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Sonntag, 11. August 2024

Lemonies: Zitronen-Blondies

Kennt ihr das auch? Manchmal hat man einfach Lust auf etwas Frisches und Leichtes. Dann sind Lemonies genau das Richtige! Direkt zum Rezept für Lemonies springen. 


Lemonies von Küchenelfe sind Zitronenbrownies

Ist euch eher nach Schokolade? Dann probiert Nigellas Notfallbrownies. Sonst lest weiter. Lemonies sind wie Brownies, nur ohne Schokolade – hier nicht Blondies mit Vanille - sondern mit Zitrone. Da ich für dieses Rezept den Abrieb verwende, achte ich auf Bio-Qualität. Wenn das Leben dir Bio-Zitronen gibt, mach Lemonies draus.

Steht dir der Sinn nach Zitrone? Mein Zitronentart-Rezept ist ähnlich erfrischend, nur etwas aufwendiger: Zum Rezept für Zitronentarte

Lemonies sind ein bisschen schneller fertig. Diese Lemonies sind wunderbar fluffig. Meine Empfehlung für die fluffige Textur: Die trockenen Zutaten für die Zitronen-Blondies nicht zu lange oder heftig unter die flüssigen Zutaten rühren. Hier ist mein Rezept.


Rezept für Lemonies


Stapel Lemonies neben Zitronen, das es zitronige Blondies sind

Zubereitungszeit: 20 Minuten

Backzeit: ca. 22-25 Minuten

Portionen: ergibt 9 Lemonies

Zutaten:

Für den Lemonie-Teig:
  • 250g geschmolzene Butter
  • Saft von 2 Bio-Zitronen minus 2 EL für den Guss aufbewahren
  • 1 gehäufter EL Zitronenabrieb von Bio-Zitronen
  • 3 große Bio-Eier
  • 200g Zucker
  • 360g Bio-Dinkelmehl (nehmt Weizenmehl, wenn ihr das vertragt)
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Vanilleextrakt oder 1/2 Päckchen Bourbon-Vanillezucker (bitte kein Vanillin)
  • 1 gute Prise Meersalz
Für den Zitronenguss:
  • 100g Puderzucker, gesiebt 
  • 2 EL Zitronensaft
  • restlicher Zitronenabrieb
Außerdem (Equipment):
  • Brownie-Backform (Empfehlung: Zenker, ca. 26x27cm) oder Auflaufform, gebuttert und mit Backpapier ausgekleidet
  • Empfehlung: Microplane für Zitronenabrieb

Zubereitung:

  1. Butter schmelzen und auskühlen lassen.
  2. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
  3. Mit den Butterresten aus dem Topf die Ofenform ausfetten mit Backpapier einkleiden und das Papier mit noch etwas Butter bepinseln.
  4. Eier mit Zucker schaumig rühren, bis die Masse cremefarben ist. Das geht mit dem Handmixer oder noch besser mit einer Küchenmaschine mit Rührbesen am schnellsten. Es sei denn, ihr braucht ein Arm-Work-Out.
  5. Dinkelmehl mit Backpulver und Salz vermengen.
  6. In die schaumige Mischung die Butter, die Vanille, die trockenen Zutaten, Zitronensaft sowie -abrieb kurz einrühren. Nicht zu lange rühren.
  7. Teig in die gefettete Auflaufform geben.
  8. Backen: Bei 180°C nach ca. 22 Minuten an der höchsten Stelle testen, ob durchgebacken (jeder Ofen ist anders). Gebt den zitronigen Blondies bis zu 25 Minuten. 
  9. In der Zwischenzeit den gesiebten Puderzucker nach und nach bis zu 2 EL Zitronensaft gießen und zu einen zähflüssigen Guss verrühren.
  10. Lemonies ca. 10 Minuten auskühlen lassen. Dann mit dem Guss bedecken und mit dem restlichen Zitronenabrieb bestreuen.

Tipps: 

  • Mit der Microplane ist der Zitronenabrieb am ergiebigsten. Hierbei darauf achten, dass ihr nicht das weiße Innere der Zitrone mit abreibt.
  • Für fluffige Lemonies die trockenen Zutaten kurz und sanft unter die flüssigen Zutaten rühren.



Schaut hier bei mir vorbei:


Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Sonntag, 21. Mai 2023

Video: Million Dollar Spaghetti – Rezept für cremige Alfredosauce

Ich habe das Rezept für Million Dollar Spaghetti ausprobiert. Ein sehr amerikanischer Auflauf mit Spaghetti, Alfredosauce, Bolognese und viel Käse, das bei TikTok umging. Hier ist meine Version im Video mit einer lecker cremigen Alfredosauce, die es ja in Deutschland nicht überall zu kaufen gibt.

Million Dollar Spaghetti auf dem Teller von Küchenelfe

Rezept Alfredosauce

für 1 Auflaufform (füttert 2-4 Leute)

Zutaten:
1 EL Butter
2 Knoblauchzehen in Knoblauchpresse zerkleinert
1 EL Dinkelmehl
150ml Milch
100ml Sahne
1 EL Frischkäse
Salz & Pfeffer
Mu
skat
etwas Parmesan (ca. 2 EL)
ggf. etwas Pastawasser

Zubereitung:

1. Butter mit zerkleinertem Knoblauch schmelzen. Mehl hinzugebe und etwas garen.

2. Milch mit Sahne angießen und glattrühren. Frischkäse einrühren.

3. Würzen mit Salz & Pfeffer, Muskat und etwas Parmesan.

4. Falls nötig, Pastawasser hinzufügen, wenn die Alfredosauce zu dick ist.

5. Mit Pasta servieren oder weiterverarbeiten (siehe unten).

Alfredo ist, auch wenn etwas fettig, eine leckere Pastasauce. Sie passt zu gebratenem Hähnchen, Brokkoli, pur zur Pasta oder eben zu dieser TikTok-Spaghetti-Kombi, die auch Million Dollar Spaghetti genannt wird. Hier ist mein Kurzvideo von diesem Essperiment aus meiner Küche.



Rezept Million Dollar Pasta 

1. Bolognese nach eigenem Hausrezept zubereiten.

2. Spaghetti (oder andere Pastasorte) nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen und Ofen auf 180°C vorheizen.

3. Käse reiben. Ich nehme Mozzarella (ca. 200g) und etwas Parmesan (Flocken im Video).

3. Alfredosauce vorbereiten (Rezept oben) und Pasta hinzufügen. Ab in die Auflaufform mit beidem.

4. Bolognese drübergeben und Käse darauf verteilen.

5. Im Ofen bei 180°C ca. 15-20 Minuten goldbraun backen und servieren.

Der Auflauf ist cremig und schön käsig. Spaghetti ist für mich nicht die ideale Nudelform für einen Auflauf, deshalb werde ich das beim nächsten mal mit einer anderen Pastasorte probieren. Probierts mal aus, falls ihr es noch nicht kennt.

Schaut auf den anderen Social Media Plattformen bei mir vorbei:

Reel auf Instagram: https://www.instagram.com/p/CsgzXpERq-x/ 

TikTok: https://www.tiktok.com/@kuechenelfe/video/7235690494775381275

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Samstag, 28. Februar 2015

Minimuffins wie Zimtdonuts

Ich habe mir bei Aldi eine neue Minimuffinform zugelegt, die ich sogleich testen musste. Da ich nicht nur in der Karnevals-/Faschingszeit auf Berliner bzw. Krapfen bzw. Pfannkuchen und auch Donuts esse, fand ich dieses Rezept sehr schön, um mit Teigmenge und Backzeit für diese Form zu experimentieren.

Ich esse für mein Leben gerne frittiertes Gut, frittiere aber selbst überhaupt nicht gerne (vielleicht weil ich in einer Großküche aufgewachsen bin). Dieses Rezept kommt ohne Fritteuse oder Hefe aus, der Geschmack ist ähnlich.

Hier nun mein Rezept für Minizimtdonutmuffin - keine Angst ich komme jetzt nicht mit so einem Hybridnamen daher. Sie sind klein, lecker, fluffig und mit zwei Bissen im Mund verschwunden.

Minimuffins Zimt Rezept


Rezept für Minimuffins


Für 24 Minimuffins

Zutaten:
Trockene Zutaten:
210g Mehl (ich nehme wie immer Dinkelmehl)
1 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 Prise Meersalz
1 Msp. Muskatnuss, gerieben
1/2 TL Zimt
Feuchte Zutaten:
150g Zucker
1 Bio-Ei
75ml neutrales Öl (ich nehme Bio-Sonnenblumenöl)
180ml Milch
Zum Wenden nach dem Backen:
ca. 150g Butter, geschmolzen
100g Zucker
1 gestrichener TL Zimt

Zubereitung:
Zunächst den Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann die Muffinform gut ausfetten. Ich verwende hierzu etwas von der Butter, in der ich nach dem Backen die Muffins wende. Man kann aber etwas neutrales Pflanzenöl verwenden. Wer mit einer Silikonbackform arbeitet, der muss eigentlich die Form nur einfetten, wenn er sie zuvor in die Spülmaschine gesteckt hat. Ich empfehle aber auch hier zumindest den Boden gut einzufetten

Muffins gelingen am besten, wenn man die trockenen und feuchten Zutaten erst getrennt und dann erst zusammen vermischt, wobei man nicht zu lange rühren darf. Dadurch werden die Muffins luftiger.

Also Mehl mit Backpulver und Natron in eine Schüssel sieben und Gewürze hineinrühren. Die feuchten Zutaten und dazu den Zucker verrühre ich gründlich mit einem Handrührgerät. Dann gebe ich die Mehlmischung hinzu und rühre mit einem Löffel mit Loch oder einem Teigschaber nur so lange, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind (deshalb siebe ich Mehl und Backtriebmittel vorher). 

Der Teig ist sehr flüssig, deshalb fülle ich ihn mit meinem Eisportionierer (den habe ich nur deshalb gekauft) in die vorbereiteten Muffinformen. Ich fülle sie bis knapp unter den Rand (generell sagt man, dass so bis 2/3 der Mulde befüllt sein sollen).

Die Minimuffins kommen in den vorgeheizten Ofen und werden bei 175°C Unter-/Oberhitze auf mittlere Schiene und werden für ca. 20 Minuten golbbraun gebacken. Ich mache hier dann gerne die Stäbchenprobe, ob sie auch im Inneren gar sind.

Währenddessen die Butter schmelzen und Zimt und Zucker vermengen. Die noch heißen Muffins aus der Form holen und mit der flüssigen Butter benetzen. Schließlich in der Zimtzuckermischung wälzen und auf einer Platte servieren.

Samstag, 13. Dezember 2014

Zimtschnecken mit Dinkelmehl: Zwischen Cinnamon Rolls und Kanelbullar

Weihnachtszeit ist Zimtzeit. Was passt da nicht besser als eine Ladung leckerer Zimtschnecken?! Zimtschnecken sind mir erst durch Laura Vitale's amerkanisches Rezept ein Begriff geworden, bevor ich dann die schwedische Version bei IKEA verkostet habe. Hier gibt es meine Version des Klassikers.

Die amerikanische Version der Cinnamon Rolls enthält viel zu viel Zucker für mich, deshalb ist die Menge in meiner Version schon reduziert, jedoch habe ich den leichten Zuckerguss geklaut.

Der Kardamom ist in der schwedischen Version Kanelbullar eine essentielle Zutat, kann aber auch weggelassen werden.

Ich füge der Zimt-Zucker-Mischung vor dem Verteilen auf dem gebutterten Hefeteig etwas chinesisches Fünf-Gewürze-Pulver hinzu - für mehr Geschmackstiefe und um die penetrante Süße des Zimts zu nehmen.Wer diese Gewürzmischung aus Zimt, Fenchelsamen, Sternanis, schwarzem Pfeffer und Nelken nicht hat oder dem das zu exotisch ist, kann auch die weglassen.

Egal ob Zimtschnecken, Cinnamon Rolls oder Kanelbullar genannt, sie sind ein leckeres Gebäck (nicht nur für die Weihnachtszeit), das man mal probiert haben sollte.

Zimtschnecken Cinnamon Rolls auf Deutsch Kanalbullar


Rezept für Zimtschnecken


Rezept für 24 Zimtschnecken

Zutaten:
Für den Teig:
40g Butter
125ml Bio-Milch
15g frische Hefe
40g Zucker
1 gute Prise Salz
1 Msp. Kardamom, gemahlen (optional)
270g Dinkelmehl
Für die Füllung:
75g weiche Butter
50g Zucker
50g brauner Zucker
1 gestrichener EL Zimt
1 Msp. Fünf-Gewürze-Pulver (optional)
Zum Bepinseln:
1 Bio-Ei
1 TL Bio-Milch
Für den Zuckerguss:
2 EL Puderzucker
ca. 1 TL Zitronensaft

Zubereitung:
Butter in Milch bei mittlerer Hitze zerlassen und Zucker und Salz hinzufügen. Mehl in eine Schüssel sieben, Kardamom hinzufügen und Hefe hineinbröckeln. Die flüssigen Zutaten hinzufügen und zusammenkneten. 30 Minuten zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.

Teig mit der Hand durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen auf ein Rechteck von 40x30cm. Weiche Butter mit einem Pinsel oder Löffel darauf verstreichen und die Mischung aus Zucker, braunem Rohrzucker, Zimt und Fünf-Gewürze-Pulver gleichmäßig über die Fläche streuen.

Teigplatte von der Längsseite her fest aufrollen und mit Teigrad oder Pizzaschneider oder scharfem Messer in Zimtrollen scheiden, dabei die Rolle erst halbieren, dann nochmal, dann nochmal und dann in 3 Teile Teilen, so dass 24 Zimtrollen entstehen. Mit der Schnittfläche nach unten in eine gebutterte Auflaufform geben. Erneut 30 Minuten gehen lassen, dabei mit einem Handtuch bedecken.

In der Zwischenzeit den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und die Milch mit dem Ei verquirlen. Nach der Gehzeit die Zimtschnecken mit der Eiermilch bepinseln und im Ofen für ca. nur 12-15 Minuten (je nach Ofen) backen. Bei mir waren sie nach 13 Minuten fertig und haben die neue Küchenelfen-Wohnung mit einem wunderbaren Duft erfüllt.

Die fertigen Zimtschnecken in der Form voneinander trennen und etwas abkühlen lassen. Den Zuckerguss aus Puderzucker und etwas Zitronensaft zusammenrühren und über die Zimtschnecken träufeln. Fertig sind die Zimtschnecken nach Küchenelfen-Art, mit leicht schwedischen und leicht amerikanischem Touch.

Zimtschnecken halten sich in einer luftdichten Plastikbox einige Tage.

Sonntag, 20. April 2014

Dinkelhefezopf - duftend und fluffig

Was wären Frühstückstisch und Kaffeetafel zu Ostern ohne einen leckeren Hefezopf? Auch ich habe mich dieses Jahr an zum ersten Mal an einem Hefezopf versucht. Letztes Jahr ist leider die Ofenscheibe um die Osterzeit zersprungen und hat meinen österlichen Backplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Rezept für meinen Hefezopf eignet sich hervorragend jeden Frühstückstisch und jede Kaffeetafel im Frühling. Man muss nur etwas Zeit investieren. Direkt zu meinemm Rezept springen.

Ich mache meinen Hefetopf natürlich wie meistens mit Dinkelmehl und flechte ihn aus Briocheteig. Für diese franzözische Variante des angereichterten Hefeteiges (vgl. hierfür meine Buchteln mit Vanillesauce) wird ein Vorteig hergestellt, der erstmal gehen muss. Dann wird er mit den restlichen Zutaten verrührt und zuletzt werden langsam erst die Milch und zuletzt die Butter untergeknetet. Der Teig muss erneut gehen und wird danach in Form gebracht. Durch diese Mühen ist der Briocheteig wunderbar geschmeidig und sollte überhaupt nicht kleben. Der Zopf muss dann mit Ei bepinseln erneut gehen, bevor vollends bepinselt in den Ofen wandert. Der Duft wandert durchs ganze Haus. Er schmeckt wunderbar mit viel Rohmilchbutter und Marmelade oder Schokocrème oder Schinken/Leberwurst/Lachs, etc.

Man kann den Teig natürlich auch ungeflochten in einer Kastenform backen. Aus eventuellen Resten lassen sich wunderbar Grilled Cheese Sandwiches und French Toast Deluxe zaubern. Zu lecker!


Rezept für Dinkelhefezopf aus Briocheteig


Hefezopf aus Dinkelmehl

Zubereitungszeit: Vorbereitung mit Gehzeit: ca. 100 Minuten

Backzeit: Backzeit: ca. 25 Minuten

Rezept für einen großen oder zwei kleine Hefezöpfe

Zutaten:

Für den Vorteig:
  • 100g Bio-Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 EL Zucker
  • 30 frische Hef
  • 125ml warme Bio-Frischmilch
Für den restlichen Briocheteig:
  • 400g Bio-Dinkelmehl (Typ 1050, alternativ: Typ 630)
  • 80g Zucker (minus 1EL für Vorteig)
  • 2TL Bourbonvanillezucker (kein Vanillinzucker, bitte!)
  • 2 Bio-Eier
  • 1 gestrichener TL Salz (nicht jodiert!)
  • etwas Zitronenabrieb (optional)
  • 125ml  leicht warme Bio-Frischmilch
  • 100g weiche Butter
Zum Bestreichen:
  • 1 verquirltes Bio-Ei
  • optional: Hagelzucker

Zubereitung:

  1. Zutaten für Vorteig verkneten und zugedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen. Der Vorteig muss ein Knistern hören lassen, bevor man ihn weiter verarbeitet. Die Milch darf dafür nicht zu kalt oder gar zu heiß sein, sonst wird die Hefe nicht aktiviert bzw. gekillt.

  2. Das Mehl mit Zucker, V-Zucker, Salz, Eiern und Zitronenabrieb mit dem Vorteig in eine Küchenmaschinen geben und mit dem Knethaken zusammenkneten. Dann die restliche Milch hinzugeben und ca. 5 Minuten durchkneten lassen. Ich empfehle hierzu eine Bosch Küchenmaschine oder eine KitchenAid, mit einem Handmixer mit Knethaken laufen Motor und Armmuskeln zu heiß. Zum Schluss die Butter unterkneten und 5 Minuten weiterkneten lassen bis sich der Teig von alleine vom Rand der Schüssel löst. Den angereicherten Hefeteig abgedeckt für ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

  3. Jetzt den Ofen auf 180°C Unter-/Oberhitze vorheizen. Den geschmeidigen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals per Hand durchkneten. Zu 3 oder 6 gleichmäßigen Strängen rollen und zu einem Zopf flechten - dabei die Enden unter dem Zopf verschwinden lassen. Ich habe ihn mit 6 Strängen geflochten und dabei immer den äußersten Strang über drei innere gelegt (6 über 5, 4 und 3; 1 über 2, 3 und 4). Fischgrätzopf ist leider technisch hier nicht möglich.

  4. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech hieven und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit etwas Honig in das restliche verquirlte Ei einrühren. Den Dinkelhefezopf nach der letzten Gehzeit mit dem Ei einpinseln und bei 180°C Unter-/ Oberhitze für ca. 25 Minuten goldbraun backen. 

  5. Auf dem Backblech etwas auskühlen lassen. Und das fluffige Prachtexemplar genießen.

Dinkelhefezopf Innenleben

















Dinkelhefeteig ist etwas trockener – passt also gut auf, dass der fluffige Laib vom Zopf nicht austrocknet.

Tipp: Den Briocheteig kann man auch, wie eingangs erwähnt, in eine bebutterte und bemehlte oder bebackpapierte Kastenform füllen. Für ca. 35-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C Unter-/Oberhitze goldbraun backen, leicht auskühlen lassen und herausstürzen. Das Bild zeigt die Krumenstrukturanalyse der Kastenformversion ohne Eierbepinselung nach meinem Test mit der KitchenAid.


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Freitag, 28. Februar 2014

Naanbrot aus Dinkelmehl: Indisches Fladenbrot

Naanbrot ist ein Fladenbrot aus Indien, dass hervorragend zu allen Currygerichten, Dhals, Suppen und Eintöpfen passt, weil man damit wunderbar tunken und den Teller reinigen kann. Normalerweise wird Naan im Tandooriofen gebacken, aber zu Hause tut es auch ein sehr heißer Ofen. Auch in deutschen Supermärkten ist Naan erhältlich - allerdings mit Weizenmehl. Da ich am liebsten mit weniger genbelastetem Dinkelmehl backe, stelle ich diese Variante vor. Ich serviere Naan gerne zu meinem Chicken Tikka Masala Rezept und mit einer Jogurt-Raita. Der Teig ist ein angereicherter Hefeteig, der optional noch mit Knoblauch und Korianderkraut geschmacklich verfeinert werden kann. Ein leckeres fluffiges Fladenbrot. Enjoy!




Rezept für Naanbrot aus Dinkelmehl

Rezept für 12 kleine indische Fladenbrote

Zutaten:
325ml lauwarme Milch
2 EL Zucker
1 Würfel Hefe (ca. 42g) oder 2 Päckchen Trockenhefe
1kg Bio-Dinkelmehl, Typ 630
1 EL Backpulver
1 1/2 TL Meersalz, nicht jodiert
325g griechischer Jogurt (10% Fett)
3 Eier
außerdem:
3 EL geschmolzene Butter
optional: gehackter Knoblauch und gehacktes Korianderkraut zum Unterkneten (hab ich weggelassen)

Zubereitung:
Hefe in lauwarme Milch mit Zucker bröseln, zudecken und ca. 10 Minuten aktivieren lassen bis die Masse aufschäumt.

In der Zwischenzeit Mehl und Backpulver in eine große Schüssel sieben und Salz darüber streuen. Jogurt und Eier verquirlen und hinzufügen. Jetzt die Hefemischung einrühren. Mit der Hand ca. 10-15 Minuten oder mit einer Küchenmaschine ca. 5 Minuten zu einem geschmeidigem Teig verkneten. Den Teig abgedeckt in einer Schüssel ca. 1 Stunde gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt.

Den Ofen auf die höchstmögliche Stufe (bei 250°C) Unter-/Oberhitze vorheizen. Wer einen Pizzastein hat, kann damit den Tandooriofen, einen Lehmofen, imitieren. Ich heize das mit Backpapier ausgekleidete Backblech mit vor.

Den Teig nach dem Gehen nochmals durchkneten. Optional Koriander und Knoblauch drunter kneten. Teig in 12 gleich große Teile scheiden und zu dünnen ovalen Fladen ausrollen. Die Fladen mit Butter bepinseln.


Naanbrot vor dem Backen

Jeweils 4 Naan auf das vorgeheizte Backblech geben und auf volle Pulle bei Unter-/Oberhitze in 3 Fuhren für ungefähr 6 Minuten backen bis das Brot aufgegangen und leicht braun ist. Das Naan lauwarm servieren.


Naanbrot: Krumenstrukturanalyse à la The Great British Bake Off

Tipp: Aus übrig gebliebenem Naan kann man wunderbar Naan-Pizza herstellen, die Idee kommt von Nigella. Dazu Naan aufschneiden und mit gewünschtem Belag bedecken (bei mir waren es Tomatenwürfel, italienische Kräuter, Lauchzwiebelringe und Käse). Im Ofen bei 175°C ca. 10-15 Minuten überbacken.

Naan passt gut zu (Links):

Chicken Tikka Masala
Chili sin Carne
Möhren-Ingwer-Suppe
Tomatencremesuppe
Kürbissuppe mit indischen Gewürzen

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Mittwoch, 29. Januar 2014

Käsestangen aus Blätterteig

In meiner Kindheit hat meine Mama oft diese Blätterteigkäsestangen gemacht, oft als Snack für Parties. Gekaufte Käsestangen schmecken meist viel zu salzig. Diese Käsestangen hier sind echt lecker. Gut, der Blätterteig ist gekauft - aber stundenlange Arbeit lohnt nicht für dieses Snack, der wesentlich schneller verputzt ist, als man meinen könnte. Am besten schmecken sie frisch und noch leicht warm aus dem Ofen, deshalb haben diese Käsestangen in der Nähe von meiner Familie oder meinen Freunden noch nie mehr als 24 Stunden überlebt.

Reibekäse - fertig gerieben oder selber reiben?


Zwar mag ich Käsereiben so gerne wie Zwiebelschneiden, jedoch empfehle ich den Käse der Wahl am Stück zu kaufen und selber zu reiben. In fertig geriebenem Käse ist nämlich meistens Stärke o.ä. als Trennmittel enthalten, damit der Käse nicht so sehr zusammenpappt. Ich möchte keine unnötige Stärke in meinem Käse, deshalb reibe ich ihn selber - ist auch günstiger. Den Käse erst kurz vor dem Reiben aus dem Kühlschrank nehmen, dann lässt er sich besser reiben. Für eine bessere Streufähigkeit den fertig geriebenen Käse bis zur Verwendung wieder in den Kühlschrank. Hier nun die Anleitung für meine Käsestangen.



Rezept für Käsestangen aus Blätterteig


ergibt ca. 50-60 Käsestangen (je nach Größe)

Zutaten
2 Packung rechteckiger Blätterteig aus der Kühltheke (je 300g, probiert mal Dinkelblätterteig)
200g Emmentaler am Stück (oder anderer Käse nach Wahl)
1 Bio-Ei, verquirlt
Salz & Pfeffer
etwas Kräuter der Provence, getrocknet
etwas Kümmel

Zubereitung
Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Alle vorhandenen Backbleche mit Backpapier auslegen.

Käse reiben und kühl stellen. Ei verquirlen.

Jetzt zügig arbeiten, da der Blätterteig gerne anfängt zu kleben, wenn er auf Zimmertemperatur kommt.
Blätterteig aus der Packung befreien, aufrollen und auf zwei großen Brettern auslegen. Bis an den Rand mit dem verquirlten Ei bepinseln. Etwas salzen und pfeffern.

Dann den Käse gleichmäßig über beiden Teigplatten verteilen und mit der Handfläche andrücken, damit beim Formen der Käsestangen nicht zu viel Käse entkommt. Für zusätzlich Würze ca. 1/4 der Fläche mit etwas Kümmel und 1/4 der Fläche mit den Kräutern der Provence bestreuen.

Teig mit einem Pizza- oder Teigroller in gut 2cm breite Bahnen schneiden. Die Länge ist jedem selbst überlassen, meine waren so lang wie mein Mittelfinger. Nun die Käsestange formen. Ich nehme eine Stange hoch und drehe sie an beiden Ende in die entgegengesetzte Richtung um 180° und setze sie sogleich auf das Backblech. Darf ruhig rustikal aussehen. Dabei genügend Abstand zwischen den Käsestangen lassen.

Käsestangen vor dem Backen

Käsestangen auf dem Blech im Ofen bei ca. 220°C Ober-/Unterhitze für ca. 8-10 Minuten goldbraun backen. Durch die hohe Temperatur konnte die Fettpolster den Blätterteig erst aufgehen lassen. Meine kleinen Käsestangen waren nach 8 Minuten fertig. Ich habe 4 Fuhren gebacken, dabei jedoch nur je ein Blech im Ofen gehabt. Vom Blech nehmen, etwas abkühlen lassen und dann servieren. Lecker!

Tipp: Man kann den Blätterteig nach dem Belegen auch aufrollen und aufschneiden. Nur 5 Minuten backen und man diese kleinen Käserädchen hier - auch lecker!

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Sonntag, 22. Dezember 2013

Weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung

Ich liebe Bratäpfel in der kalten Jahreszeit. Leider mag ich kein Marzipan in der Füllung und ich bin kein Fan von Rosinen. Ich finde die Kombination aus Spekulatius und Mandeln ist eine wunderbare und würzige Alternative als Füllung, auf die ich einfach durch Experimentieren gekommen bin. Bei ersten Ausprobieren des Rezeptes habe ich die Äpfel etwas zu lang im Ofen gelassen, so dass wir Bratapfel-Scheiterhaufen essen mussten. Hat auch geschmeckt, aber meiner Familie ist etwas Biss im Bratapfel lieber. Wer ein weichere Konsistenz bevorzugt, kann die Äpfel einfach ein paar Minuten länger im Ofen lassen. Hier ist nun mein Rezept für weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung - ein schöner winterlicher Nachtisch oder ein fruchtige Alternative für die weihnachtlich Kaffeetafel. Allen Lesern frohe, entspannte und leckere Festtage und ein gesundes Jahr 2014!


Rezept für weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung


Ergibt 4 Portionen

Zutaten:
4 gleich große Äpfel (ich nehme Boskop)
50g Spekulatius, zertrümmert (ich nehme Dinkel-Spekulatius von Alnatura)
4 EL gehackte Mandeln (ich mach das in meinem Zerkleinerer)
1 EL geschmolzene Butter
1 TL Rum 
1 TL Honig
1 TL brauner Zucker
etwas Zimt
eine kleine Prise Salz
etwas geschmolzen Butter zum Einfetten der Form und Bepinseln der Äpfel

Zubereitung:
Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einem Nudelholz o.ä. zertrümmern. Zertrümmerte Spekulatius mit gehackten Mandeln, geschmolzener Butter, Rum, Honig, Zucker, Zimt  und Salz zu der Füllung vermischen. Füllung abschmecken.

Äpfel mit einem Apfelausstecher vom Kerngehäuse befreien, dabei das Loch etwas vergrößern. Auflaufform buttern. Ausgehöhlte Äpfel mit der Füllung befüllen und in der Auflaufform platzieren. Zum Füllen nehme ich eine Jogurtlöffel mit langem Stiel, mit dem ich die Füllung tiefer stopfen kann. Mit der Spitzen eines Küchenmesser ein paar Löcher in die Äpfel stechen, damit der Dampf entweichen kann. Zuletzt die Apfel mit der restlichen flüssigen Butter bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten lang garen.

Dazu passt Vanillesauce (mein Rezept für selbstgemachte eifreie Vanillesauce gibt es hier).

Bratapfelbild fotografiert von zoneofpictures.jimdo.com/ 
Tipp: Gerade kurz vor Weihnachten sind gekaufte Spekulatius schwer zu haben. Man kann auch gut alte Plätzchen in der Füllung verwerten. Mit Vanillekipferln ist die Füllung auch super lecker.

Freitag, 6. Dezember 2013

Oatcakes: Herzhafte schottische Haferkekse

Manchmal  ist mir nach den ganzen Weihnachtsplätzchen nach etwas Herzhaftem. Gut, ich kann auch selten mehr als 2 bis 3 auf einmal essen. Warum müssen Weihnachtsplätzchen immer süß sein??? Das Rezept für diese "herzhaften" Kekse stammt aus Schottland, wo ich studieren durfte. In Schottland habe ich viele exotische Backwaren wie crumpets, (English) muffins, shortbread, scones und eben oatcakes ausprobiert.

Oatcakes - der Belag muss sein


Zunächst einmal muss man sagen, dass die Oatcakes an sich relativ geschmacksneutral und trocken sind. Deshalb ist das was man auf den Oatcakes isst, so wichtig. Das erste Mal habe ich Oatcakes beim schottischen Abend mit Haggis (traditionelles schottisches Gericht, mit Innereien und Hafermehl gefüllter Schafsmagen) und mit reifen schottischen Cheddar und Chutney gegessen. Lecker! Die Oatcakes gibt es in Schottland in jedem Supermarkt zu kaufen. Als kleine Vorspeise bis die lieben Mitbewohner zum Essen zu Hause sind, sind sie hervorragend geeignet (damals gerne mit dick Butter und besagtem Mature Scottish Cheddar). Man kann sie aber auch mit Räucherfisch, Meerrettichcreme und Preiselbeeren oder Rührei oder Frischkäse und Räucherschinken genießen. Als ich sie das letzte Mal hier in Deutschland nachgebacken habe, habe ich sie mit Ziegenfrischkäse und Tomaten-Zwiebel-Chutney sowie mit Allgäuer Bergkäse und Tomaten-Zwiebel-Chutney serviert. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Die rustikalen Oatcakes dienen also eher als Transfer-Vehikel für andere Zutaten. Die Kombi machts und man kann sich wunderbar rustikale Canapées machen. Hier meine schnelle Version, da es Oatcakes ja hier nicht im Supermarkt gibt.


Rezept für Oatcakes


Ergibt ca. 20 rustikale schottische Haferkekse

Zutaten:
125g Bio-Haferflocken aus dem vollen Korn
1 TL Mehl (ich nehme Dinkelmehl)
12g Butter, geschmolzen
1/4 TL Natron
eine gute Prise Meersalz
1/2 TL brauner Zucker
75ml heißes Wasser
evtl. einige Haferflocken zum Bearbeiten
außerdem: Backblech mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung:
Butter schmelzen. Ofen auf 180°C vorheizen.

Die trockenen Zutaten miteinander vermischen. Dann die Butter und das Wasser mit einem Holzlöffel einrühren bis ein relativ weicher Teig entsteht. Wer will kann den Teig etwas im Kühlschrank ruhen lassen, ausrollen und mit runden Keksausstechern ausstechen. Ich habe dafür keine Geduld. Darum forme ich aus dem Teig ein Rolle und schneide sie in ca. 20 gleich große Scheiben (erst halbieren, dann vierteln, usw.), die ich in ein paar Haferflocken wende und auf dem Backblech verteile. Mit einem Glasboden etwas platt drücken und man hat  weder Verschnitt noch Wartezeit.



Im Ofen bei 180°C ca. 20-25 Minuten trocken backen. Nach dem Backen auskühlen lassen, bevor man sie belädt. Luftdicht lagern.


Tuck in! Eat as many as you want. Try them with some cheddar and chutney.

Freitag, 22. November 2013

Grießauflauf mit Quark und Äpfeln

Ich stehe nicht so auf Nachtisch. Wenn man liebe Menschen zu Gast hat, will man ihnen manchmal etwas Gutes tun. Etwas Süßes zum Nachtisch rundet für viele ein gelungenes Mahl ab. Ich probiere eigentlich nur darum gerne Nachtischrezepte aus, eben um meine Repertoire zu erweitern. Dieses Rezept hat auch mir geschmeckt und meine Gäste haben nichts übrig gelassen.

Locker und fluffig und ohne Abmessen zusammengerührt


Ich mag diesen Quark-Grieß-Auflauf, weil er schnell ohne langwieriges genaues Abwiegen zusammen gerührt werden kann. Zudem kann man ihn auch mit anderen Obstsorten wie z.B. mit Waldbeeren variieren. Mit Äpfeln ist dies ein wunderbarer, lockerer und fluffiger Nachtisch - nicht nur für die kalte Jahreszeit. Auch zum Kaffee ist dieser Auflauf, der wie eine Kombination aus Clafoutis und Omas Käsekuchen ohne Boden anmutet, lecker.

Quark-Grieß-Auflauf


Rezept für Grießauflauf mit Quark und Äpfeln


Nachtisch für ca. 4 Personen

Zutaten
2 ganze Bio-Eier
1 Eiweiß
1 Prise Salz
2 EL Zucker
1 TL Bourbon-Vanillezucker
250g Quark, Vollfettstufe (Magerquark schmeckt mir nicht)
1 EL Schmand
1 EL Zitronensaft
2 EL Weichweizengrieß
2 Bio-Äpfel
etwas brauner Zucker
außerdem: Puderzucker zum Bestreuen
Quiche- oder Auflaufform

Zubereitung
Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Eier trennen. Die 3 Eiweiße mit einem Handmixer und einer Prise Salz in einem fettfreien hohen Gefäß schaumig schlagen. Dann einen EL Zucker hinzufügen und steif schlagen.

Eigelbe mit dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel schaumig rühren. Quark, Schmand und Zitronensaft einrühren. Dann den Grieß unterrühren. Zuletzt den Eischnee mit einem Teigschaber oder Geizhalz vorsichtig unterheben.

Die Äpfel waschen und entkernen. Ich schäle sie nicht, kann man aber machen, wenn einen die Schale stört. Äpfel in Spalten schneiden und in der Form verteilen. Ich nehme meine geliebte Quicheform. Fluffigen Teig darüber verteilen und etwas braunen Zucker darüber verstreuen.

Im Ofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 30-35 Minuten backen. Nach dem Backen etwas abkühlen lassen.

Noch schön lauwarm mit Puderzucker bestreut servieren. Süß und fluffig.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig

Es gibt viele schöne Apfelrezepte. Ich liebe Apfeltaschen in jeder Form. Hier ist eine Variante mit Quark-Öl-Teig - schnell zusammengerührt und voller Geschmack.

Quark-Öl-Teig für die Apfeltaschen


Quark-Öl-Teig ist wie eine Mischung aus Mürbeteig und Hefeteig, der relativ schnell hergestellt ist. Wenn man den Zucker weglässt, kann man denen Teig auch für herzhafte Taschen verwenden. Ich esse Apfeltaschen auch gerne mit Blätterteig aus der Kühlung. Zwar habe ich den Kandidaten bei meiner britischen Lieblings-Back-TV-Sendung The Great British Bake-Off (auf BBC2) oft zugesehen, wie sie sich mit Blätterteig abgemüht haben, habe aber selber noch nicht die Zeit und Mühe investiert, selbst Blätterteig zu zaubern. Irgendwann vielleicht mal. Fertig-Blätterteig ist eine schnelle Option - mit Quark-Öl-Teig werden in meiner Apfeltaschen aber auch regelmäßig gemacht. Sie sind knusprig und wunderbar krümelig.




Rezept für Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig


Ergibt ca. 10 bis 12 kleine Apfeltaschen
Wie viel Zeit sollte ich einplanen? ca. 1 Stunde inkl. 30 Minuten Ruhezeit

Zutaten
Für den Quark-Öl-Teig:
75g Magerquark, abgetropft
50g weiche Butter
50ml neutrales Pfanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
5 EL Vollmilch
3 EL Zucker
1 Prise Meersalz
250g Mehl
1/2 TL Backpulver
Für die Füllung:
1 großer Apfel - ich nehme Golden Delicious
1 - 2 EL Zucker - ich nehme braunen Zucker
ca. 2 EL Wasser
Zimt, nach Geschmack
eine Msp. Vanillemark
evtl. andere Gewürze (z.B. Bratapfelgewürz, Pumpkin Pie Spice Blend)
evtl. Zitronensaft
zum Bestreichen: etwas Milch oder ein kleines Ei
zum Garnieren: Puderzucker oder ein Zuckerguss
außerdem: ein Backblech, mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung
Für den Quark-Öl-Teig Quark mit Butter, Ol, Milch, Zucker und Salz mit dem Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine verrühren. Mehl und Backpulver einsieben und verrühren bis eine Konsistenz wie nasser Sand entsteht. Danach mit den Händen am Schüsselrand zusammendrücken. Dann auf eine leicht bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten bis ein glatter und geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig in Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit Wasser, Zucker, Zimt, Vanille und Zitronensaft für einige Minuten dünsten und somit vorgaren. Dann in einer Schüssel etwas abkühlen lassen.

Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Nach der Ruhezeit den Teig einige Millimeter dick ausrollen. Wenn der Teig zu dünn ist, reißt er schnell und die Füllung quillt raus. Mit einem Glas oder passendem Ausstecher (10cm Ø) ausstechen und auf das Backblech geben.

Ränder mit Milch oder Ei als Kleber bepinseln. Ungefähr ein TL von der etwas abgetropften Füllung in die Mitte eines runden Teiglings geben und zu einer Tasche zusammenfalten. Erst mit den Fingern am Rand andrücken, dann mit den Zacken einer Kuchengabel versiegeln. Die fertigen Apfeltäschchen mit Milch oder Ei bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Nach der Backzeit die Apfeltaschen etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker oder erprobtem Zuckerguss (mir persönlich zu süß) garnieren und am besten noch warm servieren. Lecker!




Tipp: Wer lieber Blätterteig verwenden will, sollte den Backofen auf mind. 200°C vorheizen und die Blätterteigtaschen nach spätestens 15 Minuten kontrollieren.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen gehört für mich einfach zur Herbstküche. Er wird gerne bei Weinfesten serviert. Meine mediterran-angehauchte Version mache ich nicht - wie traditionell - mit gelben Zwiebeln und Kümmel sondern mit den hübscheren roten Zwiebeln und Thymian. Dazu ein Glas Federweißer oder auch Suser und die Welt ist in Ordnung. Meinen Zwiebelkuchen kann man sowohl in der Springform als auch auf dem Backblech zubereiten.

Zwiebelkuchen - die Teigfrage


Zwiebelkuchen hat vornehmlich in den deutschen Regionen Tradtion, in denen Wein angebaut wird (z.B. Franken, Pfalz, Baden, an Rhein und Mosel). Somit ergeben sich viele regionale Unterschiede in der Zubereitung, v.a. in Bezug auf den Teig. Für diese Spezialität kann man sowohl Mürbeteig, als auch Hefeteig verwenden. Auch Blätterteig und Quark-Öl-Teig habe ich in modernen Rezepten gesehen. Ich mache gerne die fränkische Variante mit einem Hefeteig. Zwiebelkuchen erinnert manche Leute an Flammkuchen (mein Flammkuchenrezept hier), dessen Teig dünner ist oder an Quiche Lorraine, die deutlich weniger Zwiebeln und mehr Speck enthält. Auf jeden Fall ist Zwiebelkuchen ein wunderbares und sättigendes Herbstgericht.

Rezept für Zwiebelkuchen aus Hefeteig mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln aus Springform


Zubereitungszeit: insgesamt mind. 2 1/4 Stunden

Kochzeit: 40 bis 50 Minuten

Portionen: 4-6 Portionen

Zutaten

Für den Teig:

  • 350g Mehl
  • 20g (1/2 Würfel) frische Hefe
  • 200ml lauwarme Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 50g weiche Butter

Für den Belag:

  • 50g Butter oder Butterschmalz
  • 1 - 1,5kg Zwiebeln - ich nehme 1kg rote Zwiebeln wegen der Farbe
  • 1 TL Kümmel - ich nehme stattdessen 2 TL Thymian
  • 100g Speckwürfel (optional)
  • 3 Bio-Eier
  • 1 Becher (200g) Schmand
  • einen Schuss (gut 50ml) Sahne
  • Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Kräutersalz
  • Muskat, gerieben
  • 1 Msp. Dijon-Senf
  • 200g geriebener Käse (optional) – ich nehme Edamer
außerdem: ein Backblech oder eine Springform (Ø 26cm)

Zubereitung

  1. Für den Teig die Hefe in Milch mit Zucker auflösen und etwas stehen lassen, bis Schaum entsteht. Mehl in eine Rührschüssel sieben und mit Salz vermengen. Das Hefegemisch hinzufügen und mit den Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine durchkneten. Schließlich die Butter einarbeiten und den Hefeteig dann einige Minuten mit den Händen durcharbeiten. In der Schüssel zugedeckt an einem zugfreien Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

  2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, quer zur Wurzel halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

  3. Den Teig entweder auf dem Blech ausrollen oder zu einem Kreis (Ø30cm) ausrollen und in der gefetteten und bemehlten Springform andrücken. Zugedeckt nochmals gehen lassen, biss die Füllung fertig ist.

  4. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten. Das kann mind. 10 Minuten in Anspruch nehmen. Die Zwiebeln mit Salz, Pfeffer und dem Thymian würzen, abschmecken und in eine Schüssel zum Abkühlen geben. Wer will kann die Speckwürfel auch nochmal knusprig anbraten – ich habe sie nur zu den Zwiebeln in die Schüssel gegeben.

  5. Eier mit Schmand, Sahne, Salz, Kräutersalz, reichlich Pfeffer, Muskat und Senf verquirlen und abschmecken. Den Rand in der Springform nochmal etwas andrücken. Die Zwiebeln auf den Teig geben, mit Käse bestreuen und mit dem Schmandguss übergießen.

  6. Im Ofen auf unterster Schiene bei 175°C Unter-/Oberhitze ca. 40 bis 50 Minuten backen. Nach dem Backen den Zwiebelkuchen vorsichtig aus der Springform lösen und vor dem Anschneiden ca. 5 bis 10 Minuten ruhen lassen.

Servierhinweis/Tipp

Man kann den Zwiebelkuchen mit Federweißer bzw. Suser (angegorener Traubenmost) und grünem Salat servieren. Ich trinke dazu auch gerne ein Glas Cidre (Apfelmost) und hinterher eine Tasse Fenchel-Kümmel-Anis-Tee, um Blähungen vorzubeugen. Guten Appetit!


Anschnitt roter Zwiebelkuchen in Backform von Küchenelfe

Schaut hier bei mir vorbei:

Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Mittwoch, 11. September 2013

Pflaumen Claufoutis: Französischer Nachtisch zwischen Auflauf und Kuchen

Die Pflaumensaison muss man ausnutzen. Letzte Woche habe ich euch meinen Pflaumen Crumble vorgestellt - diese Woche ist Pflaumen Clafoutis dran: ein französischer Nachspeisen-Klassiker. Die erste Clafoutis, die ich vor Jahren probiert habe, war eine Schokoladenclafoutis und ich war von der Konsistenz begeistert.

Die Clafoutis, die Clafoutis


Die Clafoutis ist in Frankreich ein sehr beliebter Nachtisch und es gibt sie in vielen Varianten. Man serviert sie noch warm, mit Puderzucker bestäubt und evtl. dazu noch Vanilleeis. Die Clafoutis ist ein Hybrid aus Auflauf und Kuchen. Der Teig ist fast so flüssig wie ein Crêpeteig, wird aber im Ofen wunderbar fest und fluffig. Hier ist meine Version mit Pflaumen - ein leckerer und schneller Nachtisch.




Rezept für Clafoutis mit Pflaumen

Rezept für ca. 6 Portionen
Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten
Zutaten:
750g frische, feste Pflaumen
3 Bio-Eier
75g Zucker - ich nehme Roh-Rohrzucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
1 Becher (200ml) Sahne
50ml Vollmilch
45g Mehl - ich nehme Dinkelmehl Typ 630
Backform: Auflaufform (20 x 30cm) oder eine hohe runde Form - ich nehme eine Quicheform
außerdem: 1/2 EL Butter und 1 EL Zucker zum Auskleiden der Form, Puderzucker zum Bestäuben

Zubereitung:
Zuerst den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Mit der Haut nach unten in die gebutterte und gezuckerte Backform geben.

Eier mit Salz, Zucker und Vanillezucker mit einem Mixer schaumig schlagen, bis die Mischung eine hellgelbe Farbe angenommen hat. Dann Milch und Sahne hinzugießen und nochmals durchmixen. Zum Schluss das Mehl hineinsieben und unterrühren.

Den sehr flüssigen Teig vorsichtig in die vorbereitete Form mit den Pflaumen gießen. Im Backofen auf mittlerer Schiene bei 180°C Ober-/Unterhitze für ca. 35 bis 40 Minuten goldbraun backen.

Die Clafoutis noch warm mit Puderzucker servieren. Wenn die Clafoutis kalt wird fällt sie in sich zusammen, da keine Backtriebmittel im Teig sind und der Teig allein durch die Eier hochgeht. Darum nach dem Backen rasch servieren. Bon appétit !

Mittwoch, 4. September 2013

Pflaumen Crumble - das Beste vom Streuselkuchen

Im Altweibersommer ist Pflaumen- und Zwetschgenzeit. Mein Pflaumen-Crumble-Rezept schmeckt wunderbar im Spätsommer und wenn es langsam etwas kälter wird. Die Pflaumen kann man auch gegen jede beliebige Frucht austauschen - Bananen und Birnen kann ich aber eher nicht empfehlen.

Der Crumble - ein französisch-deutsch-britisches Rezept indeed


Ein Crumble ist eine wunderbare Erfindung: schnell und einfach und soo lecker. Ich habe dieses Rezept zum ersten Mal in Schottland gegessen. In meiner WG in Edinburgh war dies unser Standardnachtisch und ist super bei unseren größtenteils französischen Gästen angekommen und auch die Schotten waren begeistert. Crumble ist in Großbritannien sehr beliebt. Das Rezept hatte mein damaliger französischer Mitbewohner auf Französisch irgendwo aus den Tiefen des Internets und ich habe es mir abgeschrieben. Der Crumble aux prunes natürlich durch meinen deutschen Einfluss entstanden, weil ich sehr gerne Pflaumen essen. Well then, tuck in and enjoy the plum crumble!




Rezept für Pflaumen Crumble

für 4 bis 6 Portionen (je nach Hunger)
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten (mit Backzeit und Saubermachen)

Zutaten:
ca. 1kg schöne, reife Pflaumen
150g Mehl - ich nehme Dinkelmehl
150g braunen Zucker - ich nehme Roh-Rohrzucker
125g Butter
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
eine Prise Salz
Zimt & Zucker (nach Geschmack), gemischt
Form: eckige Auflaufform oder Quicheform

Zubereitung:
Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Die Pflaumen in der Auflauf- oder Quicheform verteilen bis der Boden bedeckt ist. Mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen - wenn die Pflaumen saurer sind, kann man etwas mehr verwenden.

Mehl, Zucker, V-Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Butter sollte kalt, aber nicht zu hart sein. Butter in Würfel schneiden und zu den trockenen Zutaten geben. Mit einer Gabel, einem Holzlöffel mit Loch, den Knethaken eines Handmixers oder den Finger einarbeiten, bis krümelige Streusel entstehen. Wenn man den Crumble zu lange mit den Händen bearbeitet, wird die Butter weich und die Streusel werden nicht so schön. Deshalb greif ich lieber zu Gabel oder Holzlöffel.

Die Streusel über den vorbereiteten Pflaumen verteilen und im Backofen ca. 25-30 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze backen. Die Streusel sollen schön gebräunt sein und die Pflaumen ihren Saft abgegeben haben.

Man serviert den Crumble warm mit Schlagsahne, gutem Vanilleeis oder custard (britische Vanillesauce, Rezept für meine schnelle Vanillesauce hier). Ich esse den Crumble am liebsten pur. Der Crumble ist ein schöner Nachtisch für kalte Tage (toll nach einer Suppe oder einem Curry) und exzellent für die Kaffetafel geeignet. Ich esse eventuelle Reste auch lauwarm zum Frühstück. Enjoy!


Wie sang schon Adele: When the sky falls, then eat crumbles...

Donnerstag, 15. August 2013

Mediterranes Ofengemüse: Sommerlich lecker

Mein mediterranes Ofengemüse zählt zu den absoluten Lieblingsgerichten meiner anspruchsvollen Mutter. Ein Muss für dieses ausgewogene vegetarische Gericht sind der gebräunte Feta - Schafskäse oder Ziegenkäse aus der Dose vom Türken schmeckt auch wunderbar dazu - und ein Schmand-Dip als Beilage zu den knusprigen Kartoffeln.

Frisches, saisonales Gemüse - einfach in den Ofen


Für das mediterrane Ofengemüse verwende ich Gemüse, das gerade saisonal in Deutschland verfügbar. Ich bemühe mich, stets Gemüse zu verarbeiten, das aus Deutschland stammt. Das lässt sich nicht immer bewerkstelligen, ist es geschmacklich aber wert. Bei der Gemüseauswahl sind dem Geschmack keine Grenzen gesetzt - man könnte auch Auberginen, Fenchel und Kohlrabi mit aufs Blech schnibbeln. Wichtig ist, dass das Blech nicht zu überladen ist. Für mehrere Personen empfiehlt es sich, die Kartoffeln auf einem separatem Blech zu garen. In meinem Rezept ist natürlich das Gemüse verzeichnet, das mir mundet.




Rezept für Mediterranes Ofengemüse mit Kartoffeln und Feta

für 2 Personen
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten
Zutaten:
ca. 6 mittlere Bio-Kartoffeln (3-4 Kartoffeln pro Person), festkochend
ca. 2-3 Karotten
1 Zucchini
1 Paprikaschote, rot
2 Tomaten oder einige halbierte Cherry-Tomaten
2-3 Knoblauchzehen, nicht geschält
einige frische Rosmarinnadeln, einige frische Thymianblättchen
1 großes Stück Feta (aus Schafs- und Ziegenmilch), gewürfelt
für die Gewürzmischung:
ca. 1 gestrichenen EL Meersalz, nicht jodiert
ca. 1 gestrichenen EL Paprikapulver, edelsüß
ca. 1 TL Currypulver, mild
mind. 1 TL Oregano, gerebelt
ca. 2 TL Kräuter der Provence oder italienische Kräuter, getrocknet
etwas Chilipulver
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
für den Schmand-Dip:
1 Becher (200ml) Schmand
1 TL Bio-Mayonnaise
etwas Kräutersalz
bunter oder weißer Pfeffer aus der Mühle
etwas frischer Schnittlauch
außerdem: ein Backblech (Fettpfanne)

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

1. Schritt: Gemüse und Gewürzmischung vorbereiten
Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Gemüse waschen und in gefällige Stücke schneiden.
Bio-Kartoffeln mit der Gemüsebürste und Wasser von der Erde befreien und vierteln.
 Die Gewürze in eine große Schüssel geben und mit mind. 4 EL Oliven verrühren.

2. Schritt: Kartoffeln in den Ofen
Die Kartoffelspalten in die Schüssel mit der Gewürzmischung geben und darin schwenken. Die Kartoffeln mit dem Knoblauch auf das Backblech geben und ca. 10 Minuten bei 180°C Umluf im Ofen vorbacken, da die Kartoffeln am längsten garen müssen.

3. Schritt: Gemüse, Feta und Rosmarin dazu
Die Gemüsestücke, den frischen Rosmarin und den Thymian in die Schüssel mit der restlichen Gewürzmischung geben und noch einen Schuss Olivenöl dazu gießen. Erneut schwenken und komplett mit Ölgemisch auf dem Blech mit den vorgegarten Karfoffeln verteilen. Fetawürfel auch auf das Blech streuen. Im Backofen bei 180°C Umluft weitere 20 Minuten backen. Nach insgesamt ca. 30 bis 35 Minuten sollte das Gemüse knusprig, die Kartoffeln durchgegart und der Feta gebräunt sein.

4. Schritt: Schmand-Dip
Während das Gemüse im Ofen gart, kann man nicht nur schnell die Küche sauber machen, sondern auch den universell einsetzbaren Schmand-Dip anrühren. Dazu in einem Schüsselchen den Schmand mit der Mayo und den Gewürzen verrühren, sowie den Schnittlauch mit der Schere hineinschneiden.

5. Schritt: Genießen
Wir servieren das mediterrane Ofengemüse mit dem Blech auf dem Tisch. Dazu den leckeren Schmand-Dip und man hat eine leckere, vegetarische und einfache Sommermahlzeit.

Info: In Griechenland bereitet man ein ähnliches Gericht namens Briam zu.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Dunkles Guinness-Brot - irisch gut

Eigentlich ist Guinness viel zu schade, um es zu verbacken. In Irland wird viel mit Guinness gekocht und gebacken. Das hat mir dort hervorragend geschmeckt, weil es Gerichten wie Irish Stew, Guinness Pie oder Schokoladenkuchen einen besonderen Kick verleiht. Mein Onkel hatte sich von mir ein Guinness-Brot gewünscht, da er das so gerne in seinem Irish Pub isst. Diesem Wunsch habe ich mit Freuden entsprochen. Direkt zum Rezept für Guinnessbrot aus Vollkornmehl springen. 

Guinnessbrot von Küchenelfe nicht Guinessbrot

Soda Bread - das schnelle Brot für Einsteiger

Ich wollt schon immer ein Soda Bread ausprobieren, weil es sehr einfach zusammen zu mixen und zu backen ist. Soda Bread wird mit Natron (auf Englisch: baking soda) als Backtriebmittel gebacken und muss anders als ein Hefe- oder Sauerteigbrot überhaupt nicht gehen und nicht geknetet werden. Somit ist dieses Brot ideal für Brotback-Einsteiger geeignet.

Guinness, Dinkelvollkornmehl, Natron und Grafschafter Goldsaft in Brotform

Ein Rezept für ein authentisches Guinness-Brot habe ich auf der Guinness Storehouse Webseite gefunden und an meine deutschen Küchenelfen-Bedürfnisse angepasst. Leider ist das Rezept dort nicht mehr online – gut, dass ich es hier konserviert habe. Ein Soda Bread kann ziemlich langweilig schmecken. Durch das gute Bier und den dunklen Zuckerrübensirup hat das Brot nicht nur einen interessanten Geschmack, sondern auch eine schöne dunkle Farbe.


Rezept für Guinnessbrot aus Vollkornmehl


Zwei Scheiben Guinnessbrot mit Vollkornmehl







Zubereitungszeit: 20 Minuten

Backzeit: ca. 45-60 Minuten

Portionen: ergibt 1 Laib Guinnessbrot



Zutaten:


Für den Guinnnessbrotteig:
  • 600g Vollkornmehl - ich empfehle Dinkelvollkornmehl (z.B. von Alnatura oder dm)
  • 150g Dinkelmehl (Typ 630 oder 1050)
  • 75g Haferflocken
  • 2 1/2 TL Natron
  • 1 TL nicht jodiertes Meersalz
  • 2 1/2 TL brauner Zucker
  • 40g weiche Butter
  • 480ml Milch
  • 200g dark treacle – ich nehme entweder Melasse von Rapunzel oder alternativ Zuckerrübensirup von Grafschafter
  • 1/2 Pint Guinness (ca. 0,28415 l, also den größten Teil der 0,33l Flasche)
  • außerdem: eine große Brotbackkastenform (ca. 30 cm, meine ist aus Emaille)
    Backpapier und Butter zum Einfetten

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

  1. Schritt: Form vorbereiten
    Ofen vorheizen. Die Brotbackform mit Butter einfetten und längs mit einem überlangen Streifen Backpapier auslegen, um das Brot einfacher herauslösen zu können. Eine Königskuchenform ist für diese Menge an Teig viel zu klein und der Teig quillt an den Seiten über. Wenn man keine Brotform hat, sollte man eher auf eine Springform mit Napfkucheneinsatz zurückgreifen.

  2. Schritt: Trockene Zutaten
    Das Dinkelmehl mit dem Natron in eine Schüssel sieben, damit sich das Natron im Mehl verteilt. Das Vollkornmehl, das Salz und den braunen Zucker hinzufügen und vermengen.

  3. Schritt: Teig herstellen
    Die Butter in die trockenen Zutaten geben und solange mit einem durchlochten Holzlöffel verrühren, bis eine krümelähnliche Konsistenz entsteht. Dann die Milch, den Sirup und das gute Guinness hinzufügen und unterrühren. Ich habe fasst die ganze Flasche hineingegossen - ein Schluck blieb noch für die Bäckerin, als das Brot im Ofen war. Der Teig sollte feucht und zähflüssig sein. Den Teig nun in die gefettete Brotform füllen, glattstreichen und mit einem Messer längs einritzen.

  4. Schritt: Backen
    Das Guinness-Brot im vorgeheizten Backofen bei ca. 170°C für 45 bis 60 Minuten backen. Bei Brot funktioniert die Zahnstocher-kommt-sauber-raus-also-ist-es-fertig-Methode nicht. Beim Great British Bake Off wurde das fertige Brot immer geklopft: wenn es sich hohl anhört, ist es fertig.

  5. Schritt: Genießen
    Das Brot vorsichtig aus der Form lösen und auf einem Kuchenrost etwas abkühlen lassen, bis es sich schneiden lässt. Ich habe dazu eine gekräuterte Tomaten-Frischkäse-Honig-Butter serviert.
Tipps: 
  • Das Brot ist die ideale Beilage zum Irish Stew. Zum Guiness-Brot passen auch gut: Frischkäse mit Räucherlachs sowie reifer Cheddar und Nutella bzw. Nocciolata.  Ja, ich esse auch Cheddar zusammen mit Nuss-Nougat-Creme und Butter auf dem Brot. Oder eben mit der Tomatenbutter.


Schaut hier bei mir vorbei:


Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Mittwoch, 17. Juli 2013

Buchteln mit selbstgemachter Vanillesauce - klassischer Germteig nach Familienrezept

Das folgende Rezept für Buchteln oder Germknödel ist von meiner Oma. Meine Oma ist genau wie mein Vater ein großes Vorbild für mich in der Küche. Sie ist ohne präzise elektronische Waagen und Messbecher aufgewachsen. Sie vertraut mit wenig Geduld lieber auf ihr Augenmaß und ihren untrüglichen Instinkt für die richtige Konsistenz des Teiges. Ich bin da anders. Beim Backen halte ich mich sklavisch genau an die Mengenangaben, auch bei Rezepten meiner Oma. Dank meiner Oma weiß ich aber, wie sich der Teig anfühlen und verhalten soll, damit das Rezept gelingt.

Germteig und keine Sauce aus der Tüte


Buchteln sind eine Süßspeisenspezialität, die in Süddeutschland, Österreich und Böhmen sehr beliebt ist. Dort wird Hefeteig auch Germteig genannt. Für die Buchteln stelle ich einen mit Fett, Milch und Ei angereicherten Hefeteig her. Meine Oma nimmt Vanillepuddingpulver für ihre Vanillesauce. Ich versuche auf Fertiggerichte aus der Tüte aufgrund von Preis, schädlichen Geschmacksverstärkern, zu viel Zucker und Salz, künstlichen und natürlichen Aromen sowie Farbstoffen zu verzichten. Das Rezept für die Vanillesauce habe ich durch Experimentieren herausgefunden. Vielleicht ist das Sößchen für manche Leute zu hell, da ich kein Ei benutze. Wer will, kann dem durch eine Messerspitze Kurkumapulver (Gelbwurz) Abhilfe verschaffen. Ich verwende Kurkuma lieber für meine Currykreationen und Dhals und nicht für Süßspeisen oder Mayonnaise. Buchteln mit Vanillesauce ist auf jeden Fall ein leckeres und sehr sättigendes Gericht für die Tage, an denen einem nach etwas Süßem ist. Man muss nur etwas Zeit einplanen, da der Teig zweimal gehen muss.




Rezept für Buchteln mit selbstgemachter Vanillesauce


Rezept für 3 bis 4 Personen, ergibt ca. 12 Buchteln
Zubereitungszeit: mit Geh- und Backzeit ca. 2 Stunden

Zutaten:
Für den Germteig:
250ml Milch
75g Butter
500g Mehl - ich nehme immer Bio-Dinkelmehl Typ 630, Weizenmehl geht auch
1/2 Würfel Hefe (21g) oder notfalls 1 Päckchen Trockenhefe
50g Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker - bitte kein Vanillinzucker
1 Ei
eine Prise Salz
zum Einfetten und Bepinseln: 50g Butter, geschmolzen
außerdem: eine Auflaufform (mind. 20x30cm, eher größer)
Zum Servieren: Puderzucker
Für die Vanillesauce (eifrei): 
500ml Milch
30g Zucker
1 kleine Bio-Vanilleschote oder notfalls 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker - bitte kein Vanillinzucker
eine Prise Salz
ca. 20g Speisestärke
ca. 100ml Sahne

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

1. Schritt: Germteig vorbereiten und gehen lassen
Milch mit Butter solange vorsichtig erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.

Mehl in eine Rührschüssel sieben, Hefe hineinbröckeln, Zucker, V-Zucker und Salz hinzugeben und vermengen. Milch-Butter-Mischung und Ei hinzufügen und mit einer Küchenmaschinen für ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (meine Oma nimmt hierzu einen Holzlöffel).

Den Germteig mit der Hand noch einmal durchkneten, zu einem Ballen formen und zugedeckt an einem warmen, zugfreien Ort ca. 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen fast verdoppelt hat.

2. Schritt: Buchteln formen und nochmals gehen lassen
Die Auflaufform mit etwas von der geschmolzenen Butter einfetten.

Den Teig in der Schüssel  mit der Faust etwas niedermachen, aus der Schüssel herausnehmen und nochmals mit den Händen durchkneten. Zu einem Strang formen und mit einem scharfen Messer oder Teigspachtel in 12 gleiche Teile teilen und zu Bällchen formen. Die Bällchen in die Auflaufform geben, mit der restlichen Butter bepinseln und zugedeckt nochmals ca. 15 bis 30 Minuten gehen lassen, bis die Buchteln schön aufgegangen sind.


Die Buchteln müssen ein zweites Mal gehen - in
der Auflaufform sollte in allen Richtungen
genug Platz sein, da die Buchteln im Ofen
noch weiter aufgehen


3. Schritt: Buchteln backen
Die Buchteln im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heißluft für etwa 25 Minuten backen, bis sie schön goldbraun gebacken sind.

4. Schritt: Vanillesauce
Während die Buchteln backen, kann man sich der Vanillesauce zuwenden. Speisestärke mit etwas kalter Milch glattrühren. Die restliche Milch mit dem herausgekratzen Vanillemark, der ausgeweideten Vanilleschote, dem Zucker und dem Salz aufkochen lassen. Die verrührte Speisestärke kommt nun hinzu, unter Rühren solange köcheln lassen, bis die Sauce andickt. Dann vom Herd nehmen und die Vanilleschote herausfischen.

Unter Umständen kann die Sauce trotzdem noch zu flüssig sein, in dem Fall noch einen TL Speisestärke hinzugeben und nochmal aufkochen lassen. Jetzt probieren und evtl. nachsüßen - mir persönlich reicht der Zuckergehalt hier. Zum Schluss noch etwas flüssige Sahne hinzugießen, je nach gewünschtem Flüssigkeitsgrad. In meiner Familie haben wir gerne viel Sauce.

5. Schritt: Genießen
Die Buchteln mit Puderzucker bestäuben und noch warm mit der Vanillesauce servieren. Die Buchteln schmecken auch kalt.

Tipp: Wers fruchtig macht kann in die Buchteln jeweils 1 TL Pflaumenmus vor dem Backen füllen