Donnerstag, 10. Oktober 2013

Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig

Es gibt viele schöne Apfelrezepte. Ich liebe Apfeltaschen in jeder Form. Hier ist eine Variante mit Quark-Öl-Teig - schnell zusammengerührt und voller Geschmack.

Quark-Öl-Teig für die Apfeltaschen


Quark-Öl-Teig ist wie eine Mischung aus Mürbeteig und Hefeteig, der relativ schnell hergestellt ist. Wenn man den Zucker weglässt, kann man denen Teig auch für herzhafte Taschen verwenden. Ich esse Apfeltaschen auch gerne mit Blätterteig aus der Kühlung. Zwar habe ich den Kandidaten bei meiner britischen Lieblings-Back-TV-Sendung The Great British Bake-Off (auf BBC2) oft zugesehen, wie sie sich mit Blätterteig abgemüht haben, habe aber selber noch nicht die Zeit und Mühe investiert, selbst Blätterteig zu zaubern. Irgendwann vielleicht mal. Fertig-Blätterteig ist eine schnelle Option - mit Quark-Öl-Teig werden in meiner Apfeltaschen aber auch regelmäßig gemacht. Sie sind knusprig und wunderbar krümelig.




Rezept für Apfeltaschen aus Quark-Öl-Teig


Ergibt ca. 10 bis 12 kleine Apfeltaschen
Wie viel Zeit sollte ich einplanen? ca. 1 Stunde inkl. 30 Minuten Ruhezeit

Zutaten
Für den Quark-Öl-Teig:
75g Magerquark, abgetropft
50g weiche Butter
50ml neutrales Pfanzenöl (z.B. Raps- oder Sonnenblumenöl)
5 EL Vollmilch
3 EL Zucker
1 Prise Meersalz
250g Mehl
1/2 TL Backpulver
Für die Füllung:
1 großer Apfel - ich nehme Golden Delicious
1 - 2 EL Zucker - ich nehme braunen Zucker
ca. 2 EL Wasser
Zimt, nach Geschmack
eine Msp. Vanillemark
evtl. andere Gewürze (z.B. Bratapfelgewürz, Pumpkin Pie Spice Blend)
evtl. Zitronensaft
zum Bestreichen: etwas Milch oder ein kleines Ei
zum Garnieren: Puderzucker oder ein Zuckerguss
außerdem: ein Backblech, mit Backpapier ausgelegt

Zubereitung
Für den Quark-Öl-Teig Quark mit Butter, Ol, Milch, Zucker und Salz mit dem Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine verrühren. Mehl und Backpulver einsieben und verrühren bis eine Konsistenz wie nasser Sand entsteht. Danach mit den Händen am Schüsselrand zusammendrücken. Dann auf eine leicht bemehlten Arbeitsfläche mit den Händen durchkneten bis ein glatter und geschmeidiger Teig entsteht. Den Teig in Plastikfolie wickeln und im Kühlschrank ca. 30 Minuten ruhen lassen.

Währenddessen den Apfel schälen und in kleine Würfel schneiden. In einem Topf mit Wasser, Zucker, Zimt, Vanille und Zitronensaft für einige Minuten dünsten und somit vorgaren. Dann in einer Schüssel etwas abkühlen lassen.

Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

Nach der Ruhezeit den Teig einige Millimeter dick ausrollen. Wenn der Teig zu dünn ist, reißt er schnell und die Füllung quillt raus. Mit einem Glas oder passendem Ausstecher (10cm Ø) ausstechen und auf das Backblech geben.

Ränder mit Milch oder Ei als Kleber bepinseln. Ungefähr ein TL von der etwas abgetropften Füllung in die Mitte eines runden Teiglings geben und zu einer Tasche zusammenfalten. Erst mit den Fingern am Rand andrücken, dann mit den Zacken einer Kuchengabel versiegeln. Die fertigen Apfeltäschchen mit Milch oder Ei bepinseln.

Im Backofen bei 175°C Unter-/Oberhitze für ca. 20 Minuten goldbraun backen.

Nach der Backzeit die Apfeltaschen etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker oder erprobtem Zuckerguss (mir persönlich zu süß) garnieren und am besten noch warm servieren. Lecker!




Tipp: Wer lieber Blätterteig verwenden will, sollte den Backofen auf mind. 200°C vorheizen und die Blätterteigtaschen nach spätestens 15 Minuten kontrollieren.

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen gehört für mich einfach zur Herbstküche. Er wird gerne bei Weinfesten serviert. Meine mediterran-angehauchte Version mache ich nicht - wie traditionell - mit gelben Zwiebeln und Kümmel sondern mit den hübscheren roten Zwiebeln und Thymian. Dazu ein Glas Federweißer oder auch Suser und die Welt ist in Ordnung. Meinen Zwiebelkuchen kann man sowohl in der Springform als auch auf dem Backblech zubereiten.

Zwiebelkuchen - die Teigfrage


Zwiebelkuchen hat vornehmlich in den deutschen Regionen Tradtion, in denen Wein angebaut wird (z.B. Franken, Pfalz, Baden, an Rhein und Mosel). Somit ergeben sich viele regionale Unterschiede in der Zubereitung, v.a. in Bezug auf den Teig. Für diese Spezialität kann man sowohl Mürbeteig, als auch Hefeteig verwenden. Auch Blätterteig und Quark-Öl-Teig habe ich in modernen Rezepten gesehen. Ich mache gerne die fränkische Variante mit einem Hefeteig. Zwiebelkuchen erinnert manche Leute an Flammkuchen (mein Flammkuchenrezept hier), dessen Teig dünner ist oder an Quiche Lorraine, die deutlich weniger Zwiebeln und mehr Speck enthält. Auf jeden Fall ist Zwiebelkuchen ein wunderbares und sättigendes Herbstgericht.

Rezept für Zwiebelkuchen aus Hefeteig mit roten Zwiebeln und Thymian

Zwiebelkuchen mit roten Zwiebeln aus Springform


Zubereitungszeit: insgesamt mind. 2 1/4 Stunden

Kochzeit: 40 bis 50 Minuten

Portionen: 4-6 Portionen

Zutaten

Für den Teig:

  • 350g Mehl
  • 20g (1/2 Würfel) frische Hefe
  • 200ml lauwarme Milch
  • 1 TL Zucker
  • 1 Prise Meersalz
  • 50g weiche Butter

Für den Belag:

  • 50g Butter oder Butterschmalz
  • 1 - 1,5kg Zwiebeln - ich nehme 1kg rote Zwiebeln wegen der Farbe
  • 1 TL Kümmel - ich nehme stattdessen 2 TL Thymian
  • 100g Speckwürfel (optional)
  • 3 Bio-Eier
  • 1 Becher (200g) Schmand
  • einen Schuss (gut 50ml) Sahne
  • Meersalz & schwarzer Pfeffer aus der Mühle
  • etwas Kräutersalz
  • Muskat, gerieben
  • 1 Msp. Dijon-Senf
  • 200g geriebener Käse (optional) – ich nehme Edamer
außerdem: ein Backblech oder eine Springform (Ø 26cm)

Zubereitung

  1. Für den Teig die Hefe in Milch mit Zucker auflösen und etwas stehen lassen, bis Schaum entsteht. Mehl in eine Rührschüssel sieben und mit Salz vermengen. Das Hefegemisch hinzufügen und mit den Knethaken eines Mixers oder einer Küchenmaschine durchkneten. Schließlich die Butter einarbeiten und den Hefeteig dann einige Minuten mit den Händen durcharbeiten. In der Schüssel zugedeckt an einem zugfreien Ort ca. 40 Minuten gehen lassen.

  2. In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, quer zur Wurzel halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 175°C Unter-/Oberhitze vorheizen.

  3. Den Teig entweder auf dem Blech ausrollen oder zu einem Kreis (Ø30cm) ausrollen und in der gefetteten und bemehlten Springform andrücken. Zugedeckt nochmals gehen lassen, biss die Füllung fertig ist.

  4. Die Butter in einer großen Pfanne erhitzen und die Zwiebeln darin unter gelegentlichem Rühren glasig dünsten. Das kann mind. 10 Minuten in Anspruch nehmen. Die Zwiebeln mit Salz, Pfeffer und dem Thymian würzen, abschmecken und in eine Schüssel zum Abkühlen geben. Wer will kann die Speckwürfel auch nochmal knusprig anbraten – ich habe sie nur zu den Zwiebeln in die Schüssel gegeben.

  5. Eier mit Schmand, Sahne, Salz, Kräutersalz, reichlich Pfeffer, Muskat und Senf verquirlen und abschmecken. Den Rand in der Springform nochmal etwas andrücken. Die Zwiebeln auf den Teig geben, mit Käse bestreuen und mit dem Schmandguss übergießen.

  6. Im Ofen auf unterster Schiene bei 175°C Unter-/Oberhitze ca. 40 bis 50 Minuten backen. Nach dem Backen den Zwiebelkuchen vorsichtig aus der Springform lösen und vor dem Anschneiden ca. 5 bis 10 Minuten ruhen lassen.

Servierhinweis/Tipp

Man kann den Zwiebelkuchen mit Federweißer bzw. Suser (angegorener Traubenmost) und grünem Salat servieren. Ich trinke dazu auch gerne ein Glas Cidre (Apfelmost) und hinterher eine Tasse Fenchel-Kümmel-Anis-Tee, um Blähungen vorzubeugen. Guten Appetit!


Anschnitt roter Zwiebelkuchen in Backform von Küchenelfe

Schaut hier bei mir vorbei:

Küchenelfe - auch hier zu finden: linktr.ee/kuechenelfe 


Mittwoch, 18. September 2013

Kürbiscremesuppe nach indischer Art

Wenn der Wind weht, es kälter wird und sich die Blätter verfärben, merkt man, dass es schneller Herbst wird, als einem lieber ist. Was wärmt mehr auf als ein schönes Süppchen? Ich stehe total auf Kürbiscremesuppe - auf die Farbe, die Textur und natürlich den Geschmack - die Essenz des Herbstes.

Kürbiscremesuppe - irgendwie indisch


Die indisch angehauchten Gewürze in dieser Kürbiscremesuppe wärmen einen regelrecht von innen heraus. Die Konsistenz wir durch die Kartoffeln fabelhaft. Man muss in Vorbereitung nur etwas schälen und schnibbeln, doch die eigentliche Suppe ist schnell fertig.


Rezept für Kürbiscremesuppe nach indischer Art


Rezept für 2-3 Personen
Zutaten:
1 kleiner Hokkaido-Kürbis in Bio-Qualität
2 mittler Bio-Kartoffeln, geschält
1 große Möhre, geschält
1 mittlere Zwiebel, in kleine Würfel geschnitten
1 Zehe Knoblauch
1 Stück Ingwer, daumennagelgroß, geschält
etwas Ghee oder neutrales Pflanzenöl
ca. 1 TL Garam Masala (indische Gewürzmischung)
ca. 2 TL Currypulver, mild
1 Messerspitze Chilipulver (wer Schärfe liebt, 2 davon)
Salz & Pfeffer
ca. 1 bis 1,5l Gemüsebrühe (hefefrei, d.h. ohne Glutamat)
evtl. ein Schuss Sahne zum Verfeinern
zum Servieren: ein EL Schmand pro Teller, eine Hand voll gerösteter Kürbiskerne und evtl. einen TL Kürbiskernöl

Zubereitung:
Kartoffeln und Möhre würfeln. Hokkaido-Kürbis mit einem scharfen Sägemesser halbieren und mit einem Esslöffel o.ä. die Kerne entfernen. Den Kürbis in zweifingerdicke Streifen schneiden und mit einem scharfen Chefmesser die Schale wegschneiden. Ich mache das, weil mir die Schale nicht schmeckt - man kann sie aber auch dran lassen und muss dann die Garzeit evtl. erhöhen. Den Kürbis ebenfalls in Würfel schneiden.

Ghee (indische geklärte Butter, Alternative: Butterschmalz, notfalls Olivenöl) in einem hohen Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfelchen hinzufügen und glasig dünsten. Ingwer und Knoblauch so klein wie möglich schneiden und zu den Zwiebeln geben. Dann das Garam Masala, den Curry und das Chili hinzufügen, umrühren und mit anschwitzen.

Kartoffeln, Möhren und Kürbis zu den Gewürzzwiebeln geben, salzen sowie pfeffern und kurz anbraten. Mit der heißen Gemüsebrühe gerade bedecken. Einmal aufkochen lassen und die Hitze reduzieren. Das Gemüse in der Brühe ca. 15 Minuten sehr weich garen.

Nun die ganze Geschichte pürieren. Entweder in einem hohen Standmixer oder mit dem Pürierstab. Ich nehme den Pürierstab. Abschmecken, Schärfe mit Chili adjustieren und evtl. Gemüsebrühe nachgießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist - für mich ist das relativ dickflüssig, aber nicht breiig. Dann noch einmal aufkochen lassen. Wer will, kann einen Schuss Sahne hinzugießen. Fertig.

Kürbissuppe in Teller füllen und einen Esslöffel Schmand einrühren. Mit Kürbiskernen garnieren und - falls vorhanden - Kürbiskernöl darüber träufeln. Dazu kann man Naanbrot oder anderes Brot wie z.B. Baguette servieren. Ein schönes, samtiges und schnelles Herbstgericht. Guten Appetit!




Tipp: Hokkaido ist geschmacklich sehr lecker, die Schale schmeckt jedoch nicht jedem. Wem es zu viel Arbeit ist den Kürbis zu schälen, der kann auf den etwas helleren Muskat-Kürbis zurückgreifen, denn die Schale ist bei dem weniger intensiv.