieber für meine Currykreationen und Dhals und nicht für Süßspeisen oder Mayonnaise. Buchteln mit Vanillesauce ist auf jeden Fall ein leckeres und sehr sättigendes Gericht für die Tage, an denen einem nach etwas Süßem ist. Man muss nur etwas Zeit einplanen, da der Teig zweimal gehen muss.




Rezept für Buchteln mit selbstgemachter Vanillesauce


Rezept für 3 bis 4 Personen, ergibt ca. 12 Buchteln
Zubereitungszeit: mit Geh- und Backzeit ca. 2 Stunden

Zutaten:
Für den Germteig:
250ml Milch
75g Butter
500g Mehl - ich nehme immer Bio-Dinkelmehl Typ 630, Weizenmehl geht auch
1/2 Würfel Hefe (21g) oder notfalls 1 Päckchen Trockenhefe
50g Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker - bitte kein Vanillinzucker
1 Ei
eine Prise Salz
zum Einfetten und Bepinseln: 50g Butter, geschmolzen
außerdem: eine Auflaufform (mind. 20x30cm, eher größer)
Zum Servieren: Puderzucker
Für die Vanillesauce (eifrei): 
500ml Milch
30g Zucker
1 kleine Bio-Vanilleschote oder notfalls 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker - bitte kein Vanillinzucker
eine Prise Salz
ca. 20g Speisestärke
ca. 100ml Sahne

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

1. Schritt: Germteig vorbereiten und gehen lassen
Milch mit Butter solange vorsichtig erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.

Mehl in eine Rührschüssel sieben, Hefe hineinbröckeln, Zucker, V-Zucker und Salz hinzugeben und vermengen. Milch-Butter-Mischung und Ei hinzufügen und mit einer Küchenmaschinen für ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (meine Oma nimmt hierzu einen Holzlöffel).

Den Germteig mit der Hand noch einmal durchkneten, zu einem Ballen formen und zugedeckt an einem warmen, zugfreien Ort ca. 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen fast verdoppelt hat.

2. Schritt: Buchteln formen und nochmals gehen lassen
Die Auflaufform mit etwas von der geschmolzenen Butter einfetten.

Den Teig in der Schüssel  mit der Faust etwas niedermachen, aus der Schüssel herausnehmen und nochmals mit den Händen durchkneten. Zu einem Strang formen und mit einem scharfen Messer oder Teigspachtel in 12 gleiche Teile teilen und zu Bällchen formen. Die Bällchen in die Auflaufform geben, mit der restlichen Butter bepinseln und zugedeckt nochmals ca. 15 bis 30 Minuten gehen lassen, bis die Buchteln schön aufgegangen sind.


Die Buchteln müssen ein zweites Mal gehen - in
der Auflaufform sollte in allen Richtungen
genug Platz sein, da die Buchteln im Ofen
noch weiter aufgehen


3. Schritt: Buchteln backen
Die Buchteln im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heißluft für etwa 25 Minuten backen, bis sie schön goldbraun gebacken sind.

4. Schritt: Vanillesauce
Während die Buchteln backen, kann man sich der Vanillesauce zuwenden. Speisestärke mit etwas kalter Milch glattrühren. Die restliche Milch mit dem herausgekratzen Vanillemark, der ausgeweideten Vanilleschote, dem Zucker und dem Salz aufkochen lassen. Die verrührte Speisestärke kommt nun hinzu, unter Rühren solange köcheln lassen, bis die Sauce andickt. Dann vom Herd nehmen und die Vanilleschote herausfischen.

Unter Umständen kann die Sauce trotzdem noch zu flüssig sein, in dem Fall noch einen TL Speisestärke hinzugeben und nochmal aufkochen lassen. Jetzt probieren und evtl. nachsüßen - mir persönlich reicht der Zuckergehalt hier. Zum Schluss noch etwas flüssige Sahne hinzugießen, je nach gewünschtem Flüssigkeitsgrad. In meiner Familie haben wir gerne viel Sauce.

5. Schritt: Genießen
Die Buchteln mit Puderzucker bestäuben und noch warm mit der Vanillesauce servieren. Die Buchteln schmecken auch kalt.

Tipp: Wers fruchtig macht kann in die Buchteln jeweils 1 TL Pflaumenmus vor dem Backen füllen