Samstag, 3. Mai 2014

Grüne Spargelcremesuppe: Es ist Spargelzeit

Die Spargelsaison beginnt normalerweise erst im Mai. Dieses Jahr ist die Natur etwas früher dran und Spargel war schon im April erhältlich. Momentan ist eher herbstliches Wetter für Mai. Was ist da nicht leckerer als eine wärmende Spargelcremesuppe. Für dieses Rezept nehme ich grünen Spargel - der ist geschmacklich etwas intensiver, muss nicht geschält werden und verleiht der cremigen Suppe eine frühlingshafte grüne Farbe. Ich brate die Spargelspitzen separat und serviere sie als leckere Suppeneinlage. Lecker saisonal auf den Tisch.


Grüner Spargel Suppe Rezept von Küchenelfe


Rezept für Grüne Spargelcremesuppe


Für ca. 2 Portionen

Zutaten:
1 Schalotte, geschält
1 Knoblauchzehe, geschält
etwas Olivenöl
300g grüner Spargel (Bio-Qualität)
300g Gemüsebrühe, hefefrei (falls gekauft)
100ml Sahne
Salz & Pfeffer aus der Mühle
Muskat
etwas Ghee oder Butterschmalz oder Butter
etwas Parmesan, gerieben
evtl. etwas Bärlauchpesto

Zubereitung:
Schalotte in kleine Würfel schneiden und in einem Suppentopf in etwas Olivenöl glasig dünsten. Den grünen Spargel waschen und vom holzigen hinteren Ende befreien. Die Spitzen vom Spargel schräg abschneiden und beiseite legen. Den restlichen Spargel in fingerdicke Stücke schneiden.

Knoblauch fein würfeln und mit den Spargelstücken zu den Schalotten geben und kurz anbraten. Mit heißer Gemüsebrühe aufgießen, salzen und pfeffern und aufkochen lassen. Ca. 15 bis 20 Minuten bei mittlerer Hitze gar kochen - der grüne Spargel sollte weich genug zum Pürieren sein.

In der Zwischenzeit die Spargelspitzen in etwas Ghee o.ä. anbraten. Dann salzen und pfeffern. Kurz vor dem Servieren den frischen Parmesan unterheben. Wer will kann für einen intensiveren Geschmack auch etwas Bärlauchpesto als Würze für die Suppeneinlage verwenden. Mir hat der Parmesan gereicht.

Wenn der Spargel in der Suppe gar ist, kann man ihn mit einem Pürierstab zu einer Suppe pürieren. Dann die Sahne hinzufügen und mit Salz, Pfeffer sowie frisch geriebenem Muskat abschmecken. Noch einmal die Suppe mit dem Pürierstab aufschäumen.

Die grüne Spargelcremesuppe mit den angebratenen Spargelspitzen schön heiß servieren. Dazu reiche ich gerne etwas Brot. Lecker - der Geschmack des Frühlings. Lasst es euch schmecken.

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Sonntag, 20. April 2014

Dinkelhefezopf - duftend und fluffig

Was wären Frühstückstisch und Kaffeetafel zu Ostern ohne einen leckeren Hefezopf? Auch ich habe mich dieses Jahr an zum ersten Mal an einem Hefezopf versucht. Letztes Jahr ist leider die Ofenscheibe um die Osterzeit zersprungen und hat meinen österlichen Backplänen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Das Rezept für meinen Hefezopf eignet sich hervorragend jeden Frühstückstisch und jede Kaffeetafel im Frühling. Man muss nur etwas Zeit investieren. Direkt zu meinemm Rezept springen.

Ich mache meinen Hefetopf natürlich wie meistens mit Dinkelmehl und flechte ihn aus Briocheteig. Für diese franzözische Variante des angereichterten Hefeteiges (vgl. hierfür meine Buchteln mit Vanillesauce) wird ein Vorteig hergestellt, der erstmal gehen muss. Dann wird er mit den restlichen Zutaten verrührt und zuletzt werden langsam erst die Milch und zuletzt die Butter untergeknetet. Der Teig muss erneut gehen und wird danach in Form gebracht. Durch diese Mühen ist der Briocheteig wunderbar geschmeidig und sollte überhaupt nicht kleben. Der Zopf muss dann mit Ei bepinseln erneut gehen, bevor vollends bepinselt in den Ofen wandert. Der Duft wandert durchs ganze Haus. Er schmeckt wunderbar mit viel Rohmilchbutter und Marmelade oder Schokocrème oder Schinken/Leberwurst/Lachs, etc.

Man kann den Teig natürlich auch ungeflochten in einer Kastenform backen. Aus eventuellen Resten lassen sich wunderbar Grilled Cheese Sandwiches und French Toast Deluxe zaubern. Zu lecker!


Rezept für Dinkelhefezopf aus Briocheteig


Hefezopf aus Dinkelmehl

Zubereitungszeit: Vorbereitung mit Gehzeit: ca. 100 Minuten

Backzeit: Backzeit: ca. 25 Minuten

Rezept für einen großen oder zwei kleine Hefezöpfe

Zutaten:

Für den Vorteig:
  • 100g Bio-Dinkelmehl (Typ 630)
  • 1 EL Zucker
  • 30 frische Hef
  • 125ml warme Bio-Frischmilch
Für den restlichen Briocheteig:
  • 400g Bio-Dinkelmehl (Typ 1050, alternativ: Typ 630)
  • 80g Zucker (minus 1EL für Vorteig)
  • 2TL Bourbonvanillezucker (kein Vanillinzucker, bitte!)
  • 2 Bio-Eier
  • 1 gestrichener TL Salz (nicht jodiert!)
  • etwas Zitronenabrieb (optional)
  • 125ml  leicht warme Bio-Frischmilch
  • 100g weiche Butter
Zum Bestreichen:
  • 1 verquirltes Bio-Ei
  • optional: Hagelzucker

Zubereitung:

  1. Zutaten für Vorteig verkneten und zugedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen. Der Vorteig muss ein Knistern hören lassen, bevor man ihn weiter verarbeitet. Die Milch darf dafür nicht zu kalt oder gar zu heiß sein, sonst wird die Hefe nicht aktiviert bzw. gekillt.

  2. Das Mehl mit Zucker, V-Zucker, Salz, Eiern und Zitronenabrieb mit dem Vorteig in eine Küchenmaschinen geben und mit dem Knethaken zusammenkneten. Dann die restliche Milch hinzugeben und ca. 5 Minuten durchkneten lassen. Ich empfehle hierzu eine Bosch Küchenmaschine oder eine KitchenAid, mit einem Handmixer mit Knethaken laufen Motor und Armmuskeln zu heiß. Zum Schluss die Butter unterkneten und 5 Minuten weiterkneten lassen bis sich der Teig von alleine vom Rand der Schüssel löst. Den angereicherten Hefeteig abgedeckt für ca. 60 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

  3. Jetzt den Ofen auf 180°C Unter-/Oberhitze vorheizen. Den geschmeidigen Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche nochmals per Hand durchkneten. Zu 3 oder 6 gleichmäßigen Strängen rollen und zu einem Zopf flechten - dabei die Enden unter dem Zopf verschwinden lassen. Ich habe ihn mit 6 Strängen geflochten und dabei immer den äußersten Strang über drei innere gelegt (6 über 5, 4 und 3; 1 über 2, 3 und 4). Fischgrätzopf ist leider technisch hier nicht möglich.

  4. Den Zopf auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech hieven und mit dem verquirlten Ei bestreichen. Weitere 15 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. In der Zwischenzeit etwas Honig in das restliche verquirlte Ei einrühren. Den Dinkelhefezopf nach der letzten Gehzeit mit dem Ei einpinseln und bei 180°C Unter-/ Oberhitze für ca. 25 Minuten goldbraun backen. 

  5. Auf dem Backblech etwas auskühlen lassen. Und das fluffige Prachtexemplar genießen.

Dinkelhefezopf Innenleben

















Dinkelhefeteig ist etwas trockener – passt also gut auf, dass der fluffige Laib vom Zopf nicht austrocknet.

Tipp: Den Briocheteig kann man auch, wie eingangs erwähnt, in eine bebutterte und bemehlte oder bebackpapierte Kastenform füllen. Für ca. 35-40 Minuten im vorgeheizten Backofen bei 180°C Unter-/Oberhitze goldbraun backen, leicht auskühlen lassen und herausstürzen. Das Bild zeigt die Krumenstrukturanalyse der Kastenformversion ohne Eierbepinselung nach meinem Test mit der KitchenAid.


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Sonntag, 30. März 2014

Frühlingsküche 2014

Wenn die Natur nach dem Winter wieder erwacht, es grünt und blüht und dir die Sonne sanft ins Gesicht scheint, dann ist Frühling. Dann freue ich mich auf die herrlich leichten und frischen Gerichte, die diese Jahreszeit zu bieten hat.



Was kommt im Frühjahr bei mir auf den Tisch?

Im Frühjahr kommen frische und leichte Gerichte bei mir auf den Tisch. Es gibt weniger schwere und wärmende Suppen und Eintöpfe als in der kalten Jahreszeit und mehr frisches saisonales Gemüse aus deutschen Landen. Ich werfe gerne einen Blick einen Blick auf den Saisonkalender und freue mich, wenn es wieder frische Ware gibt, die einfach saisonal am meisten Geschmack bietet. Dabei vermeide ich es prinzipiell Gemüse aus Spanien und Holland zu kaufen und gucke genau auf die Packung. Auf dem Wochenmarkt oder im Biomarkt kann man sich wunderbar durch regionale und saisonale Angebote inspirieren lassen.

Auf diese Speisen freue ich mich im Frühling am meisten:
  • Bärlauch, z.B. als Pesto, im Rührei oder Omelette, in Butter oder Brot/Gebäck, in Cremes, in Pasta
  • frischer Salat aus heimischem Anbau (Schluss mit den Wintersalaten)
  • leichte Pastagerichte, z.B. mit Pesto (Rezept für rotes Pesto), Spinat oder Spargel
  • junges Gemüse (weg mit dem Kohl), z.B. Spinat und Spargel (Rezept für Spargelcremesuppe) aus deutschen Landen
  • grüne Smoothies aus dem Mixer mit über 30.000 Umdrehungen
  • Erbeeren aus Deutschland
  • Gerichte mit Lamm
  • frische, leichte Kuchen wie z. B. Zitronentarte (Rezept dafür hier), Erdbeerkuchen und luftiges Gebäck wie ein schöner Dinkelhefezopf (Rezept dafür hier) zum Frühstück oder Kaffee 
  • und was der Saisonkalender sonst noch so bietet
  • etc.
Ja, die Frühlingsküche 2014 macht schon Lust auf den Sommer. Bei Sonnenschein, Blütenpracht und Vogelgezwitscher erwachen auch wieder die Lebensgeister. Eine ausgewogene und saisonale Ernährung kann zum körperlichen und seelischem Wohlbefinden nur beitragen. So ist das zumindest bei mir.

Tipp für vollen Geschmack: 
Schaut doch auch mal für saisonale und regionale Produkte in einen Saisonkalender.
Hier einige Links:
Saisonkalender für Gemüse, Salat und Obst (Tipp von Sarah Wiener): 
Saisonkalendar von Alnatura (etwas unübersichtlich, aber mit hübschen Bildchen):
http://www.alnatura.de/kochen%20und%20Geniessen/Saisonkalender


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