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Sonntag, 29. März 2015

Bärlauchpesto: ideal für Pasta und Spargelgerichte

Ich liebe Bärlauch und Bärlauchpesto. Die Bärlauchsaison ist für mich immer viel zu schnell vorbei. Bärlauchpesto ist einfach nicht so langweilig wie Basilikumpesto. Mein Bärlauchpesto eignet sich hervorrragend zu Nudeln, verleiht aber auch jedem Spargelgericht und Dips den nötigen Frühlingskick.


Rezept für Bärlauchpesto selbstgemacht


Rezept für Bärlauchpesto


Für 2 Pastaportionen 

Zutaten:
50g Bärlauch
1 Handvoll Mandeln (andere Nüsse gehen auch)
ca. 2-3 EL Parmesan, frisch gerieben
Salz & Pfeffer
2 EL natives Olivenöl

Zubereitung:
Das Bärlauchpesto ist schnell gemacht.

Bärlauch inklusive Stiele mit einem große Küchenmesser grob vorhacken und mit den Nüssen in den Zerkleinerer packen. Ich nehme gerne Mandeln, der Bärlauch überpowert geschmacklich fast alles, die Nüsse dienen v.a. der Konsistenz. Bärlauch und Nüsse grob zerkleinern lassen. An den Seiten des Zerkleinerers mit einem Küchenscharber (aka Geizhals) entlangfahren.

Parmesan hinzufügen, etwas mit Salz und Pfeffer würzen und Olivenöl hereinträufeln. Den Zerkleinerer erneut ein paar Runden drehen lassen, bis sich alles vermischt hat.Ich mag es gerne ein bisschen gröber, aber das kann jeder selbst bestimmen. Abschmecken und fertig.

Bärlauchpesto mit etwas aufgefangenem Nudelwasser zu der fertig gekochten Pasta in den Topf geben geben (auf dem Bild sind es Linguine von Alnatura) und vermengen.

Wie mein leckeres Tomatenpesto hält es sich einige Tage in einem Schraubverschlussglas mit Olivenöl bedeckt.

Tipp: Das Bärlauchpesto schmeckt auch gut zu Spargel, im Schmanddip zu Ofengemüse und natürlich auch in der Pesto-Brotblume - ist also vielfältig einsetzbar.

Sonntag, 6. Juli 2014

Aprikosen-Hähnchencurry: Herzhaft trifft auf sommerlich süß

Dieses Rezept ist wesentlich interessanter als ein simples Hähnchengeschnetzeltes. Meine Tante im Ruhrgebiet kocht dieses Rezept immer. Sie macht es mit Pfirsichen aus der Dose und es ist hervorragend. Beim momentanen Angebot an frischen Aprikosen, Pfirsichen und Nektarinen habe ich einfach mal versucht, frisches, ungeschältes Obst, also hier Aprikosen, in die Sauce zu integrieren. Und es hat genauso gut, wenn nicht besser geschmeckt. Wen die Schales stört, kann sie ja entfernen, aber bitte ohne die in der Dosenobstindustrie übliche ätzende Säure. Zum Aprikosen-Hähnchencurry gehört für mich Reis. Auf dem Bild sind man den gesunden braunen Reis, der leider nur ewig braucht bis er fertig ist. Sehr gut dazu schmecken auch Basmati- oder Jasmin-Reis. Die Kombi ergibt ein schnelles, obstiges, aber zugleich würziges Sommergericht.

Geschneltes Hähnchen mit Aprikose

Rezept für Aprikosen-Hähnchencurry


Rezept für ca. 2 Portionen

Zutaten:
300g Hähnchenfleisch, gewürfelt (z.B. Hähnchenbrust oder Innenfilet)
1 Zwiebel, fein gewürfelt
etwas Olivenöl zum Anbraten
3 saftige Aprikosen o-ä., entsteint und gewürfelt
1 Becher Schmand
200ml Gemüsebrühe
Salz (nicht jodiert) & Pfeffer aus der Mühle
1 TL Currypulver, mild
eine Msp. Chilipulver
1 TL Thymian, frisch oder getrocknet (oder andere Kräuter)
Für den Reis:
1 gehäufte Tasse Reis nach Wahl (z. B. brauner Reis, Basmati oder Jasmin)
2 Tassen Gemüsebrühe
1 Prise Salz
etwas Butter

Zubereitung:
Reis nach Packungsanweisung zubereiten. Ich nehme gerne die Quellreismethode, die ihr hier in meinem Kadgereerezept findet, koche ihn für mehr Geschmack in Gemüsebrühe und verfeinere ihn zum Schluss mit etwas Butter.

In der Zwischenzeit Zwiebelwürfel in Olivenöl in einer hohen Pfanne glasig dünsten. Dann die Hähnchenwürfel hinzufügen und rundherum bräunen. Salzen und pfeffern. Dann die Aprikosenwürfel unterrühren, Deckel drauf und einige Minuten köcheln lassen, bis der Saft ausgetreten ist. 

Jetzt die Gemüsebrühe und den Schmand hinzufügen und gut einrühren. Mit Salz, Pfeffer, Currypulver, Chilipulver und Kräuter (ich nehme Thymian, der passt gut zu den Aprikosen) abschmecken und nachwürzen, falls zu laff. Noch einige Minuten köcheln lassen, bis das Fleisch gar ist.

Aprikosen-Hähnchencurry noch heiß mit dem Reis servieren. Ein außergewöhnliches Gericht mit fruchtig-herzhafter Note. Lasst es auch schmecken.

Donnerstag, 19. Juni 2014

Pasta mit Erbsen

Manchmal, ach was, meistens muss es schnell gehen. Pasta mit einer schnellen Sauce ist da eine wunderbare Lösung, gerade wenn man nur für sich alleine kocht. Ich nehme tiefgefrorene Erbsen für die Sauce und die Erbsen werden nicht zerkocht, sondern bleiben frisch und grün und knackig und süß. Als Pasta verwende ich gerne jede Art von Bandnudeln oder Bavette oder Linguini. Eigentlich geht jede Art von Pasta, auch Farfalle (siehe Foto auf Instagram), Penne, Spagetti oder Fusilli. Pasta mit Erbsen ist ein schönes Gericht für alle die Erbsen mögen. Meiner Mutter brauche ich dieses Gericht gar nicht erst servieren, die mag keine Erbsen. Wie gesagt, es koche diese Pastavariation mit cremiger Sauce gerne nur für mich als "solitary pleasure" (wie Nigella Lawson sagen würde). Lecker!

Küchenelfe Pasta mit Erbsen


Rezept für Pasta mit Erbsen


Rezept für eine hungrige Person

Zutaten:
150g Pasta nach Wahl (ich nehme hier Linguini, gerne die von Alnatura oder dm)
1 Tasse (ca. 200g) junge Erbsen, tiefgefroren
1 Scharlotte (oder eine kleine Zwiebel)
etwas Olivenöl
ca. 100ml Sahne
Schwarzer Pfeffer aus der Mühle & nicht jodiertes Salz
etwas Muskatnuss, gerieben
ca. 1 TL Oregano oder italienische Kräuter, getrocknet
ein Spritzer Zitronensaft
ein Stückchen Butter
ca. 2 EL Parmesan, von Hand gerieben

Zubereitung:
Wasser in für Pasta im Wasserkocher zum Kochen bringen. Nudeln in einem Topf nach Packungsanleitung in dem gesalzenen Wasser kochen.

Schalotte schäle und in Würfelchen schneiden. In einer tiefen Pfanne in etwas Olivenöl die Schalotten glasig dünsten. Gefrorene Erbsen dazugeben, einmal umrühren und ein Schöpfkelle Pastawasser auf die Erbsen geben. Solange köcheln, bis das Wasser fast ganz zerkocht ist und die Erbsen gar sind. Das dauert nur wenige Minuten. Jetzt die Sahne hinzugießen und die Hitze reduzieren. Dann mit Salz, Pfeffer, Muskatnuss und Oregano würzen.

Die Nudeln abgießen und schnellstmöglich in die Erbsensauce geben - wenn dabei etwas Nudelwasser in die Pfanne kommt, wird die Sauce noch ein bisschen flüssiger. Zitronensaft, die Butter und den Parmesan dazugeben. Kurz schwenken und rasch servieren. Noch etwas Pfeffer über die Pasta mahlen.
Und schon fertig! Schnelle Pasta geht doch immer!

Samstag, 3. Mai 2014

Grüne Spargelcremesuppe: Es ist Spargelzeit

Die Spargelsaison beginnt normalerweise erst im Mai. Dieses Jahr ist die Natur etwas früher dran und Spargel war schon im April erhältlich. Momentan ist eher herbstliches Wetter für Mai. Was ist da nicht leckerer als eine wärmende Spargelcremesuppe. Für dieses Rezept nehme ich grünen Spargel - der ist geschmacklich etwas intensiver, muss nicht geschält werden und verleiht der cremigen Suppe eine frühlingshafte grüne Farbe. Ich brate die Spargelspitzen separat und serviere sie als leckere Suppeneinlage. Lecker saisonal auf den Tisch.


Grüner Spargel Suppe Rezept von Küchenelfe


Rezept für Grüne Spargelcremesuppe


Für ca. 2 Portionen

Zutaten:
1 Schalotte, geschält
1 Knoblauchzehe, geschält
etwas Olivenöl
300g grüner Spargel (Bio-Qualität)
300g Gemüsebrühe, hefefrei (falls gekauft)
100ml Sahne
Salz & Pfeffer aus der Mühle
Muskat
etwas Ghee oder Butterschmalz oder Butter
etwas Parmesan, gerieben
evtl. etwas Bärlauchpesto

Zubereitung:
Schalotte in kleine Würfel schneiden und in einem Suppentopf in etwas Olivenöl glasig dünsten. Den grünen Spargel waschen und vom holzigen hinteren Ende befreien. Die Spitzen vom Spargel schräg abschneiden und beiseite legen. Den restlichen Spargel in fingerdicke Stücke schneiden.

Knoblauch fein würfeln und mit den Spargelstücken zu den Schalotten geben und kurz anbraten. Mit heißer Gemüsebrühe aufgießen, salzen und pfeffern und aufkochen lassen. Ca. 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen - der grüne Spargel sollte weich genug zum Pürieren sein.

In der Zwischenzeit die Spargelspitzen in etwas Ghee o.ä. anbraten. Dann salzen und pfeffern. Kurz vor dem Servieren den frischen Parmesan unterheben. Wer will kann für einen intensiveren Geschmack auch etwas Bärlauchpesto als Würze für die Suppeneinlage verwenden. Mir hat der Parmesan gereicht.

Wenn der Spargel in der Suppe gar ist, kann man ihn mit einem Pürierstab zu einer Suppe pürieren. Dann die Sahne hinzufügen und mit Salz, Pfeffer sowie frisch geriebenem Muskat abschmecken. Noch einmal die Suppe mit dem Pürierstab aufschäumen.

Die grüne Spargelcremesuppe mit den angebratenen Spargelspitzen schön heiß servieren. Dazu reiche ich gerne etwas Brot. Lecker - der Geschmack des Frühlings. Lasst es euch schmecken.

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Sonntag, 20. April 2014

Dinkelhefezopf - duftend und fluffig

Was wären Frühstückstisch und Kaffeetafel zu Ostern ohne einen leckeren Hefezopf? Auch ich habe mich dieses Jahr an zum ersten Mal an einem Hefezopf versucht. Letztes Jahr ist leider die Ofenscheibe um die Osterzeit zersprungen und hat meinen österlichen Backplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Rezept für meinen Hefezopf eignet sich hervorragend jeden Frühstückstisch und jede Kaffeetafel im Frühling. Man muss nur etwas Zeit investieren. Direkt zu meinemm Rezept springen.

Ich mache meinen Hefetopf natürlich wie meistens mit Dinkelmehl und flechte ihn aus Briocheteig. Für diese franzözische Variante des angereichterten Hefeteiges (vgl. hierfür meine Buchteln mit Vanillesauce) wird ein Vorteig hergestellt, der erstmal gehen muss. Dann wird er mit den restlichen Zutaten verrührt und zuletzt werden langsam erst die Milch und zuletzt die Butter untergeknetet. Der Teig muss erneut gehen und wird danach in Form gebracht. Durch diese Mühen ist der Briocheteig wunderbar geschmeidig und sollte überhaupt nicht kleben. Der Zopf muss dann mit Ei bepinseln erneut gehen, bevor vollends bepinselt in den Ofen wandert. Der Duft wandert durchs ganze Haus. Er schmeckt wunderbar mit viel Rohmilchbutter und Marmelade oder Schokocrème oder Schinken/Leberwurst/Lachs, etc.

Man kann den Teig natürlich auch ungeflochten in einer Kastenform backen. Aus eventuellen Resten lassen sich wunderbar Grilled Cheese Sandwiches und French Toast Deluxe zaubern. Zu lecker!


Rezept für Dinkelhefezopf aus Briocheteig


Hefezopf aus Dinkelmehl

Zubereitungszeit: Vorbereitung mit Gehzeit: ca. 100 Minuten

Backzeit: Backzeit: ca. 25 Minuten

Rezept für einen großen oder zwei kleine Hefezöpfe

Zutaten:

Für den Vorteig:
  • 100g Bio-Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 EL Zucker
  • 30 frische Hef
  • 125ml warme Bio-Frischmilch
Für den restlichen Briocheteig:
  • 400g Bio-Dinkelmehl (Typ 1050, alternativ: Typ 630)
  • 80g Zucker (minus 1EL für Vorteig)
  • 2TL Bourbonvanillezucker (kein Vanillinzucker, bitte!)
  • 2 Bio-Eier
  • 1 gestrichener TL Salz (nicht jodiert!)
  • etwas Zitronenabrieb (optional)
  • 125ml  leicht warme Bio-Frischmilch
  • 100g weiche Butter
Zum Bestreichen:
  • 1 verquirltes Bio-Ei
  • optional: Hagelzucker

Zubereitung:

  1. Zutaten für Vorteig verkneten und zugedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen. Der Vorteig muss ein Knistern hören lassen, bevor man ihn weiter verarbeitet. Die Milch darf dafür nicht zu kalt oder gar zu heiß sein, sonst wird die Hefe nicht aktiviert bzw. gekillt.

  2. Das Mehl mit Zucker, V-Zucker, Salz, Eiern und Zitronenabrieb mit dem Vorteig in eine Küchenmaschinen geben und mit dem Knethaken zusammenkneten. Dann die restliche Milch hinzugeben und ca. 5 Minuten durchkneten lassen. Ich empfehle hierzu eine Bosch Küchenmaschine oder eine KitchenAid, mit einem Handmixer mit Knethaken laufen Motor und Armmuskeln zu heiß. Zum Schluss die Butter unterkneten und 5 Minuten weiterkneten lassen bis sich der Teig von alleine vom Rand der Schüssel löst. Den angereicherten Hefeteig abgedeckt für ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

  3. Jetzt den Ofen auf 180°C Unter-/Oberhitze vorheizen. Den geschmeidigen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals per Hand durchkneten. Zu 3 oder 6 gleichmäßigen Strängen rollen und zu einem Zopf flechten - dabei die Enden unter dem Zopf verschwinden lassen. Ich habe ihn mit 6 Strängen geflochten und dabei immer den äußersten Strang über drei innere gelegt (6 über 5, 4 und 3; 1 über 2, 3 und 4). Fischgrätzopf ist leider technisch hier nicht möglich.

  4. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech hieven und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit etwas Honig in das restliche verquirlte Ei einrühren. Den Dinkelhefezopf nach der letzten Gehzeit mit dem Ei einpinseln und bei 180°C Unter-/ Oberhitze für ca. 25 Minuten goldbraun backen. 

  5. Auf dem Backblech etwas auskühlen lassen. Und das fluffige Prachtexemplar genießen.

Dinkelhefezopf Innenleben

















Dinkelhefeteig ist etwas trockener – passt also gut auf, dass der fluffige Laib vom Zopf nicht austrocknet.

Tipp: Den Briocheteig kann man auch, wie eingangs erwähnt, in eine bebutterte und bemehlte oder bebackpapierte Kastenform füllen. Für ca. 35-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C Unter-/Oberhitze goldbraun backen, leicht auskühlen lassen und herausstürzen. Das Bild zeigt die Krumenstrukturanalyse der Kastenformversion ohne Eierbepinselung nach meinem Test mit der KitchenAid.


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Sonntag, 22. Dezember 2013

Weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung

Ich liebe Bratäpfel in der kalten Jahreszeit. Leider mag ich kein Marzipan in der Füllung und ich bin kein Fan von Rosinen. Ich finde die Kombination aus Spekulatius und Mandeln ist eine wunderbare und würzige Alternative als Füllung, auf die ich einfach durch Experimentieren gekommen bin. Bei ersten Ausprobieren des Rezeptes habe ich die Äpfel etwas zu lang im Ofen gelassen, so dass wir Bratapfel-Scheiterhaufen essen mussten. Hat auch geschmeckt, aber meiner Familie ist etwas Biss im Bratapfel lieber. Wer ein weichere Konsistenz bevorzugt, kann die Äpfel einfach ein paar Minuten länger im Ofen lassen. Hier ist nun mein Rezept für weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung - ein schöner winterlicher Nachtisch oder ein fruchtige Alternative für die weihnachtlich Kaffeetafel. Allen Lesern frohe, entspannte und leckere Festtage und ein gesundes Jahr 2014!


Rezept für weihnachtliche Bratäpfel mit Spekulatius-Mandel-Füllung


Ergibt 4 Portionen

Zutaten:
4 gleich große Äpfel (ich nehme Boskop)
50g Spekulatius, zertrümmert (ich nehme Dinkel-Spekulatius von Alnatura)
4 EL gehackte Mandeln (ich mach das in meinem Zerkleinerer)
1 EL geschmolzene Butter
1 TL Rum 
1 TL Honig
1 TL brauner Zucker
etwas Zimt
eine kleine Prise Salz
etwas geschmolzen Butter zum Einfetten der Form und Bepinseln der Äpfel

Zubereitung:
Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Spekulatius in einen Gefrierbeutel geben, verschließen und mit einem Nudelholz o.ä. zertrümmern. Zertrümmerte Spekulatius mit gehackten Mandeln, geschmolzener Butter, Rum, Honig, Zucker, Zimt  und Salz zu der Füllung vermischen. Füllung abschmecken.

Äpfel mit einem Apfelausstecher vom Kerngehäuse befreien, dabei das Loch etwas vergrößern. Auflaufform buttern. Ausgehöhlte Äpfel mit der Füllung befüllen und in der Auflaufform platzieren. Zum Füllen nehme ich eine Jogurtlöffel mit langem Stiel, mit dem ich die Füllung tiefer stopfen kann. Mit der Spitzen eines Küchenmesser ein paar Löcher in die Äpfel stechen, damit der Dampf entweichen kann. Zuletzt die Apfel mit der restlichen flüssigen Butter bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Ober-/Unterhitze ca. 15 Minuten lang garen.

Dazu passt Vanillesauce (mein Rezept für selbstgemachte eifreie Vanillesauce gibt es hier).

Bratapfelbild fotografiert von zoneofpictures.jimdo.com/ 
Tipp: Gerade kurz vor Weihnachten sind gekaufte Spekulatius schwer zu haben. Man kann auch gut alte Plätzchen in der Füllung verwerten. Mit Vanillekipferln ist die Füllung auch super lecker.

Freitag, 22. November 2013

Grießauflauf mit Quark und Äpfeln

Ich stehe nicht so auf Nachtisch. Wenn man liebe Menschen zu Gast hat, will man ihnen manchmal etwas Gutes tun. Etwas Süßes zum Nachtisch rundet für viele ein gelungenes Mahl ab. Ich probiere eigentlich nur darum gerne Nachtischrezepte aus, eben um meine Repertoire zu erweitern. Dieses Rezept hat auch mir geschmeckt und meine Gäste haben nichts übrig gelassen.

Locker und fluffig und ohne Abmessen zusammengerührt


Ich mag diesen Quark-Grieß-Auflauf, weil er schnell ohne langwieriges genaues Abwiegen zusammen gerührt werden kann. Zudem kann man ihn auch mit anderen Obstsorten wie z.B. mit Waldbeeren variieren. Mit Äpfeln ist dies ein wunderbarer, lockerer und fluffiger Nachtisch - nicht nur für die kalte Jahreszeit. Auch zum Kaffee ist dieser Auflauf, der wie eine Kombination aus Clafoutis und Omas Käsekuchen ohne Boden anmutet, lecker.

Quark-Grieß-Auflauf


Rezept für Grießauflauf mit Quark und Äpfeln


Nachtisch für ca. 4 Personen

Zutaten
2 ganze Bio-Eier
1 Eiweiß
1 Prise Salz
2 EL Zucker
1 TL Bourbon-Vanillezucker
250g Quark, Vollfettstufe (Magerquark schmeckt mir nicht)
1 EL Schmand
1 EL Zitronensaft
2 EL Weichweizengrieß
2 Bio-Äpfel
etwas brauner Zucker
außerdem: Puderzucker zum Bestreuen
Quiche- oder Auflaufform

Zubereitung
Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Eier trennen. Die 3 Eiweiße mit einem Handmixer und einer Prise Salz in einem fettfreien hohen Gefäß schaumig schlagen. Dann einen EL Zucker hinzufügen und steif schlagen.

Eigelbe mit dem restlichen Zucker und dem Vanillezucker in einer Schüssel schaumig rühren. Quark, Schmand und Zitronensaft einrühren. Dann den Grieß unterrühren. Zuletzt den Eischnee mit einem Teigschaber oder Geizhalz vorsichtig unterheben.

Die Äpfel waschen und entkernen. Ich schäle sie nicht, kann man aber machen, wenn einen die Schale stört. Äpfel in Spalten schneiden und in der Form verteilen. Ich nehme meine geliebte Quicheform. Fluffigen Teig darüber verteilen und etwas braunen Zucker darüber verstreuen.

Im Ofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 30-35 Minuten backen. Nach dem Backen etwas abkühlen lassen.

Noch schön lauwarm mit Puderzucker bestreut servieren. Süß und fluffig.

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig

Es gibt viele schöne Apfelrezepte. Ich liebe Apfeltaschen in jeder Form. Hier ist eine Variante mit Quark-Öl-Teig - schnell zusammengerührt und voller Geschmack.

Quark-Öl-Teig für die Apfeltaschen


Quark-Öl-Teig ist wie eine Mischung aus Mürbeteig und Hefeteig, der relativ schnell hergestellt ist. Wenn man den Zucker weglässt, kann man denen Teig auch für herzhafte Taschen verwenden. Ich esse Apfeltaschen auch gerne mit Blätterteig aus der Kühlung. Zwar habe ich den Kandidaten bei meiner britischen Lieblings-Back-TV-Sendung The Great British Bake-Off (auf BBC2) oft zugesehen, wie sie sich mit Blätterteig abgemüht haben, habe aber selber noch nicht die Zeit und Mühe investiert, selbst Blätterteig zu zaubern. Irgendwann vielleicht mal. Fertig-Blätterteig ist eine schnelle Option - mit Quark-Öl-Teig werden in meiner Apfeltaschen aber auch regelmäßig gemacht. Sie sind knusprig und wunderbar krümelig.




Rezept für Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig


Ergibt ca. 10 bis 12 kleine Apfeltaschen
Wie viel Zeit sollte ich einplanen? ca. 1 Stunde inkl. 30 Minuten Ruhezeit

Zutaten
Für den Quark-Öl-Teig:
75g Magerquark, abgetropft
50g weiche Butter
50ml neutrales Pfanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
5 EL Vollmilch
3 EL Zucker
1 Prise Meersalz
250g Mehl
1/2 TL Backpulver
Für die Füllung:
1 großer Apfel - ich nehme Golden Delicious
1 - 2 EL Zucker - ich nehme braunen Zucker
ca. 2 EL Wasser
Zimt, nach Geschmack
eine Msp. Vanillemark
evtl. andere Gewürze (z.B. Bratapfelgewürz, Pumpkin Pie Spice Blend)
evtl. Zitronensaft
zum Bestreichen: etwas Milch oder ein kleines Ei
zum Garnieren: Puderzucker oder ein Zuckerguss
außerdem: ein Backblech, mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung
Für den Quark-Öl-Teig Quark mit Butter, Ol, Milch, Zucker und Salz mit dem Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine verrühren. Mehl und Backpulver einsieben und verrühren bis eine Konsistenz wie nasser Sand entsteht. Danach mit den Händen am Schüsselrand zusammendrücken. Dann auf eine leicht bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten bis ein glatter und geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig in Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit Wasser, Zucker, Zimt, Vanille und Zitronensaft für einige Minuten dünsten und somit vorgaren. Dann in einer Schüssel etwas abkühlen lassen.

Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Nach der Ruhezeit den Teig einige Millimeter dick ausrollen. Wenn der Teig zu dünn ist, reißt er schnell und die Füllung quillt raus. Mit einem Glas oder passendem Ausstecher (10cm Ø) ausstechen und auf das Backblech geben.

Ränder mit Milch oder Ei als Kleber bepinseln. Ungefähr ein TL von der etwas abgetropften Füllung in die Mitte eines runden Teiglings geben und zu einer Tasche zusammenfalten. Erst mit den Fingern am Rand andrücken, dann mit den Zacken einer Kuchengabel versiegeln. Die fertigen Apfeltäschchen mit Milch oder Ei bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Nach der Backzeit die Apfeltaschen etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker oder erprobtem Zuckerguss (mir persönlich zu süß) garnieren und am besten noch warm servieren. Lecker!




Tipp: Wer lieber Blätterteig verwenden will, sollte den Backofen auf mind. 200°C vorheizen und die Blätterteigtaschen nach spätestens 15 Minuten kontrollieren.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen gehört für mich einfach zur Herbstküche. Er wird gerne bei Weinfesten serviert. Meine mediterran-angehauchte Version mache ich nicht - wie traditionell - mit gelben Zwiebeln und Kümmel sondern mit den hübscheren roten Zwiebeln und Thymian. Dazu ein Glas Federweißer oder auch Suser und die Welt ist in Ordnung. Meinen Zwiebelkuchen kann man sowohl in der Springform als auch auf dem Backblech zubereiten.

Zwiebelkuchen - die Teigfrage


Zwiebelkuchen hat vornehmlich in den deutschen Regionen Tradtion, in denen Wein angebaut wird (z.B. Franken, Pfalz, Baden, an Rhein und Mosel). Somit ergeben sich viele regionale Unterschiede in der Zubereitung, v.a. in Bezug auf den Teig. Für diese Spezialität kann man sowohl Mürbeteig, als auch Hefeteig verwenden. Auch Blätterteig und Quark-Öl-Teig habe ich in modernen Rezepten gesehen. Ich mache gerne die fränkische Variante mit einem Hefeteig. Zwiebelkuchen erinnert manche Leute an Flammkuchen (mein Flammkuchenrezept hier), dessen Teig dünner ist oder an Quiche Lorraine, die deutlich weniger Zwiebeln und mehr Speck enthält. Auf jeden Fall ist Zwiebelkuchen ein wunderbares und sättigendes Herbstgericht.

Rezept für Zwiebelkuchen aus Hefeteig mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln aus Springform


Zubereitungszeit: insgesamt mind. 2 1/4 Stunden

Kochzeit: 40 bis 50 Minuten

Portionen: 4-6 Portionen

Zutaten

Für den Teig:

  • 350g Mehl
  • 20g (1/2 Würfel) frische Hefe
  • 200ml lauwarme Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 50g weiche Butter

Für den Belag:

  • 50g Butter oder Butterschmalz
  • 1 - 1,5kg Zwiebeln - ich nehme 1kg rote Zwiebeln wegen der Farbe
  • 1 TL Kümmel - ich nehme stattdessen 2 TL Thymian
  • 100g Speckwürfel (optional)
  • 3 Bio-Eier
  • 1 Becher (200g) Schmand
  • einen Schuss (gut 50ml) Sahne
  • Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Kräutersalz
  • Muskat, gerieben
  • 1 Msp. Dijon-Senf
  • 200g geriebener Käse (optional) – ich nehme Edamer
außerdem: ein Backblech oder eine Springform (Ø 26cm)

Zubereitung

  1. Für den Teig die Hefe in Milch mit Zucker auflösen und etwas stehen lassen, bis Schaum entsteht. Mehl in eine Rührschüssel sieben und mit Salz vermengen. Das Hefegemisch hinzufügen und mit den Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine durchkneten. Schließlich die Butter einarbeiten und den Hefeteig dann einige Minuten mit den Händen durcharbeiten. In der Schüssel zugedeckt an einem zugfreien Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

  2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, quer zur Wurzel halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

  3. Den Teig entweder auf dem Blech ausrollen oder zu einem Kreis (Ø30cm) ausrollen und in der gefetteten und bemehlten Springform andrücken. Zugedeckt nochmals gehen lassen, biss die Füllung fertig ist.

  4. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten. Das kann mind. 10 Minuten in Anspruch nehmen. Die Zwiebeln mit Salz, Pfeffer und dem Thymian würzen, abschmecken und in eine Schüssel zum Abkühlen geben. Wer will kann die Speckwürfel auch nochmal knusprig anbraten – ich habe sie nur zu den Zwiebeln in die Schüssel gegeben.

  5. Eier mit Schmand, Sahne, Salz, Kräutersalz, reichlich Pfeffer, Muskat und Senf verquirlen und abschmecken. Den Rand in der Springform nochmal etwas andrücken. Die Zwiebeln auf den Teig geben, mit Käse bestreuen und mit dem Schmandguss übergießen.

  6. Im Ofen auf unterster Schiene bei 175°C Unter-/Oberhitze ca. 40 bis 50 Minuten backen. Nach dem Backen den Zwiebelkuchen vorsichtig aus der Springform lösen und vor dem Anschneiden ca. 5 bis 10 Minuten ruhen lassen.

Servierhinweis/Tipp

Man kann den Zwiebelkuchen mit Federweißer bzw. Suser (angegorener Traubenmost) und grünem Salat servieren. Ich trinke dazu auch gerne ein Glas Cidre (Apfelmost) und hinterher eine Tasse Fenchel-Kümmel-Anis-Tee, um Blähungen vorzubeugen. Guten Appetit!


Anschnitt roter Zwiebelkuchen in Backform von Küchenelfe

Schaut hier bei mir vorbei:

Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Mittwoch, 4. September 2013

Pflaumen Crumble - das Beste vom Streuselkuchen

Im Altweibersommer ist Pflaumen- und Zwetschgenzeit. Mein Pflaumen-Crumble-Rezept schmeckt wunderbar im Spätsommer und wenn es langsam etwas kälter wird. Die Pflaumen kann man auch gegen jede beliebige Frucht austauschen - Bananen und Birnen kann ich aber eher nicht empfehlen.

Der Crumble - ein französisch-deutsch-britisches Rezept indeed


Ein Crumble ist eine wunderbare Erfindung: schnell und einfach und soo lecker. Ich habe dieses Rezept zum ersten Mal in Schottland gegessen. In meiner WG in Edinburgh war dies unser Standardnachtisch und ist super bei unseren größtenteils französischen Gästen angekommen und auch die Schotten waren begeistert. Crumble ist in Großbritannien sehr beliebt. Das Rezept hatte mein damaliger französischer Mitbewohner auf Französisch irgendwo aus den Tiefen des Internets und ich habe es mir abgeschrieben. Der Crumble aux prunes natürlich durch meinen deutschen Einfluss entstanden, weil ich sehr gerne Pflaumen essen. Well then, tuck in and enjoy the plum crumble!




Rezept für Pflaumen Crumble

für 4 bis 6 Portionen (je nach Hunger)
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten (mit Backzeit und Saubermachen)

Zutaten:
ca. 1kg schöne, reife Pflaumen
150g Mehl - ich nehme Dinkelmehl
150g braunen Zucker - ich nehme Roh-Rohrzucker
125g Butter
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
eine Prise Salz
Zimt & Zucker (nach Geschmack), gemischt
Form: eckige Auflaufform oder Quicheform

Zubereitung:
Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Pflaumen waschen, halbieren und entsteinen. Die Pflaumen in der Auflauf- oder Quicheform verteilen bis der Boden bedeckt ist. Mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen - wenn die Pflaumen saurer sind, kann man etwas mehr verwenden.

Mehl, Zucker, V-Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen. Die Butter sollte kalt, aber nicht zu hart sein. Butter in Würfel schneiden und zu den trockenen Zutaten geben. Mit einer Gabel, einem Holzlöffel mit Loch, den Knethaken eines Handmixers oder den Finger einarbeiten, bis krümelige Streusel entstehen. Wenn man den Crumble zu lange mit den Händen bearbeitet, wird die Butter weich und die Streusel werden nicht so schön. Deshalb greif ich lieber zu Gabel oder Holzlöffel.

Die Streusel über den vorbereiteten Pflaumen verteilen und im Backofen ca. 25-30 Minuten bei 200°C Ober-/Unterhitze backen. Die Streusel sollen schön gebräunt sein und die Pflaumen ihren Saft abgegeben haben.

Man serviert den Crumble warm mit Schlagsahne, gutem Vanilleeis oder custard (britische Vanillesauce, Rezept für meine schnelle Vanillesauce hier). Ich esse den Crumble am liebsten pur. Der Crumble ist ein schöner Nachtisch für kalte Tage (toll nach einer Suppe oder einem Curry) und exzellent für die Kaffetafel geeignet. Ich esse eventuelle Reste auch lauwarm zum Frühstück. Enjoy!


Wie sang schon Adele: When the sky falls, then eat crumbles...

Mittwoch, 7. August 2013

Grillgewürzmischung: Selbstgemacht ist besser

Sommerzeit ist Grillzeit. Zugegebenermaßen grille ich selten, da ich wenig Fleisch esse. Im Urlaub im Ruhrgebiet bei meinen lieben Verwandten habe ich das gemeinsame Grillen und Schmausen sehr genossen und das Wetter lud regelrecht zum Grillen ein.

Viele Leute grillen mit fertig gewürztem Fleisch, das im Supermarkt günstig und in Massen verfügbar ist. Es sei praktisch und gehe schnell. Mmmh, ich finde, dass der Duft von Fertiggrillgut an Geruchsbelästigung grenzt - das liegt an dem was drin ist.


Warum fertig gewürztes Fleisch so mies ist


Zum einen stehe ich wegen der Zutaten in der Gewürzmischung nicht auf fertig gewürztes Fleisch: zu viel Salz, Aromastoffe, Glutamat, Konservierungs- und Farbstoffe sowie - überraschenderweise - Zucker sind meist drin!!! Das sind alles Zutaten, auf die ich verzichte bzw. die ich nur in geringen Mengen verzehre. Glutamat ist ein krebserregender Geschmacksverstärker, der - ähnlich wie Zucker - so süchtig macht, dass man mehr als nötig isst (Hefeextrakt gehört übrigens auch zur Glutamatgruppe). Ich bekomme davon Magenschmerzen, Übelkeit und manchmal Kopfschmerzen, wohl weil ich auf diesen karzinogenen Zusatzstoff seit mehr als 10 Jahren bewusst verzichte und ihn meist sofort herausschmecken kann. Bei Fertiggewürzmischungen alleine ist das ähnlich - man muss ganz genau auf die Zutatatenliste schauen.

Zum anderen kann man unter der dichten Würzung nicht die Qualität des Fleisches erkennen. So bezweifle ich nicht, dass die billigsten Stücke und z.T. auch Gammelfleisch darunter versteckt werden. Da würze ich mir mein Fleisch und anderes Grillgut lieber selber, dann weiß ich, was drin und drum ist. Das Wissen um eine gute Gewürzmischung habe ich von meinem Vater, der Küchenmeister ist. Meine Gewürzmischung lässt sich auch für Hähnchen oder Ofengemüse benutzen und lässt sich gut lagern.




Grillgewürzmischung - vielseitig einsetzbar für Fleisch, Gemüse und Grillkäse

Zutaten:
Mengenangaben je nach Grillgut, lässt sich gut in einer luftdichten Dose lagern
Meersalz, nicht jodiert
Paprika (edelsüß, rosenscharf, geräuchert)
evtl. Chillipulver
schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Currypulver
Knoblauchgranulat
Oregano, getrocknet
Kräuter der Provence oder italienische Kräuter, getrocknet

Salz: Salz ist der größte Bestandteil der Gewürzmischung. Für mich (ich reduziere meinen Salzkonsum) sollte Salz  mind. 1/3 der Gewürzmischung ausmachen, Salzliebhaber können bis 50% hoch gehen. Ich verwende am liebsten Meersalz, das nicht jodiert ist.

Paprika: Edelsüßes Paprikapulver sollte der zweitgrößte Bestandteil sein - es sorgt für die schöne Farbe. Für Geschmack kann man zusätzlich etwas rosenscharfes Paprikapulver und/oder etwas geräuchtes Paprikapulver (Pimentón de la Vera) hinzufügen. Für noch mehr Schärfe (empfehle ich eher nicht) kann man noch etwas Chilipulver hinterherpfeffern.

Pfeffer: Schwarzen Pfeffer mit der Pfeffermühle fein mahlen. Bunter Pfeffer funktioniert auch gut. 

Curry: Die Currymischung verleiht der Mischung Tiefe und Farbe. Currypulver nicht so großzügig wie das Paprikapulver verwenden.

Knoblauchgranulat: Ja, Knoblauchgranulat ist natürlich nicht so gut wie frischer Knoblauch, verleiht der Mischung aber eine gewisse Tiefe. Es lässt sich besser verteilen und lagern. Ich benutze es auch gerne für Panaden.

Oregano und Kräuter: Das Oregano und die Kräuter verleihen der Gewürzmischung eine mediterrane Note. Mit den getrockneten Kräutern braucht man nicht sparen

Das Grillgut (Fleisch, Gemüse, Grillkäse wie Halloumi) mit der Gewürzmischung von allen Seiten einreiben. Man kann aus der Gewürzmischung auch eine Marinade herstellen.

Tipp: Etwas Grillgewürzmischung mit Olivenöl verrühren und Hähnchenschenkel damit rundherum bepinseln. Im Ofen bei 180°C Umluft für ca. 30 Minuten knusprig backen.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Buchteln mit selbstgemachter Vanillesauce - klassischer Germteig nach Familienrezept

Das folgende Rezept für Buchteln oder Germknödel ist von meiner Oma. Meine Oma ist genau wie mein Vater ein großes Vorbild für mich in der Küche. Sie ist ohne präzise elektronische Waagen und Messbecher aufgewachsen. Sie vertraut mit wenig Geduld lieber auf ihr Augenmaß und ihren untrüglichen Instinkt für die richtige Konsistenz des Teiges. Ich bin da anders. Beim Backen halte ich mich sklavisch genau an die Mengenangaben, auch bei Rezepten meiner Oma. Dank meiner Oma weiß ich aber, wie sich der Teig anfühlen und verhalten soll, damit das Rezept gelingt.

Germteig und keine Sauce aus der Tüte


Buchteln sind eine Süßspeisenspezialität, die in Süddeutschland, Österreich und Böhmen sehr beliebt ist. Dort wird Hefeteig auch Germteig genannt. Für die Buchteln stelle ich einen mit Fett, Milch und Ei angereicherten Hefeteig her. Meine Oma nimmt Vanillepuddingpulver für ihre Vanillesauce. Ich versuche auf Fertiggerichte aus der Tüte aufgrund von Preis, schädlichen Geschmacksverstärkern, zu viel Zucker und Salz, künstlichen und natürlichen Aromen sowie Farbstoffen zu verzichten. Das Rezept für die Vanillesauce habe ich durch Experimentieren herausgefunden. Vielleicht ist das Sößchen für manche Leute zu hell, da ich kein Ei benutze. Wer will, kann dem durch eine Messerspitze Kurkumapulver (Gelbwurz) Abhilfe verschaffen. Ich verwende Kurkuma lieber für meine Currykreationen und Dhals und nicht für Süßspeisen oder Mayonnaise. Buchteln mit Vanillesauce ist auf jeden Fall ein leckeres und sehr sättigendes Gericht für die Tage, an denen einem nach etwas Süßem ist. Man muss nur etwas Zeit einplanen, da der Teig zweimal gehen muss.




Rezept für Buchteln mit selbstgemachter Vanillesauce


Rezept für 3 bis 4 Personen, ergibt ca. 12 Buchteln
Zubereitungszeit: mit Geh- und Backzeit ca. 2 Stunden

Zutaten:
Für den Germteig:
250ml Milch
75g Butter
500g Mehl - ich nehme immer Bio-Dinkelmehl Typ 630, Weizenmehl geht auch
1/2 Würfel Hefe (21g) oder notfalls 1 Päckchen Trockenhefe
50g Zucker
1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker - bitte kein Vanillinzucker
1 Ei
eine Prise Salz
zum Einfetten und Bepinseln: 50g Butter, geschmolzen
außerdem: eine Auflaufform (mind. 20x30cm, eher größer)
Zum Servieren: Puderzucker
Für die Vanillesauce (eifrei): 
500ml Milch
30g Zucker
1 kleine Bio-Vanilleschote oder notfalls 1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker - bitte kein Vanillinzucker
eine Prise Salz
ca. 20g Speisestärke
ca. 100ml Sahne

Zubereitung in 5 einfachen Schritten:

1. Schritt: Germteig vorbereiten und gehen lassen
Milch mit Butter solange vorsichtig erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist.

Mehl in eine Rührschüssel sieben, Hefe hineinbröckeln, Zucker, V-Zucker und Salz hinzugeben und vermengen. Milch-Butter-Mischung und Ei hinzufügen und mit einer Küchenmaschinen für ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verkneten (meine Oma nimmt hierzu einen Holzlöffel).

Den Germteig mit der Hand noch einmal durchkneten, zu einem Ballen formen und zugedeckt an einem warmen, zugfreien Ort ca. 45 bis 60 Minuten gehen lassen, bis sich sein Volumen fast verdoppelt hat.

2. Schritt: Buchteln formen und nochmals gehen lassen
Die Auflaufform mit etwas von der geschmolzenen Butter einfetten.

Den Teig in der Schüssel  mit der Faust etwas niedermachen, aus der Schüssel herausnehmen und nochmals mit den Händen durchkneten. Zu einem Strang formen und mit einem scharfen Messer oder Teigspachtel in 12 gleiche Teile teilen und zu Bällchen formen. Die Bällchen in die Auflaufform geben, mit der restlichen Butter bepinseln und zugedeckt nochmals ca. 15 bis 30 Minuten gehen lassen, bis die Buchteln schön aufgegangen sind.


Die Buchteln müssen ein zweites Mal gehen - in
der Auflaufform sollte in allen Richtungen
genug Platz sein, da die Buchteln im Ofen
noch weiter aufgehen


3. Schritt: Buchteln backen
Die Buchteln im vorgeheizten Ofen bei 180°C Heißluft für etwa 25 Minuten backen, bis sie schön goldbraun gebacken sind.

4. Schritt: Vanillesauce
Während die Buchteln backen, kann man sich der Vanillesauce zuwenden. Speisestärke mit etwas kalter Milch glattrühren. Die restliche Milch mit dem herausgekratzen Vanillemark, der ausgeweideten Vanilleschote, dem Zucker und dem Salz aufkochen lassen. Die verrührte Speisestärke kommt nun hinzu, unter Rühren solange köcheln lassen, bis die Sauce andickt. Dann vom Herd nehmen und die Vanilleschote herausfischen.

Unter Umständen kann die Sauce trotzdem noch zu flüssig sein, in dem Fall noch einen TL Speisestärke hinzugeben und nochmal aufkochen lassen. Jetzt probieren und evtl. nachsüßen - mir persönlich reicht der Zuckergehalt hier. Zum Schluss noch etwas flüssige Sahne hinzugießen, je nach gewünschtem Flüssigkeitsgrad. In meiner Familie haben wir gerne viel Sauce.

5. Schritt: Genießen
Die Buchteln mit Puderzucker bestäuben und noch warm mit der Vanillesauce servieren. Die Buchteln schmecken auch kalt.

Tipp: Wers fruchtig macht kann in die Buchteln jeweils 1 TL Pflaumenmus vor dem Backen füllen